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Fenu's Radiowelt


 
Timewave DSP-599zx
Premium Audio Filter
 
 
 
 
 
CW Skimmer
Multi Channel Decoder & Analizer
Urlaubsbericht mit Logs aus Dänemark (pdf)
Von Stefan Schäfer
Profi- Kopfhörer
David Clark Model 10S/DC
NTi- DiRa Splitt 300
Elad ASA15 vs.
NTi DiRa Splitt 300
Vorstellung & Testbericht der RDR50/54 Digital Empfänger von Dipl.-Ing. Ralph Menn
Bonito AntennaJet ASM-300
3-Weg Antennenschalter & Mixer
HDSDR
SDR Kontrollsoftware
Klang des Empfängers verbessern
Zorns Lemma 11.4
Timewave ANC-4
Testbericht des "PMSDR"
Liste der Kurzwellenbänder
Perseus SDR Remote
Testbericht
Reuter RDR54
EKD 315
Erfahrungsbericht
JRC NRD535D
Kiwa Modifikation
Die Beurteilung von Kurzwellenempfängern
Audiofilter
Timewave DSP-59+
DRM mit dem
Hagenuk RX 1001 M
Audiofilter
Dierking ED 88 NF
Audiofilter
Datong FL-2
HF-Acars und Acars Empfang
Langdrahtantennendiagramm von RF Systems
Reparaturanleitung für die Tastatur des
Icom IC-R7100
Test des Profiempfängers
Plessey PR2250
RF Systems SP2
Antenna Splitter & ATT
Timewave DSP-9 &
bhi 1042 SwitchBox
Facelifting beim Lowe HF225
DRM- Empfang ohne den Empfänger modifizieren zu müssen
Vorstellung des
Fairhaven RD500
Drei Kurzwellenempfänger gleichzeitig an zwei Antennen betreiben
Profi- Empfänger gegen Amateur- Empfänger
VFO- Abstimmknöpfe für diverse Empfänger
Fernabgestimmte Loop- Antenne für den Kurzwellenempfang
Lautsprecher und Kopfhörerumschaltung mittels Audioumschaltpult Hama AP-04

 

Timewave DSP-599zx

Kurzwellenhörer und Dx'er sind oft auf der Suche nach exotischen Sendern. Nicht selten sind die gesuchten Sender schlecht hörbar. Sei es aus atmosphärischen oder technischen Gründen. Wenn der benutzte Empfänger nicht ausreichend über Hilfsmittel zur Störbefreiung verfügt, bietet sich der Einsatz externer Audiofilter an. Für genau solche Einsätze ist der DSP-599zx konzipiert.

Der DSP-599zx nimmt eine Sonderstellung unter den Audiofiltern ein. Kein anderes Filter bietet eine solch umfangreiche Funktionsvielfalt. Weil ich mich hauptsächlich mit Sprachaussendungen befasse, will ich hier nur die Audiofilter besprechen.

Die wichtigsten Eckdaten:
-- 16bit A/D Wandler
-- 2 konfigurierbare Audio Ein- und Ausgänge über Rückwärtige Anschlüsse
-- 6.35mm Stereokopfhöreranschluss (Rückseite)
-- RS232- Buchse für den Anschluss an einen RTTY- Decoder oder an den PC.
-- Vordefinierte Filterfunktionen für
    -Sprache
    -CW
    - Daten (RTTY, Amtor, Pactor, G-Tor, HF-Packet, SSTV, W-Fax, Clover, PSK)
-- Alle Parameter sind in weiten Grenzen einstellbar
-- Eingebautes RTTY- Modem
-- 6 Speicher für oft benutzte Einstellungen
-- Eingebaute Messgerätefunktion: Audiogenerator und Audio- Millivoltmeter
-- 2- zeiliges, alphanumerisches Display, Hintergrundbeleuchtet
-- Spannungsversorgung 12 - 16V DC
-- Stabiles Aluminiumgehäuse
 
 
 

Der Timewave DSP-599zx besitzt ein paar gute Werkzeuge, um die Sprachqualität des empfangenen Signals zu verbessern.

Das wären:

-- Adaptiver Rauschfilter mit veränderbarer Charakteristik und Aggressivität.
-- Automatischer Notchfilter. Filtert mehrere Pfeiftöne gleichzeitig. Filterwirkung einstellbar.
-- Manueller Notchfilter. Filterbreite einstellbar.
-- zuschaltbare AGC
-- spezieller AM- Rauschfilter mit einstellbarer Wirkung.
-- Hochpassfilter von 100Hz - 1000Hz (regelbar in 10Hz Schritten)
-- Tiefpassfilter von 1000Hz - 5000Hz (regelbar in 10Hz Schritten)
-- Filter Bypass

Benutzung des DSP-599zx

Wenn man sich etwas mit der Materie auskennt, muss man nicht lange die Bedienungsanleitung eines Audiofilters studieren. Man schliesst es an und arbeitet damit. Das ist beim DSP-599zx nicht so! Dieser Audiofilter beinhaltet so viele Funktionen, dass man die Bedienungsanleitung ein Stück weit lesen muss, um die Funktionen und deren Konfigurierbarkeit zu verstehen. Nach erfolgreichem Anschliessen  an den Empfänger, muss zuerst mal der richtige Audiopegel eingestellt werden. Falls der Pegel nicht stimmen sollte, kann dieser Intern mittels umstecken von Jumpern angepasst werden. Es können gleichzeitig 2 Empfänger an den DSP-599zx angeschlossen werden. Die Audioausgänge können individuell geschaltet werden. Eingang "A" auf Ausgang "B" usw.

Ist mal alles richtig konfiguriert, kann es losgehen. Ich habe den JRC NRD-535D und den Palstar R30A gleichzeitig an den DSP-599zx angeschlossen. Am frühen Morgen vor der Arbeit ist für mich "Tropenbandzeit". Das Band ist frei von lokalen Störungen und es lassen sich einige Stationen aus Südamerika empfangen. "Radio Clube Do Para" aus Brasilien ist oft mit gutem Signal zu hören. Nur nicht heute! Der Sender kommt verrauscht und auf einem Seitenband durch ein Stanag- Signal gestört. Weil der Palstar R30A keinerlei Hilfsmittel an Bord hat, kommt ihm der Timewave DSP-599zx zu Hilfe. Trotz ECSS- Empfang ist der Brasilianer noch durch Überschläge des Stang- Senders und starkem Rauschen beeinträchtigt. Hier kann mit dem Hoch- und Tiefpassfilter angesetzt werden. Die Durchlasskurve wird um etwa 100Hz verschoben, und schon ist der Störer nicht mehr zu hören. Jetzt kommt das Rauschfilter dran. Dieser lässt sich in seiner Intensität anpassen. Mit etwas Fingerspitzengefühl lässt sich das Signal "entrauschen" und wird gut hörbar. Sicher ist die Klangqualität nicht mehr HiFi, aber das Signal ist Berichtsreif hörbar. Mit der "Bypass" Taste lässt sich die Audio ohne und mit Filterwirkung anhören. Die soeben gemachten Einstellungen am Hoch/Tiefpass und am Rauschfilter lassen sich abspeichern in einem der sechs Speicherplätze. Dieser kann das nächste mal für dieselbe Situation angewendet werden. Praktisch! Ein paar Tage später bot sich ein gute Gelegenheit, den DSP-599zx mit dem JRC NRD-535D zu probieren. Radio Rebelde auf 5025khz bot sich für einen kurzen Versuch an. Dieser wird oft von einem RTTY- Sender im unteren Seitenband gestört. Nun, Kenner wissen, das der NRD-535D über mächtige Werkzeuge verfügt, um Stören entgegen zu wirken. Das Störsignal konnte leicht mit der ECSS- Schaltung und etwas Nachstimmen mit dem Passbandtuning restlos eliminiert werden. Der DSP-599zx musste nur etwas zur Rauschunterdrückung beitragen.

Es hat noch so einige Situationen gegeben, wo der DSP-599zx hilfreich war. Leider konnte ich wegen meiner Hobbyausrichtung, das hören von Sprachaussendungen, den DSP-599zx nur bis zu 30% seiner Fähigkeiten testen. Denn dieses Audiofilter ist mehrheitlich für Spezialisten des Datenfunks gedacht. Dort ist der Timewave DSP-599zx hauptsächlich zuhause!

Fazit:

Auch wenn ich nur etwa ein Drittel der Funktionen des DSP-599zx benutzt habe, kann ich sagen, das dieser das beste Audiofilter ist das ich bisher hatte. Die Filterqualität ist hervorragend!

Stellt sich letztendlich die Frage: Brauche ich so ein teures Filter? Wenn ich nebst Sprachsignalen auch Datenfunk decodiere, und zugleich einen einfachen Empfänger ohne grosse Hilfsmittel habe, ganz klar Ja! Habe ich hingegen einen semiprofessionellen Empfänger alà JRC NRD-535D usw., ist man mit einem einfacheren Audiofilter wie der Timewave DSP-59+ gut bedient. Negativ aufgefallen ist die Selbstklebefront, die mit der Zeit anfängt sich abzulösen.

Verfasst am 20.04.2015

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CW Skimmer

CW Skimmer ist ein Morsedecoder der in der Lage ist, bis zu 700 Morsesignale gleichzeitig zu decodieren. Dieses im Hobbysektor einzigartige Programm, wurde vom kanadischen Funkamateur Alex Shovkoplyas, VE3NEA, entwickelt. Nebst CW Skimmer hat Alex noch andere interessante Programme für den Funkamateur geschrieben. Das eine oder andere Programm könnte auch für SWL's interessant sein. Diese sind auf seiner Webseite www.dxatlas.com zu finden.

Die anfängliche Version 1.0 von CW Skimmer konnte nur Signale decodieren, die innerhalb einer Bandbreite von 3Khz waren. Ab Version 1.1 bis zur hier getesteten 1.83, ist es nun möglich, auch Software Defined Radios (SDR) einzubinden. Folgende Geräte werden zurzeit unterstützt:

- 3Khz Radio (normaler Standalone- Empfänger. Audio über die Soundkarte angeschlossen)
- SoftRock SDR
- SoftRock-IF
- SDR-IQ
- QS1R Quicksilver
- Mercury SDR
- Perseus SDR
 
Mit der Nutzung eines SDR's kann man alle CW Signale innerhalb von max. 192khz Bandbreite decodieren.
 
Die Installation auf Windows 7 ging recht schnell und ohne Probleme. Je nach Konfiguration des Betriebssystems sollte darauf geachtet werden, dass die Installation mit Administratorrechten durchgeführt wird. Unter Windows 8.1 kam es diesbezüglich zu Problemen. Das Programm liess sich starten, aber auf dem Wasserfall war nichts zu sehen. Erst nach erneuter Installation mit Administratorrechten und "Programm ausführen als Administrator" funktionierte CW Skimmer auf Anhieb.
Für meine Versuche habe ich den Perseus SDR genutzt, der seit einigen Jahren immer noch ein Topgerät ist. Es mussten lediglich ein paar Treiber in den CW Skimmer- Ordner kopiert werden, damit der Perseus angesprochen wurde. Auf der übersichtlichen Anleitung von Alex ist genau erklärt, wie und was zu machen ist.
 
Nach etwas Studium der Anleitung, konnte es endlich losgehen.
 

Ein Klick auf den Button "Start/Stop Radio" schaltet den Perseus ein. Sofort ist der horizontal laufende Wasserfall mit den typischen Morsezeichen zu sehen . CW Skimmer decodiert und zeigt in Klarschrift die decodierten Signale unterhalb des Wasserfalls als Laufschrift an. Rechts vom Wasserfall werden all die Stationen aufgeführt, die der Decoder erkannt hat. Diese werden sofort decodiert. Klickt man entweder auf eine Morselinie im Wasserfall oder rechts auf das Rufzeichen, erscheint der decodierte Text in der Laufschrift unter dem Wasserfall. CW Skimmer hat ein quasi stufenloses DSP- Filter eingebaut, der von 20Hz bis 700Hz einstellbar ist. Dieses lässt sich mit dem Mausrad oder mit der linken Maustaste verstellen. Auch eine abschaltbare Mithöreinrichtung ist vorhanden. Zur besseren Übersicht lässt sich noch ein Spektrum von 48Khz bis 192Khz Breite dazuschalten.

Nach ein paar Minuten Laufzeit sammeln sich etliche Rufzeichen an. Die erkannten Rufzeichen werden samt Frequenz und Empfangszeit in der Liste "Callsigns" abgelegt. Nach zehn Minuten Inaktivität, wird diese Liste automatisch gelöscht.

CW Skimmer ist nicht nur ein Decoder, er analysiert die decodierten Daten und sucht nach Schlüsselwörtern wie Rufzeichen, Signalstärkeangaben , Frequenzwechsel (QSY) und ein paar andere mehr. Diese Schlüsselwörter werden zur einfacheren Identifikation farblich abgehoben . So kann sich der Operator ein schnelleres Bild bei überfüllten Bändern machen. Das Programm bietet sogar eine Bandaufnahmefunktion für spätere Analysen. Aufnahmen sind bis zu einer Bandbreite von 192Khz möglich. CW Skimmer bietet noch einige Funktionen mehr. Das spricht aber mehrheitlich Funkamateure an.

Nicht nur Morsesignale innerhalb der Amateurbänder lassen sich decodieren. Auch für Freunde der ungerichteten Funkfeuer (NDB) ist CW Skimmer ein gutes Hilfsmittel. Es werden mehrere Kanäle gleichzeitig erfasst und ermöglicht ein speditiveres Loggen.

Leider ist CW Skimmer keine Freeware. Es kostet 75USD. Immerhin kann das Programm 30Tage lang umsonst getestet werden.

Fazit:

Für CW Freaks ist CW Skimmer ein absolutes muss. Der Decoder funktioniert sehr gut und mit geringer Fehlerrate. Mir ist kein anderes Decodierprogramm bekannt, das bis zu 700 Signale gleichzeitig decodieren kann und die Einbindung von SDR's ermöglicht.

Herzlichen Dank an Alex VE3NEA, für die Überlassung von CW Skimmer.

Verfasst am 23.12.2014

 

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Bonito AntennaJet ASM-300

Die Firma Bonito ist immer wieder gut für innovative Software und Geräte. So ist anfangs 2014 der AntennaJet ASM-300 erschienen.Das Gerät ist ein Antennenschalter mit erweiterter Funktion und wird per Computer gesteuert. Es ist möglich, den ASM-300 als normalen Antennenschalter oder als Antennenmixer zu betreiben. Als Erweiterung wurde das kombinieren der drei Antenneneingänge per Softwareanwahl realisiert. Man hat die Möglichkeit, die Signale von bis zu drei Antennen auf einen Ausgang zu legen. So kann man immer die optimale Kombination auswählen um den bestmöglichen Empfang zu erzielen.

Die Installation der Bedienersoftware geht sehr schnell von der Hand. Das braucht keine zwei Minuten. Versucht habe ich es auf Windows 7 & 8. Die Bedienung des ASM-300 ist übrigens in die RadioJet- Bedienoberfläche integriert und lässt sich frei programmieren. Zu jeder Frequenz kann man die optimale Antennenkombination wählen und abspeichern. Das Gerät schaltet also beim Frequenzwechsel automatisch in die vorgängig abgespeicherte Antennenkombination. Für RadioJet- User eine tolle Erweiterung, die es so nur in der Profiwelt gibt. Ich habe aber nur die Software ausprobiert die auf CD mit dem ASM-300 ausgeliefert wird.

Der ASM-300 eröffnet neue Möglichkeiten. Insbesondere, wenn man mit Richtantennen wie magnetischen Loop's arbeitet. Da ich zwei nicht drehbare Loopantennen habe, habe ich die eine in Richtung Nord-Süd, die andere nach Ost-West gerichtet. Beide Loop's werden an den ASM-300 angeschlossen. Jetzt habe ich die Möglichkeit, entweder die eine oder die andere Loop anzuwählen. Und für den Rundum- Empfang, schalte ich einfach beide Loop's zusammen auf den Ausgang. Das ist ganz besonders auf LW & MW ein grosser Vorteil, weil in diesen Frequenzbereichen die Loop's Richtempfang bieten. Ich habe dieses Gerät eine Woche lang probiert. Selbstverständlich, da der ASM-300 nur über Software gesteuert wird, habe ich meinen Perseus SDR benutzt. Mit der Möglichkeit, Signale von zwei oder drei Antennen gleichphasig zu nutzen, konnte der Empfang oft verbessert werden, auch auf Kurzwelle.

Aber der ASM-300 hat auch seine Schattenseiten! Er lässt sich nur über den PC oder Notebook steuern. Für Nutzer herkömmlicher Tischgeräte ist eine Bedienung über den Computer sehr mühsam. Der Hersteller sollte sich Gedanken machen, wie der ASM-300 auch ohne Computer zu steuern wäre! Vielleicht über ein Hardwareupate mit Drucktastern an der Frontplatte des Gerätes oder über ein zusätzliches, über USB anschliessbares Kästchen mit Tastern.

Geliefert wird der ASM-300 mit einem qualitativ guten USB- Kabel, einer CD mit der Software und die Anleitung.

Der AntennaJet ASM-300 ist ein innovatives Gerät im Hobbysektor. Bis jetzt waren solche Möglichkeiten nur den Profis vorbehalten. Leider ist es nicht günstig.

Vielen Dank an Dennis Walter von Bonito für die Ausleihe des AntennaJets ASM-300.

Bezugquelle & technische Daten: Bonito

Verfasst am 26.01.2014

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NTi- DiRa Splitt 300

Seit einigen Jahren stellt die Firma NTi mit Sitz in Lörrach, Funktechnische Produkte her. NTi war in der Kurzwellenhörer- Szene kaum bekannt. Bis Dipl. Ing. Rudolf Ille den PC gesteuerten DRB30 präsentierte. Von da an wurde die Hörer- Szene auf die kleine deutsche Firma an der Schweizer Grenze aufmerksam. Im laufe der Zeit kamen ein paar interessante Blackbox- Empfänger, also nur über PC steuerbar, von NTi. Darunter auch der bekannte RadioJet. Dieser wird bei NTi hergestellt. Die Steuersoftware programmiert die Firma Bonito. Denn ohne gute Software ist auch der teuerste Blackbox nur die halbe Miete. Seit ein paar Wochen ist nun ein Antennensplitter von NTi erhältlich, der DiRa Splitt 300. Dieser Splitter deckt den Bereich von 9khz - 300Mhz ab. Es besitzt einen Antenneneingang und drei Ausgänge, an denen die Empfänger angeschlossen werden. Um die Dämpfung langer Antennenzuleitungen und um Verteilverluste zu kompensieren, wird das Signal praktisch ohne Rauschzuwachs verstärkt. Der Splitter ist zusätzlich mit einer Schutzschaltung ausgerüstet, die gegen Überspannungen schützt. Betrieben wird das Gerät mit 5V über die USB- Buchse. Es kann an den PC/Notebook oder an ein 5V- Steckernetzteil angeschlossen werden. Letzterer sollte von guter Qualität sein, sonst handelt man sich Störungen auf den HF- Bändern ein. Ich habe den DiRa Splitt 300 seit einigen Tagen in Betrieb und konnte das Gerät von 9khz - 108Mhz testen. Höhere Frequenzen konnte ich leider mangels geeignetem Empfänger und Antenne nicht testen.

Der Splitter funktioniert tadellos. Ich habe zwei bis drei Empfänger daran angehängt ohne irgendwelche Probleme bemerkt zu haben. Die Empfänger beeinflussen sich nicht gegenseitig. Grosssignaleffekte wurden keine bemerkt, obwohl recht leistungsfähige Antennen zum Einsatz kamen.

Rundum ein sehr empfehlenswertes Zubehör, sollte man mehrere Empfänger an einer Antenne betreiben wollen, ohne ständig die Kabel umhängen zu müssen.

Herzlichen Dank an Herrn Ille für die Ausleihe des DiRa Splitt 300.

Bezugquelle: NTi

Verfasst am 10.12.2013

 
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Elad ASA15 vs. NTi DiRa Splitt 300

Da ich noch den Elad ASA15 besitze, auch ein Antennensplitter, bot sich ein Splittervergleich mit dem NTi DiRa Splitt 300 an. Doch wie vergleicht man zwei Antennensplitter? Wie bietet man den beiden Splittern möglichst dieselben Bedingungen? Unten ein Bild der Vergleichskonfiguration.

Ich habe zwei Tage lang Kreuz und Quer über die Bänder gehorcht und dabei das Rausch- und Verstärkungsverhalten beider Splitter beobachtet. Als Empfänger diente mir der Reuter RDR50C, der ein sehr geringes Eigenrauschen hat und über ein genaues S-Meter verfügt. Leider war das eine ziemlich langweilige Angelegenheit, weil die beiden Splitter kein Anlass zur Kritik gaben. Es konnten keine nennenswerten Unterschiede festgestellt werden. Lediglich der Elad ASA15 rauschte um 28Mhz herum etwa 1dBm mehr als der DiRa Splitt 300. Also praktisch gesehen nicht der Rede wert.

Die Frequenzbereiche der beiden Splitter:

NTi DiRa Splitt 300:

  • 9KHz - 300Mhz

  • VLF, LW, MW, KW, 6m Amateurfunkband, UKW Rundfunkband, Flugfunkbereich, 137Mhz-Wettersatellitenband, 2m-Amateurfunkband und das DAB/DAB+ Band(Schweiz 170 - 240Mhz).

Elad ASA15:

  • 9KHz - 70Mhz

  • VLF, LW, MW, KW, 6m Amateurfunkband

Fazit:

Der NTi DiRa Splitt 300 bietet einen grossen Frequenzbereich, der UKW DX'er und Besitzer von Breitbandempfängern interessieren dürfte. Es lassen sich bis zu drei Empfänger anschliessen. Die Betriebsspannung von 5V erhält er über die USB-Buchse, entweder vom PC/Notebook oder über ein 5V- Steckernetzteil.

Der Elad ASA15 bietet fünf separate Zusatzverstärker und einen Abschwächer. Es lassen sich bis zu fünf Empfänger anschliessen. Die Betriebsspannung von 11-16V erhält er über die Hohlstecker-Buchse von einem externen Netzgerät.

Alles in allem zwei sehr nützliche Zusatzgeräte wenn man mehrere Empfänger an einer Antenne betreibt.

Bezugquellen: NTi - ELAD

Vorteile eines aktiven Splitters

-Ein Aktivsplitter hat eine hohe Rückwärtsisolation. Störungen, die allenfalls durch einen Empfänger verursacht werden, können weitestgehend nicht zur Antenne gelangen oder andere daran angeschlossene Empfänger stören. Ein nicht zu unterschätzender Punkt in der heutigen Zeit, denn gerade SDR's produzieren selbst teils immense Störungen.

-Verluste durch lange Antennenzuleitungen und Verteilverluste werden durch sehr Rauscharme Verstärker ausgeglichen.

Nachteile eines aktiven Splitters

Durch sehr leistungsfähige Antennen können die Verstärker im Antennensplitter übersteuern und Grosssignalstörungen hervorrufen. Das können erhöhtes Rauschen, Signalgemische oder Geisterstationen sein.

 

Verfasst am 09.12.2013

 
 
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Profi- Kopfhörer David Clark 10S/DC

In der SWL & Amateurfunkszene sind die Headset's und Kopfhörer von David Clark ziemlich unbekannt. Gesehen hat man sie aber sicher schon mal in Filmen in der Kommunikation in einem Helikopter oder Flugzeug vorkommt. Denn die Headset's von David Clark werden vorwiegend in der Luftfahrt und beim Militär benutzt oder überall dort wo in lärmender Umgebung kommuniziert wird. Das David Clark auch Stereokopfhörer für reine Höranwendungen anbietet, dürfte noch weniger bekannt sein. Was zeichnet dieser Kopfhörer aus? Es ist schwer, robust gebaut, hat eine tolle Wiedergabe und ist extrem Schallisoliert. Hat man ihn auf, ist man Augenblicklich für sich. Die Schalldämmung beträgt 23db. Ideal für DX-Camps und auch für Zuhause, sollten die Kinder wieder mal durchs Haus brausen. Ein Kollege aus den USA brachte mir diesen Kopfhörer mit. Hierzulande sind diese nur sehr schwer zu bekommen. Man kann sie aber auch direkt beim Hersteller bestellen. Der 10S/DC kostet etwa 200$US. Ich konnte den Kopfhörer knapp drei Wochen lang testen und bin vom Tragekomfort positiv überrascht. Trotz des Gewichtes von 480g, ist er sehr angenehm zu tragen. Das ist den Gel- Ohrpolstern zu verdanken die sich sehr gut ums Ohr schmiegen. Klar, mein Hi-Fi Kopfhörer Sennheiser HD555 (270g) den ich davor benutzt habe, ist wesentlich leichter und auch angenehmer zu tragen. Hat man sich aber an das Gewicht gewöhnt, will man den 10S/DC nicht mehr missen. Ein grosser Pluspunkt ist die Wiedergabe des Audiosignals. Der in Stereo ausgeführte 10S/DC ist auf Sprachübertragung optimiert und in Kombination mit der exzellenten Schallisolierung ist er für stundenlanges DX geradezu prädestiniert. Einzig die beiden grob- rastenden Lautstärkeregler an den Ohrmuscheln könnten Nichtrastend sein.

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Verfasst am 10.05.2013

 
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HDSDR - Kontrollsoftware

Um das Jahr 2006 hat der Funkamateur Jeffrey Pawlan (WA6KBL) das Projekt "Winrad" zum Leben erweckt, um für jedermann eine kostenlose SDR- Software mit guter Performance bieten zu können. Weil er selber nicht programmieren konnte, wurde er von Alberto di Bene (I2PHD) unterstützt, der Winrad dann auch programmierte. Im Jahr 2008 ging Alberto in Rente und beendete die Programmierarbeit an Winrad. So wurde dann der Quellcode von Winrad als Public-Domain veröffentlicht. Das bedeutet, es wurde frei zugänglich. Hier beginnt die eigentliche Geschichte von HDSDR. Mario Täubel nahm sich der Herausforderung an und veröffentlichte etwas später das neue "WinradHD". Alles lief wunderbar, WinradHD wurde schnell zum Renner unter den kostenlosen SDR- Programmen. Doch plötzlich gab es Meinungsverschiedenheiten mit Winradio, ein australischer Hersteller von Kommunikationsempfängern und SDR's. Der Name "WinradHD" war dem Namen "Winradio" zu ähnlich. Um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden wurde das Programm umgetauft zu "HDSDR".
HDSDR ist in der Lage die meisten SDR's im Hobbybereich zu steuern (interessanterweise ist auch Winradio darunter). Es besteht auch die Möglichkeit mit HDSDR zu senden. Aber darauf wollen wir hier nicht eingehen. Die Möglichkeiten und die Qualitäten die HDSDR bietet, sind manchen Originalprogramm überlegen. Das Programm lässt sich nahezu an alle Gegebenheiten anpassen und einstellen.
 
Die wichtigsten Funktionen:

  • Skalierbares Spektrum- und Wasserfallanzeige
  • HF & Audio Spektrum zoombar mit Auflösung bis 0,2Hz
  • Geschwindigkeit des Wasserfalls in weiten Grenzen einstellbar
  • Alle wichtigen Demodulationsarten; AM, ECSS mit wählbaren Seitenbändern, LSB, USB, CW mit speziellen Einstellungen, FM, DRM mit externem Decoder
  • Direkte Frequenzeingabe über Tastatur oder mit der Maus
  • Stufenlose Audio- Bandbreiteneinstellung
  • Viele Frequenz- Abstimmschritte einstellbar
  • 10x regelbare Notchfilter
  • Effektive Rauschunterdrückung (NR)
  • Squelch (Rauschsperre)
  • Noiseblanker (NB)
  • Stufenlos einstellbare Bandpassfilter
  • IF & AF Recorder mit Zeitsteuerung
  • Frequenzmanager für Eibi- Listen, vordefinierte Bandlisten, Userliste
  • Als reiner Audiofilter einsetzbar für analoge Empfänger

Die meisten Leser dieser Webseiten werden HDSDR wahrscheinlich schon kennen oder sogar im täglichen Einsatz haben. Denn, es ist die mit Abstand beste und kostenlose SDR- Software! Ich habe meine Vergleiche mit dem Perseus SDR und seiner Originalsoftware gemacht. Die Perseus GUI* ist an Einfachheit wohl nicht zu übertreffen. Sie ist übersichtlich und bietet das wichtigste was der Hörer so braucht. Leider ist das Spektrum und der Wasserfall nicht skalierbar. Hat man einen grossen Bildschirm, wirkt die Perseus GUI sehr klein. Hier ist HDSDR klar besser. Das ganze lässt sich auf Bildschirmgrösse skalieren. Die Perseus GUI kann AM- Synchron leider nur mit Doppelseitenband, es lassen sich nicht die Bänder einzeln anwählen. Auch hier ist HDSDR klar überlegen. Es lassen sich DSB, LSB, USB anwählen. Dies sogar mit AFC( Automatic Frequency Control). Das bedeutet, das sich die Software selbstständig die Trägermitte sucht. Bei der Perseus GUI lassen sich die Bandbreitenfilter mit sieben Buttons grob setzen und mit dem Mausrad fein einstellen. Mit HDSDR lässt sich das einfacher und feinfühliger machen, weil das Bandbreiten- Einstellfenster wesentlich grösser ist. Die Speicherfunktion- und Anzeige der Perseus GUI sind als sehr praktisch zu bezeichnen. Es können die HFCC, Eibi und zwei andere Listen angezeigt werden. Zudem verfügt Perseus über eine nette Funktion, die Sendernamen- Anzeige. Hier werden zur Frequenz die Sender in der Liste angezeigt die gerade senden. Eine sehr praktische Sache. So muss nicht sofort zum Frequenzbuch gegriffen werden. Diese Funktion bietet HDSDR leider nicht. Die Spektrumanzeige/Wasserfall des Perseus ist ganz nett und reagiert auch schnell bei Änderungen der Frequenz. HDSDR glänzt hier wieder mit vielen Einstellmöglichkeiten und sehr guter Reaktionszeit. Die Farbgebung des Spektrum/Wasserfalls ist ganz einfach Klasse! Nur die Schieberegler zur Einstellung der ganzen Geschichte sind sehr klein ausgefallen. Nicht zuletzt möchte ich die 10 Notchfilter erwähnen die man manuell setzen kann. Perseus bietet gerade mal einen. Auch die Rauschunterdrückung (NR) funktionert wesentlich besser als bei der Perseus GUI. Wo sich HDSDR klar geschlagen geben muss ist beim Noiseblanker (NB). Der Perseus- NB ist in jeder Hinsicht besser Regelbar und filtert Impulsartige Störungen zuverlässig aus. Die "LO"- Frequenzanzeige von HDSDR ist eine verwirrende Sache und sollte unbedingt ausblendbar sein. Sieht man sich die heutigen SDR- Programme an, keines hat sowas. Zumindest nicht Vordergründig. Ein grosses Manko ist die fehlende Bedienungsanleitung! Derjenige, der sich nicht gut mit den Funktionen auskennt, kommt ganz schön ins schwimmen.

HDSDR bietet noch sehr viele Einstellmöglichkeiten die ich hier nicht alle erwähnen kann. Es ist ja so konstruiert, um viele SDR's steuern zu können.

Das Empfangsverhalten verglichen mit der Perseus GUI ist weitgehend gleich gut. Obwohl HDSDR etwas weniger rauscht, ist die Verständlichkeit bei der Perseus GUI eine Spur besser bei sehr schwachen Signalen.

Zum Schluss will ich noch eine Anmerkung zur optischen Darstellung der Programmoberfläche loswerden. HDSDR verdient sein eigenes Gesicht! Es lehnt sich immer noch voll an Winrad an, obwohl es ein eigenständiges Programm ist. Daher ein Apell an die Programmierer von HDSDR: Gebt HDSDR ein eigenes Gesicht. Es wirkt altbacken. Auch wenn es etwas Bieder daherkommt, ist HDSDR das kostenlose Kontrollprogramm für viele SDR's. 

Danke für das tolle Programm!!!

HDSDR Homepage

*GUI = Graphical User Interface = Benutzeroberfläche

Verfasst am 23.02.2013

 

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Timewave ANC-4

Seit Fernseher, Computer und Unterhaltungselektronik Einzug in unser Zuhause gefunden haben, werden LW, MW & KW Hörer immer mehr durch Störungen geplagt. Oft ist es so, dass man an der Störquellenbehebung scheitert, weil diese beim Nachbarn ist. In den allermeisten Fällen lässt sich nichts ausrichten, weil der Nachbar ja auch Anrecht auf Fernsehen usw. hat. Man kann ihm die Glotze nicht einfach wegnehmen ;-))
Dann hat man ein grosses Problem. Man ist ausgerüstet mit feinster Empfangselektronik, empfängt aber nur Störungen. Einige haben davon gehört, einige haben es mit vollster Zufriedenheit in Betrieb: einen "Signalphaser" oder "Noise Canceler". Beides sind das selbe. Was machen diese Geräte? Das Störsignal, z.B. von einem Plasma Fernseher, wird mit dem selben Störsignal, empfangen durch eine Nebenantenne, Phasenverkehrt überlagert. Somit wird der Störer ausgeblendet. Allerdings, ist das ganze eine recht experimentelle Angelegenheit, weil man mit der Nebenantenne experimentieren muss. Solche Geräte sind auch kein Allerheilsmittel! Aber in einer scheinbar Aussichtslosen Lage können sie einem das Hobby retten!
Ich besitze auch so einen "Phaser", den Timewave ANC-4. Was dieses Gerät auszeichnet ist seine einfache Bedienung und Wirkung. Andere Konkurrenzprodukte haben wesentlich mehr Knöpfe und Regler dran, was ein abstimmen deutlich erschwert. Heisst aber nicht das diese schlechter sind! Gekauft habe ich dieses Gerät, weil ich vor einiger Zeit auch vor so einem Problem stand. Wahrscheinlich hat jemand in der Nachbarschaft irgend ein elektronisches Gerät gekauft, und störte den Empfang auf MW & KW. Nach ein paar Tagen des Rumprobierens, hatte ich die richtige Antennenlänge und Position von dieser. So konnte ich die Störer einfach wegblenden und wieder meiner Passion nachgehen.
Wie oben schon erwähnt: Ein Allerheilsmittel ist es nicht. PLC (Powerline, Internet über die Steckdose) kann man nicht gut ausblenden, wenn es zu nahe ist. Bei mir konnte ich einen PLC-Störer erfolgreich dämpfen, der etwa 200m weit entfernt war. Die beste Methode die Störung zu eliminieren ist; Die Störquelle lokalisieren und den Besitzer mit viel höflicher Überzeugungskraft zum Wechsel auf W-Lan bewegen. Eine andere Möglichkeit, allerdings nur in Härtefällen anzuwenden, ist der Weg über die Telekommunikationsbehörde. Hier in der Schweiz ist das die Bakom. Die werden dann den Störer unter die Lupe nehmen und die notwendigen Schritte einleiten.
Ein tolle Erfindung diese Phaser. Man kann fast sagen: der Retter in der Not!
Audiobeispiele werde ich demnächst aufschalten.

Verfasst am 20.05.2012

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Auf diesem Video ist die Wirkung des ANC-4 zu hören.

 

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Zorns Lemma 11.4

Zorns Lemma ist ein universelles Empfangs- Entschlüsselungs- und Informationssoftware für Funkamateure, Kurz- und Langwellenhörer oder für all diejenigen, die am Wettergeschehen interessiert sind.

Die Entstehungsgeschichte von "Zorns Lemma"

(Zitat von Ulrich Neuber, Entwickler von ZL)
Der etwas ungewöhnliche Name Zorns Lemma kam zustande, als ich mir zu Ende der 80ziger Jahre überlegte, wie man die zahlreichen Rtty-Sender auf Kurzwelle mit 5-Gruppen Synop Code in Echtzeit übersetzen könnte . Als (Ex-)Mathematiker hatte ich eine Parallelle zu diesem Lehrsatz aus der Mengenlehre "Zorns Lemma"gesehen.
Die erste Version kam 1989 raus, wegen der Echtzeitübersetzung in Assembler und alles natürlich nur für DOS-Rechner. Damals gab es zahlreiche Sender mit synoptischen Wetterdaten in 50, 75 und 100 Baud rund um den Globus. Mit der sog. Herkules- Graphikkarte kam Fax dazu, dann auch Morsedekodierung, Fec und andere verschlüsselte digitale Betriebsarten.

Die Abbildung der übersetzten Meldungen an die geographische korrekte Position auf einer Karte ist eine recht komplexe rechnerische Angelegenheit, denn die Projektion der Landkarte (Lambert, Zylinder, Kegel etc. ) muss in die kartesischen Koordinaten des Bildschirms transformiert werden.
Meine Kenntnisse kamen mir auch bei der Berechnung und Darstellung der Isobaren zugute, beruht auf einer Veröffentlichung des japanischen Mathematikers Akima, da die Rechner immer schneller wurden , konnte das auch implementiert werden.
Nach der DOS-Version kam dann die erste Windows Version ( ZL10.0) im Jahr 2000, Programm nun vollständig in Visual C++. Die graphische Oberfläche konnte nun zügig ausgebaut werden und ich durfte die Karten aus dem bei uns ganz klassischen Schulatlas "Diercke" benutzen, was das Programm bunt und attraktiv machte.
Da die Wettersender mit synoptischen Daten nach und nach weniger wurden, und die synoptischen Daten auf grossen Servern in den USA oder auch in Europa lagen, wurde also das Internet aktiviert, so dass für den Benutzer eine komfortable Möglichkeit durch automatisierten Download mit anschliessender Übersetzung der Daten zur Verfügung stand.

Was kann Zorns Lemma?
"ZL" decodiert, synoptische Daten der Wetterdienste DWD usw., und stellt diese mit Icons auf einer geografischen Karte dar. Diese Daten können entweder mit einem SSB- tauglichen Welt- oder Kurzwellenempfänger empfangen werden, oder die Daten lassen sich über Internet abrufen und auf einer geografischen Karte darstellen. Zudem ist "ZL" in der Lage RTTY, Navtex, CW und Fax Aussendungen zu decodieren.
Zorns Lemma wird ab der gelieferten CD installiert. ZL läuft auf Windows XP, Windows 7 32 & 64bit. Die Installation geht fast reibungslos von statten. Ich empfehle die Datei vcredist_x86.exe vor der eigentlichen Installation auszuführen. Diese befindet sich auf der ZL 11.4 - CD. Ich habe ZL auf drei Rechnern installiert, und musste die besagte Datei zuerst installieren, weil die ZL Installation immer wieder abbrach. Ist ZL fertig installiert, geht alles sehr schnell. Den Lautsprecherausgang des SSB- Empfängers mit dem Line-in oder Mic-in des PC's verbinden, ZL starten, die gewünschte Betriebsart wählen und schon wird decodiert.
Es macht richtig Spass mit "ZL" zu arbeiten. Das Programm ist übersichtlich aufgebaut, so dass man nur selten auf die Bedienungsanleitung zurückgreifen muss. Vorallem die Decodierung des Synopcodes und die Visualisierung der decodierten Daten auf den geografischen Karten ist die Stärke von "ZL". Die Decodierung von Navtex, RTTY, CW & Fax funktionieren auch recht gut, wobei der Empfang von diesen Verfahren etwas an Erfahrung voraussetzt. Greift man aber auf die Bedienungsanleitung zurück, wird man schnell Faxbilder oder Navtexmeldungen usw. auf den Monitor zaubern können. Alles andere hier vorzustellen würde den Rahmen einer Kurzvorstellung sprengen.
Für Wetterinteressierte, SWL's und auch Funkamateure ist Zorns Lemma fast ein muss! Für 39€ erhält man eine Decodiersoftware die Ihresgleichen sucht. Mir ist kein anderes Programm bekannt, dass Synopdaten visuell auf geografische Karten anzeigt.

Tolles Programm zu einen "SWL- freundlichen" Preis.
Weiterführende Detailinfos sind auf der Homepage von Zorns Lemma zu entnehmen. www.wettermonitor.de

Vielen Dank an Ulrich Neuber DL3ZAS für die Überlassung des Programms.
Herkunft der geografischen Karten: Westermann-Verlag Braunschweig
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Klang des Empfängers verbessern

Wer kennt das nicht? Man kauft sich einen neuen oder einen gebrauchten Empfänger. Klar, vor dem Kauf hat man sich im Internet oder in den bekannten Weltempfänger- Testbüchern gründlich informiert, ob das neue Gerät die Erwartungen erfüllen wird. Nach all den positiven Bewertungen die man gelesen hat, muss der neue Empfänger einfach der Hammer sein! Die Erwartungen sind dementsprechend hoch! Später steht er endlich auf dem Tisch. Es geht nicht lange, merkt man, dass etwas nicht so toll ist, nämlich der Klang. Dieser wird in den wenigsten Fällen von den Testern bewertet! Er ist entweder mufflig/dumpf, oder so grell, so dass einem nach einer Stunde die Ohren weh tun. Nun, was kann man dagegen machen? Da gibt es diverse Möglichkeiten. Einige SWL's greifen zur Bleihammermethode und lassen den Empfänger modifizieren. Andere versuchen mit Zusatzgeräten Herr der Lage zu werden. Diese Möglichkeit will ich hier vorstellen. Grund dafür war mein letzter Kauf eines Icom IC-R75. Der R75 ist in der Tat eines der besten analogen Kurzwellenempfänger im Hobbysegment der noch Neu zu kaufen ist. Allerdings nur in den USA, Kanada usw. Nicht aber in Europa! Ich kaufte meinen R75 über Ebay aus den USA. Leider hat der R75 einen Basslastigen, dumpfen Klang. Warum? Der Audiofrequenzgang wird durch einen Tiefpass bei 3khz beschnitten. In SSB mag dies noch gehen, aber in der Betriebsart AM klingt das ganze ziemlich dumpf. Ich wollte zuerst das Gerät modifizieren. Das habe ich dann aber sein lassen, weil der R75 komplett in SMD (Surface Mounted Device) aufgebaut ist. Die Teile sind so klein, so dass nur mit Spezialwerkzeug gearbeitet werden kann. So entschied ich mich für einen anderen Weg. Mir fiel ein, dass ich noch einen Equalizer in der Dachkammer hatte. Diesen schnell geholt, angeschlossen und... Problem beseitigt! Durch den 9- Band Equalizer lässt sich der Frequenzgang zufriedenstellend anpassen. Das lässt sich natürlich mit jedem anderen RX auch machen. Sogar der notorisch Grell klingende JRC NRD545 DSP konnte so etwas entschärft werden.
Verwendet habe ich den Equalizer Behringer FBQ800. Es können selbstverständlich auch andere Modelle verwendet werden. Ich kann diese Methode wirklich empfehlen!
Hier zwei Audiobeispiele vom Icom IC-R75, mit und ohne Equalizer.

Sekunde 0-10 ohne EQ
Sekunde 10-20 mit EQ

Icom IC-R75 Audio-6005khz-AM
Icom IC-R75 Audio-8734khz-USB

 

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Testbericht des Reuter RDR54

Testbericht RDR54
Danke an Thomas Brunner

 

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Perseus SDR Remote

Viele Kurzwellenhörer kennen ihn, wenige besitzen ihn. Seih es aus Kostengründen, ungewohnte Bedienung über den PC, oder einfach weil man denkt es seih zu kompliziert. Doch seit kurzem gibt es die Möglichkeit den Perseus SDR zu probieren, bevor man sich in Unkosten stürzt. Man zapft über Internet einfach einen Perseus SDR eines anderen SWL's an. Das ist wirklich einfach, wenn man die folgende Anleitung befolgt.

Den Perseus den man anzapft kann irgendwo auf der Welt sein. Man kann also praktisch in Echtzeit hören, was am anderen ende der Welt so läuft.

Anleitung

1. Runterladen der Software > Hier und gehe zu Perseus Control Software.

2. Entpacken der Datei "PerseusV41a"

3. Im entpackten Ordner die Datei "perseus" Doppelklicken. Am besten macht man sich gleich eine Verknüpfung auf's Desktop.

4. Die Meldung unten erscheint. Einen Häckchen links ins Viereck einklicken.

5. Die Meldung unten erscheint. Auf "Abbrechen" klicken um ins Demo- Modus zu gelangen.

6. Die Meldung unten erscheint. Ok klicken.

7. Die Perseus Bedienoberfläche erscheint.

8. Oben links in der Bedienoberfläche dieses Zeichen anklicken. Die Meldung unten erscheint. Dann auf "Network Settings" klicken.

9. Die Meldung unten erscheint. Hier den eigenen Rufnamen reinschreiben. Im Feld "Client UDP Port" nichts verändern. Bei Longitude & Latitude    kann man seine Koordinaten eingeben. Auf dieser Karte kann man sie rausfinden: http://f6fvy.free.fr/qthLocator/fullScreen.php  Dann OK klicken.

10. Unten Links in der Bediensoftware bei Input Select auf "Net" klicken. Dann auf "Addr" klicken.

11. Es erscheint die Weltkarte mit den in Betrieb befindlichen Perseus SDR's. Einen beliebigen Ort Heranzoomen und dann den gewünschten Perseus anklicken und unten rechts auf der Karte mit "OK" bestätigen. Wahrscheinlich wird sich die Firewall melden. Das Programm "Perseus.exe" immer zulassen. Und schon wird man verbunden mit dem Perseus, wenn alles richtig eingestellt ist.

12. Dann erscheint wieder die Perseus Bedienoberfläche verbunden mit dem gewünschten Perseus. Unten zu sehen, verbunden mit einem Perseus in Japan. Das "Network Messages" Fenster kann man wegklicken oder zur Seite schieben. Nun kann man alle Funktionen nutzen. Ausser die DRM und User werden nicht funktionieren, weil die erforderliche Konfiguration nicht gemacht ist.

13. Sicher wird es Fälle geben, in der es nicht sofort funktionieren wird. Wenn man seinen PC oder Notebook über einen Router ans Internet angeschlossen hat! Dann muss beim Router der Port UDP 8014 freigegeben werden. Für jemand der sich nicht gut auskennt mit solchen Sachen wird es leider nicht einfach. Eine detaillierte Anleitung dazu ist leider schwierig zu schreiben, weil jeder Router anders in der Konfiguration ist. Aber nicht verzagen! Um den Perseus SDR zu probieren, kann man den Router umgehen, und den PC / Notebook direkt ans Internet anschliessen. Einfach das Kabel das in den Router reingeht direkt an den PC / Notebook anschliessen, allenfalls den PC / Notebook neu starten und nochmals versuchen. Dann sollte es klappen. Ich hatte anfangs das selbe Problem. So hat es dann funktioniert. Allerdings können auch andere Probleme auftreten, z.B. wenn ältere Perseustreiber noch installiert sind. Dann kann es womöglich auch nicht klappen. In so einem Fall sollte man alle Perseustreiber deinstallieren. Das habe ich aber vom "Hörensagen". Auf meinem PC & Notebook klappte alles auf Anhieb.

Jetzt kann man den Perseus 2 Monate lang probieren und entscheiden ob es das richtige Gerät ist. Ich jedenfalls kann ihn nur empfehlen.

 

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Liste der Kurzwellenbänder

Nicht jeder Kurzwellenhörer, ob er Rundfunk oder Amateurfunk hört, kann sich die Kurzwellenbänder und die dazugehörigen Frequenzen merken.

Hier eine Gedächtnisstütze.

Kann als PDF- Datei runtergeladen und dann ausgedruckt werden.

Für Download rechte Maustaste auf's Bild und dann "Speichern unter" klicken.

Oder als PDF öffnen auf das Bild klicken.

 

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Testbericht des Software Defined Radio "PMSDR"

von Serge Thill

Der PMSDR Empfänger (0,1 - 55 Mhz) ist als Bausatz erhältlich, die meisten Teile sind schon vormontiert es müssen nur noch ein paar Komponenten, wie Quarz und Stecker, eingelötet werden. In einer guten Stunde ist der PMSDR aufgebaut. Man kann ihn mit oder ohne Anzeige bestellen. Die Anzeige liefert viele Informationen: Stand der Firmware und DLL, sowie die Frequenz und Modulationsart. Wenn man die EIBI Frequenzdatenbank nutzt, wird auch der Sender mit angezeigt.

Nun zum Test:
Den PMSDR habe ich an 3 Antennen getestet, an einer Amateurfunk Vertikalantenne für 5 Bänder, an einem Langdraht von 20 Meter und an einem Dipol von einer Länge von etwa 10 Meter. Die beiden ersten Antennen verträgt er nicht so gut, im 41 Meterband übersteuert er in den Abendstunden und macht den Griff zum Preselector notwendig, dann bekommt man es gut in den Griff, das Übersteuern ist aber nicht so schlimm wie beim VR5000. Am 10 Meter Dipol funktioniert er sehr gut: kein Übersteuern. Im direkten Vergleich mit einem ICOM PCR-1500 schlägt er sich gar nicht so schlecht, beide empfangen gleich gut, auf den höheren Frequenzen über 14 Mhz ist das Signal beim ICOM leicht besser, aber er bringt auch mehr Rauschen. Er klingt sehr gut und mit der Software WinradHD lässt sich der PMSDR wunderbar bedienen, Frequenz und Bandbreite alles mit einem Mausklick. DRM Empfang geht natürlich auch mit DREAM sehr gut.

Fazit, für einen Preis von etwas weniger als 200 € ohne Display, bringt das kleine Gerät erstaunliche Leistung. Es steckt noch viel Potential in diesem kleinen Empfänger. Die Firmware, Steuersoftware und DLL‘s werden auch regelmässig vom Entwickler auf den neusten Stand gebracht.

ps. Eine gute Soundkarte hilft, heute haben ja schon fast alle PCs meist eine gute eingebaut.

 

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EKD 315 - Erfahrungsbericht (von 1995)

von Ralf Helsper
Kommentiert von Bruno Schubarth

Seit fast drei Jahren besitze ich nun den RFT-EKD 315. Ich fragte mich selbst; Was hat es gebracht, anstelle eines semiprofessionellen DX-Empfängers ein 24 kg schweres Profigerät auf dem Schreibtisch stehen zu haben?
Wenn man sich die Preise für einen professionellen Empfänger wie den ICOM R9000, den R&S EK 890 oder neuerdings den Watkins Johnson HF- 1000 ansieht, so kommt man schnell an die Grenzen des finanziell Möglichen. Der Erwerb eines solchen Gerätes ist nun ja auch nicht unbedingt notwendig, um gute Empfangsergebnisse vorweisen zu können.
Nun aber zur Empfangspraxis des Köpenick Empfängers. Die technischen Daten verheißen eigentlich nur Gutes. Der 315er ist auf optimale Sprachverständlichkeit getrimmt. Der ECSS- Empfang ist die Stärke des Gerätes, da der eingebaute Synchrondetektor schwächste Signale erfasst und sehr gut zu Gehör bringt. Zu verdanken ist dies der sehr guten Vorselektion sowie den mechanischen Filtern, im ECSS- Betrieb 2,35 kHz schmal. Da gibt es so manchen Spitzenamateurempfänger, die einen breiten Rauschteppich produzieren bzw. die Serienstreuung der Produktqualität relativ groß ist und einige Geräte Leistungsmässig abfallen.
Das EZ 111, ein Empfängerzusatzgerät im Tischgehäuse, mit seinem 5-stufigen Kurzwellen- Preselektor verbessert nochmals das Großsignalverhalten. Ausserdem können daran vier 50 Ohm angepasste Antennen angeschlossen werden, was sehr praktisch für den Anschluss verschiedener Antennentypen sein kann. Durch eine hohe Empfindlichkeit im Langwellen- und Mittelwellenbereich ist der EKD dort uneingeschränkt DX-tauglich. Im Amateurbereich sind eigentlich nur die Geräte der Firma Lowe auf Langwelle und Mittelwelle erstklassig, die japanischen Anbieter behandeln diese Frequenzbereiche weiterhin stiefmütterlich. - so, als wenn sich "dort unten" nichts abspielen würde ...
Auf der Kurzwelle könnte die Empfindlichkeit meiner Meinung nach etwas höher sein. Sicher wurde das Gerät in der damaligen DDR an entsprechend leistungsfähigen Antennenanlagen betrieben. Hier sind aber manche "DX-Maschinen" bei Verwendung kürzerer Langdrahtantennen leicht überlegen. Sicher ist dies aber auch eine subjektive Feststellung. Die KAA 1000 Aktivantenne vom Funkwerk Köpenick ist wiederum bis 20 m langem Langdraht oft ebenbürtig, im unteren Frequenzbereich teilweise hörbar überlegen. Natürlich nur solange Störungen das Dxen

nicht generell beeinträchtigen. Auch eine magnetische Antenne arbeitet erstaunlich gut mit dem EKD 315 zusammen. Das habe ich bei wochenlangen Testreihen der drei genannten Antennentypen feststellen können. Zeitgemäße Technik bedeutet allgemein auch Notchfilter und Passband-Tuning (PBT). Beider wird am EKD 315 vermisst. Aber ein externes NF-Filter wie das Dierking GD82NF hilft, grössere Störungen zu beseitigen. Das PBT ist auch nicht unbedingt erforderlich, die sehr gute Trennschärfe und Ruhe des Gerätes entschädigt hierfür. Ein JRC NRD hat vielleicht bei extremen Störungen einen kleinen Vorteil. Ob das Signal aber noch Berichtsreif aufgenommen werden kann ist eine andere Frage. Im Originalzustand verfügt der 315er über zwei sogenannten Schaltwege A und B für den Empfang der unterschiedlichen Seitenbänder. Ausserdem hat das LSB-Filter eine Breite von 3,4 kHz, An seiner statt habe ich ein 2,35-kHz-Filter (wie bei USB) einbauen und den Schaltweg B auf A legen lassen. Somit braucht man nur noch am Filterwahlknopf den ECSS- Betrieb einstellen; einfacher geht es dann kaum mehr. Diese Modifikationen möchte ich jedem EKD 315 Besitzer wärmstens empfehlen, die Kosten betragen ca. DM 300.-. Nun hatte ich das Glück, auch andere Geräte wie die Empfänger von Lowe mit dem EKD vergleichen zu können. Auf Mittelwelle und im Tropenband hielt der HF-150 oft mit, manchmal gab er Gehörmässig ein etwas besseres Signal ab. Man sieht also, dass auch beste technische Daten nicht immer gleichbedeutend mit grosser Überlegenheit im praktischen Empfangsbetrieb sein müssen. Dies gilt aber nur für das Rundfunk- DXen. Bei anderen Betriebsarten wie CW ergibt sich ein anderes Bild. Es ist wichtig, wie so oft, gut angepasste Antennen zu verwenden. Wer sich heut einen EKD 315 zulegen möchte, muss mit einem Preis von ca. DM 2000 rechnen, manchmal auch mit etwas mehr. Selten gibt es preisgünstigere Angebote. Problematisch ist dabei die Herkunft der Geräte. Ein EZ 111 ist mit Glück noch für ca. 300 DM erhältlich. Handbücher gibt es meist auf Funkflohmärkten in kopierter Form zu erstehen (sogenannte Erzeugnisunterlagen, das sind praktisch Bedienungs- und Reparaturbücher). Ersatzteile (EL 1 Kiste, Einschubkassetten u.a.) sind meines Wissens kaum noch zu ergattern. Eine Firma (1) bietet aber noch einzelne neuwertige Platinen (z.B. Oszillatoren 1bis 3) zu einem "sehr guten Kurs" an. Die oben schon erwähnte Aktivantenne KAA 1000 dürfte nicht mehr oft auf dem Markt sein; taucht sie irgendwo auf, sollte man zugreifen.
Einen "innerbetrieblichen Schwachpunkt" hat der EKD 315 aber mit Sicherheit: Den Phasenregelkreis 3, der für die Signalumsetzung ZF1 auf ZF2 zuständig ist und den 70MHz- Quarzoszillator integriert hat. Auch Oszillator I könnte aus der Reihe fallen. Es können Haarrisse nach einigen Betriebsjahren auftreten und den Signalweg unterbrechen. Vor einem endgültigen Kauf sollte man den Empfänger also ruhig längere Perioden durchlaufen lassen und das Gerät nicht zu oft in kurzer Zeitspanne an- und ausschalten. Schließlich ist das Schwergewicht für den Dauerbetrieb konzipiert worden.
Persönlich möchte ich sagen, dass der Köpenick Empfänger mit gutem Gewissen empfohlen werden kann, auch für den vielbeschäftigten Programmhörer, der auch zeitweilig DX betreibt. Für diese Anlage sollte man aber einschließlich EZ 111, externem Notch- Filter und guter Antenne etwas über DM 3000 einplanen. Vielleicht doch eine Alternative zu neuwertigen semiprofessionellen Geräten dieser Preisklasse.

Kommentar von Bruno Schubarth am 23.05.2009:

Hallo Fenu,

Habe mich als eifriger Besucher Deiner Web-Site sehr über den Erfahrungsbericht zum EKD-315 von Ralf Helsper gefreut. Solche praxisorientierten Beiträge sind sehr interessant und hilfreich für Besitzer solcher Empfänger oder ambitionierte

Amateure, die solche RX kaufen wollen. Allerdings denke ich mir, dass man einen solche Artikel, der schon 14 Jahre alt ist und in der wwh 5/1995 gedruckt wurde, kommentieren und ergänzen sollte:  Genaue Angaben zu heutigen Preisen auf dem Gebrauchtmarkt kann ich nicht machen. Ich denke aber, dass ein EKD-315 schon für unter 500 Euro zu haben sein wird. Wichtig erscheint mir zu wiederholen, was Ralf Helsper schon geschrieben hatte: Dieser Empfänger wurde in der damaligen DDR für militärische Zwecke entwickelt und gebaut und sollte nicht kurzzeitig hintereinander ein- und ausgeschaltet werden. Er ist für den Dauerbetrieb konzipiert und verträgt im Gegensatz zu moderneren Geräten auch sehr lange Drahtantennen klaglos! Seine absolute Achillesferse ist das sog. Netzausfallrelais NSF 30.1-260. Das war dafür gedacht, den EKD-315 bei Netzausfall sofort an eine 24 Volt Gleichspannung zu schalten und damit den Empfang aufrecht zu erhalten. Wie aus Insiderkreisen bekannt, hat dieses Bauteil eine sehr hohe Ausfallrate. Das ist aber nicht allzu tragisch, da man auch jetzt noch solche Relais als Ersatzteil beschaffen kann (bsw. über k-d.b@t-online.de zum Stückpreis von 9,50 Euro) Es gibt aber auch spezielle "Reparaturhinweise Netzteile der Serie EKD 100, 300, 500 und EZ 100", in denen detailliert die Reparautur beschieben bzw. Verbesserungsvorschläge gemacht werden, durch Einbau von Vorwiderständen, Dioden und einem Kondensator dieses Problem zu beheben. Als Schnellhilfe bietet es sich an, bei durchgebrannter Spule die Relaiskontakte durch mechanisches Fixieren des Ankers zu schließen. Es wird angenommen, dass der häufige Ausfall dieses Relais durch zu strammes Wickeln der Relaisspule (Produktionsfehler) und damit deren Überhitzung zustande kommt.Nichtsdestotrotz kann der EKD-315 auch noch zur jetzigen Zeit weiterhin als sehr guter RX eingestuft und empfohlen werden. Es muß dazu wiederholt werden, dass sein Haupteinsatzgebiet die militärische Kommunikation war und hier das Funkfernschreiben RTTY,  nicht so sehr Sprache und Morsetelegrafie. Dennoch schlägt er sich auch noch in CW und SSB heutzutage hervorragend.  So konnte Albert Kosnopfel in einem Empfangsvergleich zwischen Perseus, Icom IC-R71E und einem RFT EKD 300 feststellen, dass die Sprachverständlichkeit beim Fade-Out eines Signals von AFRTS Hawaii auf 10320kHz bei -108dB, also knapp über dem Rauschen, erst beim Perseus, dann beim IC-R71E und erst zum Schluß beim EKD 300 verloren ging. Das beweist die hervorragende Empfangsqualität dieses Empfängers aus der ehemaligen DDR.

Fazit: Wer genügend Platz auf dem Stationstisch hat, nostalgische RX in Armeegrün mag und  Zeit für einen ausführlichen Test vor dem Kauf mitbringt, ist mit einem EKD-300 oder dem Nachfolgetyp EKD-500 gut beraten. Er bekommt einen Spitzenempfänger!

 

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VFO- Abstimmknöpfe für diverse Empfänger

Oft ist es so, das einem der Original- VFO- Abstimmknopf nicht passt. Von der Ergonomie und vom Aussehen her. Da muss man sich irgendwo einen passenden Knopf beschaffen, was sich als äusserst schwierig gestaltet. Oder so wie bei mir, sich selber einen herstellen. In diesem Falle, habe ich mir für den Lowe HF-235, selbst einen VFO-Knopf aus Aluminium hergestellt. Jetzt macht das Abstimmen noch mehr Spass und ist zudem Feinfühliger.

     

Zum vergrössern auf die Bilder klicken.

 

 

 

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Fernabgestimmte Loop-Antenne für den Kurzwellenempfang

Ein Reiz des Kurzwellen-Hörens besteht für mich in verschiedenen Basteleien mit dem Ziel, noch mehr Signale aus dem Äther zu holen. Die billigsten Empfangsverbesserungen kann man gewöhnlich bei der Antennenanlage vornehmen. Hier stelle ich meine Fernabgestimmte Loopantenne vor. Ihr Funktionsprinzip ist im Internet gut dokumentiert, so dass ich hier nicht speziell darauf eingehe. Nur soviel: Loopantennen – sog. magnetische Loops - nutzen vorwiegend die magnetische Komponente des Feldes und sind daher wesentlich resistenter gegen lokale elektrische Störungen (Bildschirme, Dimmer, …) als elektrische Antennen, was schwache Signale z.T. erst lesbar macht.

Der Drahtaufbau im Nordgiebel meines Dachbodens ist schnell erklärt und fast ebenso schnell gebaut: Die Schwingkreisspule (die Loop) besteht aus einem aufgetrennten Lautsprecherkabel mit grossem Querschnitt und einer Gesamtlänge von ca. 6.5 m. Die beiden Enden sind mit dem Drehkondensator verbunden. Die Koppelschleife, hier weiss, misst etwa 50 cm im Durchmesser; sie wird aus beliebigem Koaxkabel hergestellt. Sie muss in der Ebene der Loop und gegenüber der Abstimmung liegen. Der Link (1) gibt Auskunft über die Beschaltung der Schleife. Ein RG58-Kabel führt zum 50 Ohm-Eingang des Empfängers. Beide Kabel sind am Firstbalken rund 15 cm von der Wand entfernt mit Polyesterseil aufgehängt. Das Loopkabel wird zudem wie in der Skizze unten gezeigt von den Dachsparren abgespannt.

 (1) http://www.knallfunke.de/drm/antennen/index.htm


Aufbauschema. Rot: Loop; grün: Koppelkabel; blau: Motorkabel für Abstimmung(2adrig).

Etwas aufwendiger gestaltete sich die Abstimmung mittels eines kleinen Gleichstrommotors. Die Untersetzungsmechanik war dabei der eigentliche Knackpunkt:

Rechts aussen am Gehäuse, sieht man den Motor samt Grundplatte und zwei Untersetzungsstufen aus einem Kassettenradio. Getriebe und Drehko sind in einem Gehäuse aus Pertinaxplatten untergebracht. Dem Motorgetriebe ist ein Schneckentrieb 60:1 nachgeschaltet. Die Messingwelle des Schneckenrads reibt eine Transmission (Nylonsaite) an, welche dann über das grosse Aluminiumrad die Drehkoachse bewegt. Letzterer ist selbst nochmals untersetzt. Die Transmission sorgt dafür, dass der Antrieb am Anschlag des Drehkos durchdreht – es gibt nämlich keine Rückmeldung, wann dieser erreicht
ist! Mit dieser sehr grossen Untersetzung ergibt sich eine feinfühlige Abstimmung trotz hoher Motordrehzahl. Der Doppeldrehko hat 480+320 pF, die beiden Pakete sind parallel geschaltet. Der Abstimmbereich reicht von 3,2 bis 10 MHz; das durchstimmen des ganzen Bereichs dauert gegen zwei Minuten. Der Abstimmblock ist in Luftpolsterfolie gepackt und liegt auf einer Schaumstoffmatte, damit sich das Motorgeräusch nicht in die Wohnräume überträgt und die Bewohner aus dem Schlaf reisst.

Ich habe mich mehr oder weniger an die Anleitung unter Link (2) gehalten, um den Motor zu schalten. Die Steuerung liegt als kleines Kästchen auf dem Schreibtisch. Ein 12V Steckernetzteil liefert die Spannung, welche über ein altes Telefonkabel mit vier paarweise verlöteten Adern dem Motor zugeführt wird.

(2) http://www.vfo-magazin.de/index.pl/antennenfernsteuerung_mit_motor__xx/2006


Zur Praxis: Vergleichen konnte ich die Dachbodenloop mit einer abstimmbaren 90 cm Loop neben dem Empfänger (und Computer) sowie einer am Dachgiebel montierten Aktivantenne MFJ-1024. Gegenüber der kleinen liefert die grosse Loop einen im Mittel rund 6.5 dB höheren Signalpegel. Zudem ist sie aufgrund ihrer Lage wesentlich ruhiger, was sich in der ungemein verbesserten Lesbarkeit schwächerer Stationen bemerkbar macht. Auch gegenüber der Aktivantenne, welche viel stärker rauscht, verzeichnet sie ganz deutliche Vorteile. Beim Hin- und Herschalten ist der Unterschied drastisch hörbar! Ich kann mit der Antenne eine ganze Reihe neuer Tropenbandstationen hören.
Und der gegenwärtig stärkste Afrikaner, Radio Tschad aus N’Djaména, kam um Neujahr 2008 mit bis zu S9+15 dB herein – in einer Qualität, die ich auf 60m noch nie gehört hatte. Die Abstimmung ist so scharf, dass man auf dem nur 44 kHz breiten Spektrumdisplay des Ciaoradio H101 den Signalbuckel wandern sieht. Fehlabstimmung um mehr als 10-15 kHz hat bereits eine Signaleinbusse zur Folge. Andererseits dauert der Bandwechsel eine kleine Ewigkeit. Das hat zur Folge, dass ich mich einem Frequenzband viel ausführlicher als früher widme, was aber dank sauberer Signale nun auch viel mehr Spass macht. Zugegeben, eine Schnellverstellung wäre dennoch praktisch…Alles in allem aber eine sehr gute und störungsarme Antenne, und dazu die Befriedigung, mit Teilen aus der Bastelkiste - also praktisch zum Nulltarif - eine derartige Steigerung der Empfangsqualität erreicht zu haben. Zur Nachahmung und Verbesserung empfohlen!

Daniel Steiner, Januar 2009

E-Mail: ste2@stafag.ch

 

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JRC NRD535D & Kiwa Modifikation

Der JRC NRD535 gibt es in verschiedenen Varianten. Doch alle haben die gleiche mühsame Eigenschaft. Der dumpfe Klang. Wenn man längere Zeit am Empfänger sitzt und DX macht, wird es sprichwörtlich mühsam mit dem dumpfen Klang. Doch es gibt glücklicherweise findige Elektroniker, die dieser schlechten Eigenschaft dieses sonst exzellenten Empfängers entgegen wirken. Diese Modifikation ist vom amerikanischen "Modifizierer" Kiwa Electronics. Von dort habe ich die entsprechenden Teile kommen lassen. Eingebaut hat sie der versierte und bekannte Jürgen Martens Funktechnik. Nun, der NRD535D klingt jetzt einiges besser und verständlicher. Vor und nach der Modifikation habe ich Aufnahmen von der Deutschen Welle auf 6075khz gemacht. Dies, um den Klangunterschied rauszuhören.Die erste Ansage von DW ist vor der Modifikation und wurde am 7.11.2007 gemacht. Die zweite Ansage von DW ist nach der Modifikation und wurde am 23.11.2007 gemacht. Der Unterschied ist recht gut zu hören. Die zweite Ansage ist deutlich höhenbetonter.

Audiovergleich
 

 

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Die Beurteilung von Kurzwellenempfängern

Mit freundlicher Erlaubnis des VFO- Magazins

Danke an den Autor Markus Tillmann

M.Tillmann 07/99

Der angehende SWL hat irgendwann einmal vor der Frage gestanden: Welchen Kurzwellenempfänger soll mir mein Hobby ermöglichen? Dann geht die Suche los. Testberichte werden gelesen, Erfahrungen von Hobby-Kollegen werden eingeholt. Genauso geht es oft dem SWL, der sich verbessern möchte. Und dann kommt das Übliche: Je mehr man weiß, desto mehr weiß man, was man noch nicht weiß. Die Widersprüche nehmen zu, jeder scheint anderer Meinung zu sein. Und das, obwohl es doch offensichtlich eindeutige Kriterien zur Beurteilung eines Weltempfängers gibt. Diese Kriterien können rein technisch definiert oder auch subjektiv beeinflusst sein. Einige wesentliche, messtechnisch erfassbare Eckdaten sind u.a.:
- Empfindlichkeit
- Trennschärfe
- Frequenzstabilität
- Dynamikbereich
- Kreuzmodulation
- Weitabselektion
- Spiegelfrequenzunterdrückung

Anhand derer ließen sich doch im Grunde die Geräte gut miteinander vergleichen. Scheitern tut das allerdings daran, dass die meisten Publikationen diese Daten nicht oder nur unvollständig veröffentlichen. Zudem wäre ein Vergleich aufgrund von Prospektangaben, die oft auch Fachzeitschriften als Quelle dienen, wenig aussagefähig. Dabei beziehen sich o.g. Eckdaten nämlich zum Teil auf verschiedene physikalischen Einheiten.
Die Empfindlichkeit beispielsweise, angegeben in µV, sind zu verschiedensten Bedingungen ermittelt. Zu berücksichtigen ist nämlich die Bandbreite und Frequenz, bei der die Messung stattfindet. Je schmalbandiger der Empfänger geschaltet ist, um so empfindlicher kann sich der Empfänger zeigen. Das geht soweit, dass manche Hersteller eine schmalbandige Konfiguration für ihre Messungen wählen, die nicht einmal serienmäßig angeboten wird, bestenfalls auf Option.
Bei der Trennschärfe ist vor allem zu berücksichtigen, welche Charakteristik die Filter aufweisen. Insbesondere die Steilflankigkeit ist gefragt. Sie wird ersichtlich aus dem Shape-Faktor, der das Verhältnis zwischen zwei Dämpfungswerten angibt. Z.B. hat ein Filter die Werte 2,4 / 6,0 kHz bei -6 / -60dB. Der Shape- Faktor beträgt hier 6,0 : 2,4, also 2,5. Je kleiner der Shape- Faktor ist, desto steilflankiger und besser ist das Filter. Zu achten ist auf den zweiten dB-Wert, der oft mit -50dB angegeben wird. Eine solche Angabe kann in Prospekten zu besseren Angaben führen, da der Dämpfungswert eine geringere Tiefe aufweisen braucht. Soviel zu den ZF-Filtern, die die NF-Bandbreite bestimmen. Die wirklich effektive Trennschärfe wird aber auch durch die Eingangs- und Weitabselektion beeinflusst.
Angaben zur Frequenzstabilität sollten ebenfalls auf ihren Bezug hin überprüft werden. Es ist sicher kein Geheimnis, ppm in Hz umzurechnen. Berücksichtigt werden muss aber, auf welchen Zeitraum diese Frequenzänderung geschieht. Oft werden Angaben geschönt, indem die Frequenzdrift erst nach einer gewissen Aufwärmzeit angegeben wird, in der bekanntlich die größte Drift erfolgt.
Keine Leistungsangabe eines Empfängers wird derart missbraucht und gleichermaßen missverstanden wie der Dynamikbereich. Immerhin stellt er so etwas wie eine ?Gesamtleistungsfähigkeit? eines Empfängers dar und wirkt sich entscheidend auf die nutzbare Empfindlichkeit aus. Der Zustopfeffekt lässt sich messen durch die Desensibilisierung, die entsteht, wenn Signalspannungen eingespeist werden, welche in gewissem Frequenzabstand zueinander liegen und von dem einer in seinem Pegel soweit erhöht wird, bis eine Sättigung eintritt. Hier wird ein Zustopfen bei manchen Herstellern bei 1dB, bei anderen erst bei 3dB Amplitudenabfall angegeben. Letzteres erlaubt natürlich bessere Angaben für den Dynamikbereich. Während ein Differenzwert gleich einer tatsächlich verwendeten ZF-Bandbreite die realitätsnächsten Werte für den Dynamikbereich ergeben würde, werden die meisten Messungen mit 20, 30 oder gar 50 kHz Differenz gemessen. Damit steigt der dB-Wert des Dynamikbereiches prospektgerecht um bis zu 40dB an. Entscheidend also ist die Angabe der Frequenzdifferenz, mit der der Empfänger bei der Messung beaufschlagt und bis in die Sättigung getrieben wird. Ebenso ist die Vergleichbarkeit der Eingangspegel zu beachten.
Die hier aufgeführten Punkte sind nur Beispiele, die aufzeigen sollen, wie sehr die Beurteilung eines Empfängers von der Deutung einzelner Eckdaten abhängig ist. Um nicht noch weiter ins Detail zu gehen sei gesagt, dass auch bei Angaben zu Kreuzmodulation, der Weitabselektion und z.B. der Spiegelfrequenzdämpfung immer die genauen Messverfahren bekannt sein müssen, um diese Messwerte überhaupt zum Vergleich von Empfängern heranziehen zu können.
Wie kommt es aber, dass trotz vergleichbarer Messwerte (wenn sie es schließlich wirklich wären), die Güte des einen oder anderen Empfängers bei einem Vergleich unterschiedlich bewertet wird. Sicher spielt hier auch das subjektive Hörempfinden ein Rolle.
Da ist beispielsweise der Frequenzgang der NF-Stufe und des Lautsprechers, der dem einen Hörer mehr entspricht als dem des anderen. Selbst die Regelkonstante der AGC wird subjektiv verschieden bewertet. Verschieden schaltbare Zeitkonstanten bieten, auch als Voraussetzung für das Hören spezieller Betriebsarten, eine Anpassung an die Bedürfnisse.
Ebenso subjektiv wird die Anbringung von Bedienungselementen, deren Logik in der Bedienung und die Form und Farbe des Displays bewertet. Auch wenn es hinsichtlich solcher Merkmale sicher Grenzen nach unten gibt. Wenn bei einem Stationsgerät beispielsweise nadelkopfgroße Taster Verwendung finden, wie es bei einem ?Taschengerät? evtl. notwendig ist, wäre das durchaus kritikwürdig.
An Krümelsuche erinnert mich dagegen z.B. die Kritik an einen Antennenwahlschalter, weil er auf der Geräterückseite angebracht ist. Sicher wäre es sinnvoller, ihn vorn anzubringen, aber es ist recht wahrscheinlich, dass ein Empfänger, der nur eine Antennenbuchse besitzt, den Kritikpunkt ?Antennenwahlschalter? gar nicht erst erhält. Ist es von entscheidender Bedeutung, ob das Display Vakuumröhren, LED´s oder LCD besitzt, ob die Taster schwarz, weiß oder rot beschriftet sind, ob Tasten doppelt belegt oder doppelt vorhanden sind, ob der Lautsprecher oben, vorne oder unten ist, ob, ob, ob... Auf jedes Argument gibt es ein ebenso gewichtiges Gegenargument.
Für die Bewertungen eines Kurzwellenempfängers sollte nach folgenden Ergebnissen unterschieden werden:

1. unakzeptabel, weil z.B. die Funktion defacto nicht erfüllt oder in Frage gestellt ist
2. verbesserungswürdig, wobei die Funktion dennoch vorhanden und nutzbar ist
3. gut

Die unter Punkt zwei genannte Bewertung gibt sicher den meisten Anlass zum Grübeln. Anders gesagt, bei dessen Klärung wird vermutlich die Entscheidung zum Kauf getroffen. Aus vielen Diskussionen ist festzustellen, dass hier z.T. recht übertriebene Forderungen an einen Empfänger gestellt werden. Wie schon oben gezeigt, gibt es verbesserungswürdige Eigenschaften, die aber selbst bei häufiger Nutzung kaum hinderlich oder störend sein müssen. Vielmehr erhitzen sich SWL´s aus ?Prinzip? an relativ unbedeutenden Dingen. Ursache dafür ist manchmal schon die fehlende Bereitschaft, sich bei der Bedienung an eine andere Philosophie zu gewöhnen oder einfach bei der Betätigung der Tasten ein Klick statt einem Klack zu akzeptieren. Ein sachlicher Forderungskatalog, vorab aufgestellt, könnte hier Hilfe bei einer Kaufentscheidung bieten, sofern man sich dann auch daran hält.
Völlig außer Acht gelassene Kriterien sind oft die mechanische Qualität der Gehäuse und überhaupt aller Komponenten. Damit verbunden sind die Haltbarkeit des gesamten Gerätes. Hierzu lassen sich kaum Empfehlungen geben, außer, man möge sich den Kandidaten genau anschauen und evtl. einen Blick hineinwerfen. Doch Auskunft über die tatsächliche Haltbarkeit der Komponenten wird nur die Zeit geben können, die bei neuen Produkten eben noch nicht abgelaufen ist.
Da sind Bedienungs- und Anschlussmöglichkeiten am Empfänger, auf die der eine nicht verzichten möchte, für den anderen jedoch völlig uninteressant sind. Am Preis allein lässt sich der Wert jedenfalls nicht messen, dafür gibt es zu gewichtige Kriterien, die einen geringer ausgestatteten Empfänger dennoch preiswürdig genug erscheinen lassen. Reden wir nur mal von der Empfangsleistung an sich. Die ergeben sich sich nicht zwangsläufig durch Ausstattungsdetails. Bestes Beispiel sind Sende- und Empfangsgeräte, wie sie in der Fliegerei und dem Militär Verwendung finden. Hier wird bewusst auf Bedienungsvielfalt verzichtet.
Es werden Geräte miteinander verglichen, welche nach dem Gesetz des Preisleistungsverhältnisses überhaupt nicht vergleichbar sind. Und gerade in diesem Verhältnis sähe ich eine realistische Bewertungsmöglichkeit, obwohl dies die schwierige Einbeziehung aller nur denkbaren Merkmale erforderte und im Einzelnen noch verschieden schwer bewertet werden müssten. Und wer könnte das schließlich objektiv tun.
Es werden bei der Bewertung Anforderungen an Geräte gestellt, die einfach nicht für den entsprechenden Zweck konzipiert sind. Dazu fällt mir dann ein, dass ein kleiner Aldi- Weltempfänger besser ist als ein professionelles Stationsgerät, wenn man ihn einfach, im Gegensatz zum Stationsgerät, zum richtigen Zeitpunkt bei sich trägt. Was bedeutet also besser oder schlechter??


Da gibt es dann auch noch die starke Verbundenheiten zu Geräten bestimmter Hersteller, die wirklich jeder Objektivität entbehren. Wenn sich dies aus persönlicher Erfahrung heraus so entwickelt, ist daran aber auch nichts auszusetzen, wenn der Hörer diese Kriterien zur Auswahl seines eigenen Gerätes anwendet. Schließlich muss er dann damit zufrieden sein. Er dürfte dann nur nicht damit sachlich argumentieren.
Viel Unsachlichkeit unter SWL´s bei der Beurteilung von Empfangsgeräten ist die Folge von journalistischen Bemühungen. So kann man sich in einigen Fachzeitschriften sicher sein, dass ein neues Gerät, welches auf den Markt kommt, todsicher als das beste seiner Klasse beschrieben wird, das es je gegeben hat. Da wird fast jedes Jahr ein neues Referenzgerät gepriesen, was den potenziellen Käufer nur verunsichert. Darüber hinaus stellt man auch herstellerbezogene Sympathien und Antipathien fest. Welche Gründe hat das nur? Der Leser hat leider nicht viele Möglichkeiten, sich dem zu entziehen, wenn er informiert sein will.

Was bleibt als Fazit?
Ideal wäre natürlich die Möglichkeit, ein Gerät selber testen zu können. Mit einem Antennenwahlschalter ließen sich so direkte Empfangsvergleiche anstellen. Der Zeitaufwand wäre aber beträchtlich, denn es wäre sinnvoll, einen Vergleich über das gesamte, empfangbare Frequenzspektrum in relativ kleinen Schritten durchzuführen, ebenso wie die Wahl verschiedener Betriebsarten. Einige empfangene Highlights geben nämlich keinen Aufschluss über die Empfangsleistung. Ich stelle mir gerade bildlich vor, wie ich, ausgerüstet mit Frequenzbüchern und Thermoskanne, im Laden stehe und den Verkäufer bitte, mir eines seiner Empfangsgeräte einmal für ein paar Stunden zur Verfügung zu stellen. Er wird sich bedanken, und nicht weniger, wenn ich ihm vorher noch klar mache, dass ich dieses Gerät ?vielleicht? einmal kaufen möchte.
Wahrscheinlicher ist es, dass man sich für ein Gerät interessiert, welches einem nicht zum Test zu Verfügung gestellt wird.
Als erstes verweise ich dann wirklich auf die technischen Daten, welche einen Vergleich zulassen, wenn sie richtig gedeutet werden (s.o.). Aber auch, wenn sie den vielleicht stärksten Strohhalm in Bezug auf die Empfangsqualität darstellen, an den wird uns zur Beurteilung klammern können, geben sie des subjektiven Hörempfindens wegen keine vollständige Auskunft.
Die Ausstattung ist weitestgehend den Testberichten und Prospekten zu entnehmen. Sie beeinflussen die Kaufentscheidung mit am höchsten. Dies und den damit verbundenen Preis muss jeder selbst relativieren. Die Überlegung, für was brauche ich den Empfänger, sollte dabei mit hoher Priorität Berücksichtigung finden.
 

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Audiofilter Timewave DSP-59+

Das Timewave DSP-59+ ist ein digitales Audiofilter mir sehr guten Eigenschaften bei einfacher Bedienung. Es verfügt über 15 Tief- und 15 Hochpassfilter, die individuell und kombinierbar eingestellt werden können. Es lässt sich im Bereich von 200Hz – 3,4Khz regeln. Auch ein Bandpassfilter ist schaltbar. Bereich: 25Hz – 600Hz. Somit lässt sich der DSP 59+ für digitale Betriebsarten und auch für Sprache sehr gut einsetzen. Nicht zu vergessen ist der automatische, sehr wirksame Notchfilter, der mehrere Töne gleichzeitig ausblenden kann. Auch ist eine AGC- Schaltung eingebaut. Diese wirkt sich beruhigend auf das Signal aus. Selbstverständlich ist ein adaptives Rauschfilter schaltbar. Die Intensität kann man mittels Jumper im Geräteinnern einstellen. Die ganze Filterung lässt sich mit einen Bypassschalter auch umgehen. 

Ich habe den DSP-59+ mit dem ED88NF, dass völlig Analog arbeitet, verglichen.

Was sofort auffällt, ist die völlig unterschiedliche Bedienbarkeit der beiden Geräte. Einfach ausgesprochen, der DSP-59+ ist wesentlich einfacher zu bedienen als der ED88NF. Man kann den DSP-59+ viel schneller auf das Signal einstellen. Bis man den ED88NF auch soweit hat, ist das Wunschsignal unter umständen schon weg. Den DSP Filtern wird oft nachgesagt, das sie blechern klingen und der Modulation einen Dosenklang verleihen. Das ist beim DSP-59+ nicht der Fall. Wenn ich zwischen dem ED88NF und dem DSP-59+ hin und her schalte, ist kein Unterschied feststellbar. Ausser es wird das adaptive Rauschfilter zugeschaltet. Dann sind in der Tat digitale Artefakte zu hören. In der schwächsten Einstellung aber, ist davon auch fast nichts mehr zu hören. Das ist aber auch vom Radiosignal abhängig. Der grösste Unterschied ist, der ED88NF klingt Bassbetonter als der DSP-59+.

Der DSP-59+ ist sehr zu empfehlen für DX und digitale Betriebsarten. Leider wird dieses Gerät nicht mehr hergestellt. Es wird also schwierig sein ein solches zu finden.

 

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DRM mit dem Hagenuk RX 1001 M

Obwohl der Hagenuk RX 1001 M nicht für DRM ausgelegt ist, lässt es sich trotzdem sehr leicht und bequem DRM decodieren. Er besitzt auf seiner Rückseite einen 10khz Ausgang der dafür genutzt werden kann. Klar, 10khz sind etwas wenig! DRM funktioniert so richtig ab 12khz Bandbreite. Es geht aber trotzdem. Anhand des Videobeispiels ist zu sehen, dass RTL Radio auf 6095khz sehr gut daher kommt. Der Sender konnte nach dieser Aufnahme für über einer Stunde unterbrechungsfrei decodiert werden.

 

 

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Audiofilter Dierking ED 88 NF

Der ED 88 NF ist ein analog arbeitendes Audiofilter für Empfangsanwendungen. Der grosse Vorteil gegenüber den digital (DSP) arbeitenden Audiofiltern ist der, dass der Ton „normal“ und nicht „blechern“ klingt. Er hat 2 Peak- Filter und 2 Notch- Filter eingebaut. Man hat auch die Möglichkeit Peak und Notch zu kombinieren. Doch was kann man mit „Peak“ und „Notch“ machen?? Mit der Funktion Peak kann man einen Bereich aus dem Audiospektrum Lautstärkemässig anheben. Wenn das Signal z.b. stark verrauscht ist, kann man mit der Peak- Funktion das Signal aus dem Rauschen anheben, indem man mit dem Peak- Regler langsam an das Signal randreht. Dann kann man mit dem Breitenregler die Breite des Signals bestimmen die man aus dem Rauschen anheben will. Der Notch macht genau das Gegenteil. Er unterdrückt, die eingestellte Frequenz des Audiospektrums, auch das kann in der Breite eingestellt werden. Das können Pfeiftöne, Rauschen, Brummen, usw. sein. Anschliessen kann man einen Lautsprecher und einen Kopfhörer, beide mit 3,5mm Klinkenstecker. Der ED 88 NF hat zudem einen 5 Pol- DIN Ausgang für externe Audioaufnahmegeräte, wie z.b. einen PC. Das ganze ist in einem sehr robusten und schönen Blechgehäuse verpackt. Wie steht es mit der Bedienung des Audiofilters? Der ED 88 NF ist nicht sehr geeignet für Anfänger. Das heisst, wer keine Erfahrung im Kurzwellenhobby hat, wird mühe haben mit diesem Filter umzugehen. Es braucht eine gewisse Erfahrung um die tollen Möglichkeiten dieses Gerätes voll ausschöpfen zu können. Die Regler müssen sehr behutsam gedreht werden, sonst dreht man über den Wirkungsbereich, der oft sehr schmal ist, drüber hinaus. Wenn man aber den „Dreh“ raus hat, wird man mit dem ED 88 NF sehr zufrieden sein. Für ungeduldige ist der ED 88 NF auch nicht die erste Wahl, weil es schon ein bisschen Zeit braucht, um das Filter optimal einzustellen.

Anschliessen und loslegen? Nein.

In vielen Fällen, so wie bei mir, muss zuerst der Audiopegel im Geräteinnern angepasst werden. Dieser ist meistens zu laut, wenn das Filter aktiviert wird. Für das hat es im innern des Gerätes zwei Potis, einer für die Lautstärke, einer für die rote Leuchtdiode, die den Modulationspegel anzeigt. Es kann auch sein, das gelötet werden muss. Bei meinem ED 88 NF musste ich einen Widerstand in den Kopfhörerausgang löten, um die Lautstärke runter zu bekommen. Die Lautstärke des Kopfhörers war im Vergleich mit dem Lautsprecher viel zu laut. Das ist aber vom verwendeten Kopfhörer abhängig. Vielleicht sollte der Hersteller den Kopfhörerausgang auch regelbar machen! Nach einiger Angewöhnungszeit kann man gute Ergebnisse mit dem Audiofilter erzielen. Aber er kann nicht unmögliches möglich machen! (So steht es auch auf der Webseite des Herstellers.) Das Problem bei solchen Filtern ist, das viele Kurzwellenhörer zuviel vom Gerät erwarten. Im Nachhinein ist man dann enttäuscht, weil sich das Wunschsignal nicht so einstellen lässt, wie man es sich vorgestellt hatte. Darum ist eine gewisse Erfahrung die Voraussetzung, wenn man so einen Filter zufriedenstellend betreiben will.

Für geübte und geduldige DXer sehr zu empfehlen.

 

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Audiofilter Datong FL-2

Der Datong FL-2 sollte unter den langjährigen Kurzwellenhörern ein Begriff sein. Auch wenn er schon bald ein Urgestein ist, ist seine Wirkung immer noch ausgezeichnet, vor allem bei SSB, CW und RTTY- Empfang. Er lässt sich aber auch gut auf AM benutzen. Der kleine Nachteil ist dann der, die maximale Filterbreite ist 3,5 Khz. Für AM etwas schmal. Aber für Extrem DX ist es sehr brauchbar. So lässt sich die Bandbreite von beiden Seiten einengen. Zu dem ist auch ein manuell einstellbarer Notchfilter eingebaut, auch sehr wirkungsvoll! Viele SWL's kommen aber nicht klar mit dem FL-2!! Warum?? Das Problem liegt nicht am Gerät sondern in der Handhabung. Die Filterung des FL-2 ist so steilflankig, dass man mit den Drehknöpfen sehr, sehr langsam und behutsam umgehen muss. Sonst erreicht man nicht das gewünschte Ergebnis. Es braucht schon etwas Übung und Erfahrung. Ein immer noch sehr empfehlenswertes Stationszubehör für DXer.

 

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HF-Acars (HFDL) und Acars Empfang

Acars sollte eigentlich jedem Flugfunkfreak ein begriff sein. HF- Acars, oder anders "HFDL" ist weniger bekannt. Um was handelt es sich?

Acars ist ein Protokoll, ähnlich wie Packetradio. Es werden hierbei Flug- und Flugzeuginformationen und Positionen an die Bodenfunkstation, oder umgekehrt gesendet. Das interessante dabei ist, mit einem dementsprechendem Softwaredecoder, lässt sich der PC als virtuelles Radar nutzen. Acars ist vorwiegend für den Nahbereich, bis ca. 300km und wird im VHF- Flugfunkbereich gesendet. HF-Acars hingegen, wird auf Kurzwelle in USB gesendet. Für den VHF- Acars, braucht man einen Funkscanner mit Flugfunkbereich. Für HF-Acars, ist schon etwas mehr Aufwand zu betreiben. Man braucht für einen vernünftigen Empfang einen guten Kurzwellenempfänger mit der Möglichkeit SSB zu empfangen. Die Filterbandbreite sollte mindestens 2,5khz sein, was die allermeisten SSB- Empfänger haben.

Wie hören sich HF- Acars Signale an:
So sieht der HFDL-Decoder aus:
Wie hören sich VHF- Acars Signale an:

Hier noch ein paar Frequenzen: VHF- Acars >> 131.525Mhz, 131.725Mhz, 131.825Mhz  zu empfangen in der Betriebsart "AM".

HF- Acars >> 8942Khz, 6532Khz, 10981KHz, 6712Khz zu empfangen in der Betriebsart USB. Mindestens 2.5khz Bandbreite.

Weiterführende Info im Internet: http://www.qsl.net/g4hbt/cars.htm

Bei diesem Bild ist die Airnav Suite- Software zu sehen, bei der die Daten, die vom HFDL- Decoder kommen, automatisch ausgerechnet und angezeigt werden. So kann man nach einiger Zeit schon sehen, in welche Richtung die Flugzeuge fliegen oder woher sie kommen. Dieses Programm ist nicht kostenlos, es lässt sich aber eine Demo runterladen.

Ein Versuch lohnt sich auf jeden Fall, vielleicht findet man gefallen daran. Airnav Suite kann man auch mit Daten aus dem Internet füttern.

 

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Langdrahtantennendiagramm von RF Systems

Von Bruno Schubarth.

Grafik von RF Systems - Abhängigkeit zwischen Drahtlänge, Frequenz und Gewinn mit eigenen Einträgen.

 

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Reparturanleitung für die Tastatur des Icom IC-R7100

Von Jörg Rinschen.

Ich habe einen gebrauchten Icom IC-R7100 in einem sehr guten Zustand erworben. Schon nach kurzer Zeit musste ich aber feststellen das die Zehnertastatur nicht mehr so richtig funktionierte, besonders die oft genutzten Tasten 3+6+Scan.Das liegt daran das die leitfähige Schicht auf der Kontaktseite der Tastatur abnutzt .Was tun?

Ein Anruf bei Icom bestätigte meine Befürchtung: Die Gummitastatur ist nicht mehr lieferbar. Jetzt hieß es selber reparieren.

Da mir solch ein Problem schon von einigen Schnurlostelefonen bekannt war welche ich erfolgreich instand setzen konnte war dachte ich mir das man die Tastatur des R7100 auf gleiche Weise wieder voll funktionsfähig machen kann:

Es ist eigentlich sehr einfach an die Tastatur heranzukommen.

 

Als erstes ist der VFO-Knopf abzubauen, dazu den Gummiring abziehen, darunter liegt eine Bohrung worin eine Inbußschraube eingelassen ist, diese lösen dann kann man den VFO Knopf  abziehen .Dann die darunter liegende Fronblendenschraube entfernen, danach noch den Squelch-und AF Gain Knopf abziehen (geht evtl. schwer).

 

Nun alle zwölf Gehäuseschrauben entfernen, das Gehäuse abnehmen, dabei aber vorher am oberen Gehäusedeckel noch das Lautsprecherkabel trennen(Steckverbindung).Jetzt kann man die vier Schrauben der Frontblende entfernen und  diese vorsichtig abziehen.

 

An der Innenseite ist nun die Platine(TenKey) der Tastatur sichtbar. Die sechs Schrauben lösen und die Platine äußerst behutsam abziehen. Jetzt lässt sich die eigentliche Tastatur herausnehmen.

 

Die Leitschicht auf den einzelnen Knöpfen kann man nun erneuern. Dazu nimmt man Graphitspray welches man im Elektronikfachmarkt oder evtl. auch im Baumarkt kaufen kann.

Aber Vorsicht: Die Schicht darf nicht zu dick sein, sonst verkleben die Kontakte, dann geht nichts mehr .Am besten sprüht man ein wenig Spray in den Deckel der Sprühdose und betupft mit einem Wattestäbchen die einzelnen Kontaktflächen ganz minimal bis eine saubere Schicht zu sehen ist, sieht man am besten unter hellem Licht. Auf keinen Fall einfach die ganze Seite der Tastatur besprühen.

 

Nun alles wieder zusammenbauen. Die sechs Schrauben der Tenkey- Platine bitte nur ganz minimal anziehen, sonst besteht die Gefahr des Platinenbruchs. Auch die vier Schrauben der Gehäusefront  bitte nur minimal anziehen, ansonsten kann es zu Rissen kommen

Ich besitze zwar keinen IC-R72, aber ich denke dieser ist im Bau des Gehäuses identisch und die Tastatur lässt sich genauso wie beim IC-R7100 instand setzen.

Ich möchte noch darauf hinweisen das eine Reparatur auf eigene Gefahr geschieht.

Nun viel Erfolg beim Reparieren.

 

 

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Test des Profiempfängers Plessey PR2250

Von Hartmut Dicke. Danke für den Interessanten Test aus Anno dazumal.

 

 

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RF Systems SP2 Antenna Splitter & ATT

Der RF Systems SP2 ist ein Antennensplitter mit eingebautem Antennenabschwächer. Es lassen sich 2 Empfänger  und 2 Antennen anschliessen. Auch ist ein Mittelwellenfilter eingebaut, der die starken MW- Sender abschwächt, damit der RX nicht übersteuert. Durch den Antennenschalter lässt sich zwischen Antenna 1 oder Antenna 2 umschalten. Wenn man so wie ich einen Langdraht und eine vertikale Antenne hat, lässt es sich Blitzschnell umschalten und vergleichen. Der eingebaute, 5- stufige Abschwächer ist auch eine Sinnvolle Sache, wenn mal zu starke Signale zur Übersteuerung führen. So kann man in verschiedenen Abstufungen  das Signal abschwächen. Die allermeisten Empfänger haben einen 20db Abschwächer, der oft zu stark das Signal dämpft. Die Verarbeitung ist Top, schön und robust gebaut. Ein sehr empfehlenswertes Gerät, der auch sein Preis hat.

 

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Timewave DSP-9 & bhi 1042 SwitchBox

Sinnvolles SWL- Zubehör ist nicht einfach zu finden. Manchmal muss man sich durch die angebotenen Zubehörgeräte hindurchprobieren. Ich denke, jeder weiss was ich meine. Das ist bei mir nicht anders. Aber jetzt glaube ich das richtige Empfängerzubehör gefunden zu haben. Es handelt sich hierbei um den DSP- Audiofilter "Timewave DSP-9" und eine neue Umschaltbox, die "bhi 1042 Switch Box". Im Vergleich zu meiner alten Umschaltbox, die "Hama AP-04", erlaubt die bhi 1042 Switch Box das anschliessen von sechs Geräten. Bei der Hama waren es nur vier. Auch ist der Schalter selbst von besserer Qualität. Nur leider ist die Verarbeitung der Box ziemlich billig ausgefallen. Sie ist nicht sonderlich robust. Für 29€ oder ca. 35 CHF dürfte man mehr erwarten. Aber sie erfüllt ihren Zweck. Nun kann ich bis zu sechs Empfänger direkt anwählen, ohne irgendwas um stecken zu müssen. Nur wenn ich über Kopfhörer hören will, muss ich beim Ausgang der Box das Kabel umstecken.

Das andere Zubehörgerät ist das "Timewave DSP-9 " Audiofilter. Diese Gerät hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Es ist aber immer noch sein Preis wert! Was besonders am Timewave DSP-9 besticht, ist seine äusserst einfache Bedienung. Aber auch die Wirkung ist äusserst effektiv. Der Rauschfilter, der auch in der Bypass- Schalterstellung in abgeschwächter Form aktiv ist, reicht schon meistens aus, um lästiges Bandrauschen und/oder NF Rauschen des Empfängers zu reduzieren! Wenn man den Filter 100%ig aktiviert, stehen drei Filterbandbreiten zur Verfügung: 3.1khz, 2.4khz und 1.8khz.  Auch ist eine Notchfilterfunktion eingebaut. Dieses eliminiert weitestgehend auf Knopfdruck lästige Pfeiftöne. Für CW- Betrieb lässt sich das Filter auch sehr gut einsetzen. Die Funktionen sind auf dem Bild ersichtlich und bedarf keiner Erklärung mehr. Wer einen stark rauschenden RX hat, sollte schauen, ob er nicht irgendwo einen DSP- Filter bekommt. Denn die Wirkung ist wirklich ausgezeichnet.

 

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Facelifting beim Lowe HF225

Welcher Lowe HF225- Besitzer kennt das nicht: Sein Lieblingsempfänger kommt langsam aber sicher in die Jahre! Dann geschieht es ganz plötzlich! Die Selbstklebefolie von der Frontplatte des HF225 löst sich von selbst ab. Was für eine Katastrophe, das sieht ja schlimm aus. Der Grund dafür ist, dass der Leim im laufe der Jahre austrocknet.

Nun, das ist meinem HF225 auch widerfahren. Da ich  zerkratzte und ungepflegte Geräte verabscheue, habe ich mir bezüglich Lowe HF225 etwas einfallen lassen. Ich habe dem Lowe HF225 ein Facelifting verpasst. Und zwar, ich habe ihm eine neue Hülle spendiert. Im Detail heisst das: Ich habe 2 neue Gehäuseschalen aus Aluminium hergestellt und diese anschliessend schwarz eloxieren (anodisieren) lassen. Die Frontplatte habe ich exakt kopiert und auch aus Aluminium hergestellt. Auch diese habe ich schwarz eloxieren lassen.

Nachdem die Front fertig war, musste ich die Arbeit aus meiner Hand geben, und habe sie einem Graveur anvertraut. Dieser hat die Beschriftung exakt kopiert und auf die neue Front graviert. Das Ergebnis lässt sich mehr als sehen.

Nun musste noch eine Abdeckung für die Frequenzanzeige hergestellt werden.

Für diese Sache bietet sich Plexiglas an. Es ist relativ Kratzfest und lässt sich gut bearbeiten. Nach fummeliger Anpassarbeit klebte ich die Plexiglasabdeckung  vorsichtig mit Sekundenkleber in die Aussparung ein. Fertig!!

Ach ja, der VFO- Abstimmknopf habe ich auch durch einen schönen, auch aus Aluminium ersetzt.

So sieht er nun aus

Was wird benötigt, um dem Lowe HF225 ein neues Gesicht zu verpassen:

1. Legiertes Aluminiumblech, reines Alu kann man schlecht anodisieren.

2. Plexiglas, so dick wie das Alublech.

3. Sekundenkleber

4. Sehr gutes handwerkliches Geschick. Bleche zuschneiden, abkanten, Löcher fräsen oder stanzen usw.

5. Anodisierwerk

6. Graveur

7. Zeit

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DRM- Empfang ohne den Empfänger modifizieren zu müssen

Mit dieser kleinen Anleitung soll aufgezeigt werden, dass DRM- Empfang auch ohne Modifikationen am Empfänger möglich ist. Theoretisch ist der DRM- Empfang mit allen SSB Empfängern möglich, bei denen die Filterbandbreite unabhängig von der Betriebsart schaltbar ist. Auch ist ein Bandpasstuning von nötig. Mit dem AOR AR7030 (Plus) funktioniert es am besten. Aber auch der JRC NRD525G lässt sich dazu bewegen, DRM- Signale hörbar zu machen.

Beispiel am AOR AR7030 (Plus): Line-out oder Kopfhörerausgang des AR7030 mit dem Line-in der PC-Soundkarte verbinden. Die Frequenz 5 khz über der eigentlichen Empfangsfrequenz einstellen. Danach die Betriebsart auf "CW" umschalten. Als nächstes den PBS (Passbandshift) auf -4,2khz stellen. Die Bandbreite auf 9.5khz schalten, AGC auf Slow, die DreaM Software starten. Oben links "View" anklicken, "Evaluation Dialog" anklicken. Im neuen Fenster, bei "Misc Settings" ein Häkchen bei "Flip Input Spectrum" setzen. Und los geht's! Die Software braucht ein paar Sekunden um sich zu synchronisieren. Also nicht gleich verzweifeln. Unten ist ein kleiner Film den ich selber mit meiner Digitalen Fotokamera gemacht habe. So ist es mehr oder weniger ersichtlich wie es geht. Hier gibt's noch die Dream Software

DRM- Frequenzen HIER klicken

 

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Vorstellung des Fairhaven RD500

Fairhaven RD500
Danke an Petr Janásek

 

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Drei Kurzwellenempfänger gleichzeitig an zwei Antennen betreiben

Wer mehrere Empfänger gleichzeitig an zwei Antennen  betreiben will, ohne ständig die Antennenkabel umstecken zu müssen, kann folgendem Beispiel folgen:

Ausgangssituation: 3 Kurzwellenempfänger und 2 Antennen

Man braucht dazu:

2 Stk. Antennensplitter, meine sind vom CH. Hardt ( "ADDX - Split - 1/2".),

1 Antennenumschalter, hier der "Diamond CX-201"

1 T-Stück, um das Signal, ausgehend vom Antennenumschalter, auf die beiden Splitter zu verteilen.

Ein paar Meter Koaxialkabel und PL- Stecker.

Bei einem Antennensplitter kann man wahlweise 2 Empfänger an einer Antenne oder 2 Antennen an einem Empfänger betreiben. In diesem Falle betreiben wir 2 Empfänger an einer Antenne. Da wir aber 3 Empfänger haben (es können auch 4 sein), brauchen wir 2 Splitter. Wie im Bild ersichtlich, werden 3 Empfängerausgänge belegt. Der Antennenseitige Anschluss geht nicht direkt an die Antenne, sondern wir schalten einen Antennenschalter dazwischen, weil wir ja 2 Antennen haben.

So wird das Signal, wahlweise von der Antenne 1 oder 2, über das T- Stück , an die beiden Splitter geliefert.

Das ganze macht natürlich nur  Sinn, wenn man ein Audioumschaltpult (siehe Beitrag unten) in der Empfangsanlage integriert hat. So lässt es sich bequem den Empfänger anwählen den man hören will. Alles sehr praktisch für blitzschnelle Empfangsvergleiche.

 

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Profi- Empfänger gegen Amateur- Empfänger

 

Ten-Tec RX340 vs. AOR AR7030 & Racal RA1772 vs. Icom IC-R75
Thanks to Jan Alvestad and dxing.info

 

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Lautsprecher & Kopfhörerumschaltung mittels Audioumschaltpult Hama AP-04

Wenn mehrere Kurzwellenempfänger vorhanden sind, und man nur einen externen Lautsprecher hat, so kann man mit dem AP-04 diesen Lautsprecher für alle  Empfänger (bei mir sind es drei) , schaltbar machen. Dazu kommt noch, dass sich nicht nur der Lautsprecher am AP-04 anschliessen lässt, sondern auch der Kopfhörer. Da der AP-04 für Stereobetrieb ausgelegt ist, und Kurzwellenempfänger nur ein Monosignal ausgeben, lassen sich gleichzeitig der Lautsprecher und der Kopfhörer betreiben, ohne ständig alles umstecken zu müssen.

Der AP-04 hat vier Schaltpositionen für vier Eingänge. Jeder Eingang hat zwei Kanäle, links und rechts (für Stereo). Den einen Kanal nutzt man für den Lautsprecher, den anderen für den Kopfhörer. So schliesst man den Lautsprecherausgang des Empfängers an den linken Kanal eines Eingangs des AP-04 an. Das macht man bei den anderen Eingängen auch so. Natürlich abhängig davon, wie viele Empfänger man hat. Den Kopfhörerausgang schliesst man demzufolge an den rechten Kanal eines Eingangs am AP-04 an. Auch da, abhängig davon, wie viele Empfänger man hat.

Der Ausgang des AP-04 ist natürlich auch in Stereo. Auch da haben wir zwei Kanäle, links und rechts. Am linken Kanal schliesst man den externen Lautsprecher an, am rechten den Kopfhörer.

Wenn man, so wie ich, Empfangsvergleiche macht, ist dies eine ganz praktische Sache.

Man muss nicht mehr ständig den Lautsprecher oder den Kopfhörer umstecken. Es wird nur noch am AP-04 umgeschaltet. So kann man ganz präzise die jeweiligen Empfangsunterschiede der Empfänger raushören. Ob mit dem Lautsprecher oder mit dem Kopfhörer.

Idealerweise betreibt man dann seine Empfänger mit einem Antennensplitter an der Antenne.

Sonst muss man auch dort  ständig umstecken oder umschalten.

Was braucht man dazu:

Einen Hama AP-04

10 Stk. Chinch- Stecker zum selber anlöten.(für den AP-04  Eingang)

8 Klinkenstecker, wahlweise 3,5mm oder 6mm. Je nach Empfänger.

Ein paar Meter Lautsprecherkabel. Länge muss nach Bedürfnis zugeschnitten werden.

 

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