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| Klang des Empfängers verbessern |
Zorns Lemma 11.4
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Drei Kurzwellenempfänger gleichzeitig an zwei Antennen betreiben |
Lautsprecher und Kopfhörerumschaltung mittels Audioumschaltpult Hama AP-04 |
Zorns Lemma wird ab der gelieferten CD installiert. ZL
läuft auf Windows XP, Windows 7 32 & 64bit. Die Installation geht fast
reibungslos von statten. Ich empfehle die Datei
vcredist_x86.exe vor der eigentlichen Installation
auszuführen. Diese befindet sich auf der ZL 11.4 - CD. Ich habe ZL auf drei
Rechnern installiert, und musste die besagte Datei zuerst installieren, weil die
ZL Installation immer wieder abbrach. Ist ZL fertig installiert, geht alles sehr
schnell. Den Lautsprecherausgang des SSB- Empfängers mit dem Line-in oder Mic-in
des PC's verbinden, ZL starten, die gewünschte Betriebsart wählen und schon wird
decodiert.
Es macht richtig Spass mit "ZL" zu arbeiten. Das Programm ist
übersichtlich aufgebaut, so dass man nur selten auf die Bedienungsanleitung
zurückgreifen muss. Vorallem die Decodierung des Synopcodes und die
Visualisierung der decodierten Daten auf den geografischen Karten ist die Stärke
von "ZL". Die Decodierung von Navtex, RTTY, CW & Fax funktionieren auch recht
gut, wobei der Empfang von diesen Verfahren etwas an Erfahrung voraussetzt.
Greift man aber auf die Bedienungsanleitung zurück, wird man schnell Faxbilder
oder Navtexmeldungen usw. auf den Monitor zaubern können. Alles andere hier
vorzustellen würde den Rahmen einer Kurzvorstellung sprengen.
Für
Wetterinteressierte, SWL's und auch Funkamateure ist Zorns Lemma fast ein muss!
Für 39€ erhält man eine Decodiersoftware die Ihresgleichen sucht. Mir ist kein
anderes Programm bekannt, dass Synopdaten visuell auf geografische Karten
anzeigt.
Tolles Programm zu einen "SWL-freundlichen" Preis.
Weiterführende Detailinfos sind auf der Homepage von Zorns Lemma zu entnehmen.
www.wettermonitor.de
Vielen Dank an Ulrich
Neuber DL3ZAS für die zur Verfügungstellung des Programms.
Herkunft der geografischen Karten: Westermann-Verlag
Braunschweig
Mit freundlicher Erlaubnis von
Wettermonitor.de
Unten ein paar Screenshots von meinem Desktop. Zorns Lemma funktioniert sehr gut mit dem Perseus SDR. Hierzu muss eine VAC(virtuelles Audio Kabel) installiert sein.

Fax von Bracknell Meteo decodiert mit ZL.

Im unteren Bild sind die Daten über Kurzwelle auf 4583khz (DWD) empfangen worden.

Beim unteren Screenshot wurden die Synopdaten aus dem Internet geladen. Quelle: NOAA Meteorolgisches Institut, USA

Klang des Empfängers verbessern
Wer kennt das nicht? Man kauft sich einen neuen oder einen gebrauchten Empfänger. Klar, vor dem Kauf hat man sich im Internet oder in den bekannten Weltempfänger- Testbüchern gründlich informiert, ob das neue Gerät die Erwartungen erfüllen wird. Nach all den positiven Bewertungen die man gelesen hat, muss der neue Empfänger einfach der Hammer sein! Die Erwartungen sind dementsprechend hoch! Später steht er endlich auf dem Tisch. Es geht nicht lange, merkt man, dass etwas nicht so toll ist, nämlich der Klang. Dieser wird in den wenigsten Fällen von den Testern bewertet! Er ist entweder mufflig/dumpf, oder so grell, so dass einem nach einer Stunde die Ohren weh tun. Nun, was kann man dagegen machen? Da gibt es diverse Möglichkeiten. Viele SWL's greifen zur Bleihammermethode und lassen den Empfänger modifizieren. Andere versuchen mit Zusatzgeräten Herr der Lage zu werden. Diese Möglichkeit will ich hier vorstellen. Grund dafür war mein letzter Kauf eines Icom IC-R75. Der R75 ist in der Tat eines der besten analogen Kurzwellenempfänger, die noch neu zu kaufen sind. Allerdings nur in den USA, Kanada usw. Nicht aber in Europa! Ich kaufte meinen R75 über Ebay aus den USA. Leider hat der R75 einen Basslastigen, dumpfen Klang. Warum? Der Audiofrequenzgang wird durch einen Tiefpass bei 3khz beschnitten. In SSB mag dies noch gehen, aber in der Betriebsart AM klingt das ganze ziemlich dumpf. Ich wollte zuerst das Gerät modifizieren. Das habe ich dann aber sein lassen, weil der R75 komplett in SMD (Surface Mounted Device) aufgebaut ist. Die Teile sind so klein, so dass nur mit Spezialwerkzeug gearbeitet werden kann. So entschied ich mich für einen anderen Weg. Mir viel ein, dass ich noch einen Equalizer in der Dachkammer hatte. Diesen schnell geholt, angeschlossen und... Problem beseitigt! Durch den 9- Band Equalizer lässt sich der Frequenzgang zufrieden stellend anpassen. Das lässt sich natürlich mit jedem anderen RX auch machen. Sogar der notorisch Grell klingende JRC NRD545 DSP konnte so etwas entschärft werden.
Verwendet habe ich den Equalizer Behringer FBQ800. Es können selbstverständlich auch andere Modelle verwendet werden. Ich kann diese Methode wirklich empfehlen!
Hier zwei Audiobeispiele vom Icom IC-R75, mit und ohne Equalizer.
Sekunde 0-10 ohne EQ Sekunde 10-20 mit EQ
Testbericht des Reuter RDR54
Besten Dank an Thomas Brunner, Freising
Viele Kurzwellenhörer kennen ihn, wenige besitzen ihn. Seih es aus Kostengründen, ungewohnte Bedienung über den PC, oder einfach weil man denkt es seih zu kompliziert. Doch seit kurzem gibt es die Möglichkeit den Perseus SDR zu probieren, bevor man sich in Unkosten stürzt. Man zapft über Internet einfach einen Perseus SDR eines anderen SWL's an. Das ist wirklich einfach, wenn man die folgende Anleitung befolgt.
Den Perseus den man anzapft kann irgendwo auf der Welt sein. Man kann also praktisch in Echzeit hören, was am anderen ende der Welt so läuft.

Anleitung
1. Runterladen der Software > Hier
2. Entpacken der Datei "PerseusV40a"
3. Im
entpackten Ordner die Datei "perseus"
Doppelklicken. Am besten macht man sich gleich eine Verknüpfung auf's
Desktop.
4. Die Meldung unten erscheint. Einen Häckchen links ins Viereck einklicken.

5. Die Meldung unten erscheint. Auf "Abbrechen" klicken um ins Demo- Modus zu gelangen.

6. Die Meldung unten erscheint. Ok klicken.

7. Die Perseus Bedienoberfläche erscheint.
8. Oben
links in der Bedienoberfläche dieses Zeichen
anklicken. Die Meldung unten erscheint. Dann auf "Network Settings"
klicken.

9. Die Meldung unten erscheint. Hier den eigenen Rufnamen reinschreiben. Im Feld "Client UDP Port" nichts verändern. Bei Longitude & Latitude kann man seine Koordinaten eingeben. Auf dieser Karte kann man sie rausfinden: http://f6fvy.free.fr/qthLocator/fullScreen.php Dann OK klicken.

10. Unten Links in der Bediensoftware bei Input Select auf "Net" klicken. Dann auf "Addr" klicken.
![]()
11. Es erscheint die Weltkarte mit den in Betrieb befindlichen Perseus SDR's. Einen beliebigen Ort Heranzoomen und dann den gewünschten Perseus anklicken und unten rechts auf der Karte mit "OK" bestätigen. Wahrscheinlich wird sich die Firewall melden. Das Programm "Perseus.exe" immer zulassen. Und schon wird man verbunden mit dem Perseus, wenn alles richtig eingestellt ist.

12. Dann erscheint wieder die Perseus Bedienoberfläche verbunden mit dem gewünschten Perseus. Unten zu sehen, verbunden mit einem Perseus in Japan. Das "Network Messages" Fenster kann man wegklicken oder zur Seite schieben. Nun kann man alle Funktionen nutzen. Ausser die DRM und User werden nicht funktionieren, weil die erforderliche Konfiguration nicht gemacht ist.

13. Sicher wird es Fälle geben, in der es nicht sofort funktionieren wird. Wenn man seinen PC oder Notebook über einen Router ans Internet angeschlossen hat! Dann muss beim Router der Port UDP 8014 freigegeben werden. Für jemand der sich nicht gut auskennt mit solchen Sachen wird es leider nicht einfach. Eine detailierte Anleitung dazu ist leider schwierig zu schreiben, weil jeder Router anderst in der Konfiguration ist. Aber nicht verzagen! Um den Perseus SDR zu probieren, kann man den Router umgehen, und den PC / Notebook direkt ans Internet anschliessen. Einfach das Kabel das in den Router reingeht direkt an den PC / Notebook anschliessen, allenfalls den PC / Notebook neu starten und nochmals versuchen. Dann sollte es klappen. Ich hatte anfangs das selbe Problem. So hat es dann funktioniert.
Allerdings können auch andere Probleme auftreten, z.B. wenn ältere Perseustreiber noch installiert sind. Dann kann es womöglich auch nicht klappen. In so einem Fall sollte man alle Perseustreiber deinstallieren. Das habe ich aber vom "Hörensagen". Auf meinem PC & Notebook klappte alles auf Anhieb.
Jetzt kann man den Perseus 2 Monate lang probieren und entscheiden ob es das richtige Gerät ist. Ich jedenfalls kann ihn nur empfehlen.
Viel Spass!!!
Nicht jeder Kurzwellenhörer, ob er Rundfunk oder Amateurfunk hört, kann sich die Kurzwellenbänder und die dazugehörigen Frequenzen merken.
Hier eine Gedächtnisstütze...
Kann als PDF- Datei runtergeladen und dann ausgedruckt werden.
Für Download rechte Maustaste auf's Bild und dann "Speichern unter" klicken.
Oder als PDF öffnen auf das Bild klicken.
Testbericht des Software Defined Radio "PMSDR"
von Serge Thill
Der PMSDR Empfänger (0,1 - 55 Mhz) ist als Bausatz erhältlich, die meisten Teile sind schon vormontiert es müssen nur noch ein paar Komponenten, wie Quarz und Stecker, eingelötet werden. In einer guten Stunde ist der PMSDR aufgebaut. Man kann ihn mit oder ohne Anzeige bestellen. Die Anzeige liefert viele Informationen: Stand der Firmware und DLL, sowie die Frequenz und Modulationsart. Wenn man die EIBI Frequenzdatenbank nutzt, wird auch der Sender mit angezeigt.

Nun zum Test:
Den PMSDR habe ich an 3 Antennen getestet, an einer Amateurfunk
Vertikalantenne für 5 Bänder, an einem Langdraht von 20 Meter und an einem
Dipol von einer Länge von etwa 10 Meter. Die beiden ersten Antennen verträgt
er nicht so gut, im 41 Meterband übersteuert er in den Abendstunden und
macht den Griff zum Preselector notwendig, dann bekommt man es gut in den
Griff, das Übersteuern ist aber nicht so schlimm wie beim VR5000. Am 10
Meter Dipol funktioniert er sehr gut: kein Übersteuern. Im direkten
Vergleich mit einem ICOM PCR-1500 schlägt er sich gar nicht so schlecht,
beide empfangen gleich gut, auf den höheren Frequenzen über 14 Mhz ist das
Signal beim ICOM leicht besser, aber er bringt auch mehr Rauschen. Er klingt
sehr gut und mit der Software WinradHD lässt sich der PMSDR wunderbar
bedienen, Frequenz und Bandbreite alles mit einem Mausklick. DRM Empfang
geht natürlich auch mit DREAM sehr gut.
Fazit, für einen Preis von etwas weniger als 200 € ohne Display, bringt das
kleine Gerät erstaunliche Leistung. Es steckt noch viel Potential in diesem
kleinen Empfänger. Die Firmware, Steuersoftware und DLL‘s werden auch
regelmässig vom Entwickler auf den neusten Stand gebracht.
ps. Eine gute Soundkarte hilft, heute haben ja schon fast alle PCs meist
eine gute eingebaut.
Vielen Dank an Serge Thill für den Beitrag
EKD 315 - Erfahrungsbericht (von 1995)
von Ralf Helsper
Kommentiert von Bruno Schubarth

Seit fast
drei Jahren besitze ich nun den RFT-EKD 315. Ich fragte mich selbst; Was hat
es gebracht, anstelle eines semiprofessionellen DX-Empfängers ein 24 kg schweres
Profigerät auf dem Schreibtisch stehen zu haben?
Wenn man sich die Preise für einen professionellen Empfänger wie den ICOM R9000,
den R&S EK 890 oder neuerdings den Watkins Johnson HF- 1000 ansieht, so kommt
man schnell an die Grenzen des finanziell Möglichen. Der Erwerb eines solchen
Gerätes ist nun ja auch nicht unbedingt notwendig, um gute Empfangsergebnisse
vorweisen zu können.
Nun aber zur Empfangspraxis des Köpenick Empfängers. Die technischen Daten verheißen
eigentlich nur Gutes "‘-. Der 315er ist auf optimale Sprachverständlichkeit
getrimmt. Der ECSS-Empfang ist die Stärke des Gerätes, da der eingebaute Synchrondetektor
schwächste Signale erfasst und sehr gut zu Gehör bringt. Zu verdanken ist dies
der sehr guten Vorselektion sowie den mechanischen Filtern, im ECSS-Betrieb
2,35 kHz schmal. Da gibt es so manchen Spitzenamateurempfänger, die einen breiten
Rauschteppich produzieren bzw. die Serienstreuung der Produktqualität relativ
groß ist und einige Geräte leistungsmäßig abfallen.
Das EZ 111, ein Empfängerzusatzgerät im Tischgehäuse, mit seinem 5-stufigen
Kurzwellen-Preselektor verbessert nochmals das Großsignalverhalten. Ausserdem
können daran vier 50 Ohm angepasste Antennen angeschlossen werden, was sehr
praktisch für den Anschluß verschiedener Antennentypen sein kann. Durch eine
hohe Empfindlichkeit im Langwellen- und Mittelwellenbereich ist der EKD dort
uneingeschränkt DX-tauglich. Im Amateurbereich sind eigentlich nur die Geräte
der Firma Lowe auf Langwelle und Mittelwelle erstklassig, die japanischen Anbieter
behandeln diese Frequenzbereiche weiterhin stiefmütterlich. - so, als wenn sich
"dort unten" nichts abspielen würde ...
Auf der Kurzwelle könnte die Empfindlichkeit meiner Meinung nach etwas höher
sein. Sicher wurde das Gerät in der damaligen DDR an entsprechend leistungsfähigen
Antennenanlagen betrieben. Hier sind aber manche "DX-Maschinen" bei Verwendung
kürzerer Langdrahtantennen leicht überlegen. Sicher ist dies aber auch eine
subjektive Feststellung.
Die KAA 1000 Aktivantenne vom Funkwerk Köpenick ist wiederum bis 20 m langem
Langdraht oft ebenbürtig, im unteren Frequenzbereich teilweise hörbar überlagern.
Natürlich nur solange Störungen das Dxen nicht generell beeinträchtigen.
Auch eine magnetische Antenne arbeitet erstaunlich gut mit dem EKD 315 zusammen.
Das habe ich bei wochenlangen Testreihen der drei genannten Antennentypen feststellen
können.
Zeitgemäße Technik bedeutet allgemein auch Notchfilter und Passband-Tuning (PBT).
Beider wird am EKD 315 vermisst. Aber ein externes NF-Filter wie das Dierking
GD82NF hilft, grössere Störungen zu beseitigen. Das PBT ist auch nicht unbedingt
erforderlich, die sehr gute Trennschärfe und Ruhe des Gerätes entschädigt hierfür.
Ein JRC NRD hat vielleicht bei extremen Störungen einen kleinen Vorteil. Ob
das Signal aber noch berichtsreif aufgenommen werden kann ist eine andere Frage.
Im Originalzustand verfügt der 315er über zwei sogenannten Schaltwege A und
B für den Empfang der unterschiedlichen Seitenbänder. Ausserdem hat das LSB-Filter
eine Breite von 3,4 kHz, An seiner statt habe ich ein 2,35-kHz-Filter (wie bei
USB) einbauen und den Schaltweg B auf A legen lassen. Somit braucht man nur
noch am Filterwahlknopf den ECSS-Betrieb einstellen; einfacher geht es dann
kaum mehr. Diese Modifikationen möchte ich jedem EKD 315 Besitzer wärmstens
empfehlen, die Kosten betragen ca. DM 300.-
Nun hatte ich das Glück, auch andere Geräte wie die Empfänger von Lowe mit dem
EKD vergleichen zu können. Auf Mittelwelle und im Tropenband hielt der HF-150
oft mit, manchmal gab er gehörmäßig ein etwas besseres Signal ab. Man sieht
also, daß auch beste technische Daten nicht immer gleichbedeutend mit grosser
Überlegenheit im praktischen Empfangsbetrieb sein müssen. Dies gilt aber nur
für das Rundfunk-DXen. Bei anderen Betriebsarten wie CW ergibt sich ein anderes
Bild. Es ist wichtig, wie so oft, gut angepasste Antennen zu verwenden.
Wer sich heut einen EKD 315 zulegen möchte, muß mit einem Preis von ca. DM 2000
rechnen, manchmal auch mit etwas mehr. Selten gibt es preisgünstigere Angebote.
Problematisch ist dabei die Herkunft der Geräte.
Ein EZ 111 ist mit Glück noch für ca. 300 DM erhältlich. Handbücher gibt es
meist auf Funkflohmärkten in kopierter Form zu erstehen (sogenannte Erzeugnisunterlagen,
das sind praktisch Bedienungs- und Reparaturbücher). Ersatzteile (EL 1 Kiste,
Einschubkassetten u.a.) sind meines Wissens kaum noch zu ergattern. Eine Firma
(1) bietet aber noch einzelne neuwertige Platinen (z.B. Oszillatoren 1bis 3)
zu einem "sehr guten Kurs" an. Die oben schon erwähnte Aktivantenne KAA 1000
dürfte nicht mehr oft auf dem Markt sein; taucht sie irgendwo auf, sollte man
zugreifen.
Einen "innerbetrieblichen Schwachpunkt" hat der EKD 315 aber mit Sicherheit:
Den Phasenregelkreis 3, der für die Signalumsetzung ZF 1auf ZF 2 zuständig ist
und den 70-MHz-Quarzoszillator integriert hat. Auch Oszillator I könnte aus
der Reihe fallen. Es können Haarrisse nach einigen Betriebsjahren auftreten
und den Signalweg unterbrechen.
Vor einem endgültigen Kauf sollte man den Empfänger also ruhig längere Perioden
durchlaufen lassen und das Gerät nicht zu oft in kurzer Zeitspanne an- und ausschalten.
Schließlich ist das Schwergewicht für den Dauerbetrieb konzipiert worden.
Persönlich möchte ich sagen, daß der Köpenick Empfänger mit gutem Gewissen empfohlen
werden kann, auch für den vielbeschäftigten Programmhörer, der auch zeitweilig
DX betreibt. Für diese Anlage sollte man aber einschließlich EZ 111, externem
Notch-Filter und guter Antenne etwas über DM 3000 einplanen. Vielleicht doch
eine Alternative zu neuwertigen semiprofessionellen Geräten dieser Preisklasse?
Danke an Ralf Helsper für den zu Verfügung gestellten Beitrag.
Kommentar von Bruno Schubarth am 23.05.2009:
Hallo Fenu, habe mich als eifriger Besucher Deiner Web-Site sehr über den Erfahrungsbericht zum EKD-315 von Ralf Helsper gefreut. Solche praxisorientierten Beiträge sind sehr interessant und hilfreich für Besitzer solcher Empfänger oder ambitionierte Amateure, die solche RX kaufen wollen. Allerdings denke ich mir, dass man einen solche Artikel, der schon 14 Jahre alt ist und in der wwh 5/1995 gedruckt wurde, kommentieren und ergänzen sollte: Genaue Angaben zu heutigen Preisen auf dem Gebrauchtmarkt kann ich nicht machen. Ich denke aber, dass ein EKD-315 schon für unter 500 Euro zu haben sein wird. Wichtig erscheint mir zu wiederholen, was Ralf Helsper schon geschrieben hatte: Dieser Empfänger wurde in der damaligen DDR für militärische Zwecke entwickelt und gebaut und sollte nicht kurzzeitig hintereinander ein- und ausgeschaltet werden. Er ist für den Dauerbetrieb konzipiert und verträgt im Gegensatz zu moderneren Geräten auch sehr lange Drahtantennen klaglos! Seine absolute Achillesferse ist das sog. Netzausfallrelais NSF 30.1-260. Das war dafür gedacht, den EKD-315 bei Netzausfall sofort an eine 24 Volt Gleichspannung zu schalten und damit den Empfang aufrecht zu erhalten. Wie aus Insiderkreisen bekannt, hat dieses Bauteil eine sehr hohe Ausfallrate. Das ist aber nicht allzu tragisch, da man auch jetzt noch solche Relais als Ersatzteil beschaffen kann (bsw. über k-d.b@t-online.de zum Stückpreis von 9,50 Euro) Es gibt aber auch spezielle "Reparaturhinweise Netzteile der Serie EKD 100, 300, 500 und EZ 100", in denen detailliert die Reparautur beschieben bzw. Verbesserungsvorschläge gemacht werden, durch Einbau von Vorwiderständen, Dioden und einem Kondensator dieses Problem zu beheben. Als Schnellhilfe bietet es sich an, bei durchgebrannter Spule die Relaiskontakte durch mechanisches Fixieren des Ankers zu schließen. Es wird angenommen, dass der häufige Ausfall dieses Relais durch zu strammes Wickeln der Relaisspule (Produktionsfehler) und damit deren Überhitzung zustande kommt.Nichtsdestotrotz kann der EKD-315 auch noch zur jetzigen Zeit weiterhin als sehr guter RX eingestuft und empfohlen werden. Es muß dazu wiederholt werden, dass sein Haupteinsatzgebiet die militärische Kommunikation war und hier das Funkfernschreiben RTTY, nicht so sehr Sprache und Morsetelegrafie. Dennoch schlägt er sich auch noch in CW und SSB heutzutage hervorragend. So konnte Albert Kosnopfel in einem Empfangsvergleich zwischen Perseus, Icom IC-R71E und einem RFT EKD 300 feststellen, dass die Sprachverständlichkeit beim Fade-Out eines Signales von AFRTS Hawaii auf 10320kHz bei -108dB, also knapp über dem Rauschen, erst beim Perseus, dann beim IC-R71E und erst zum Schluß beim EKD 300 verloren ging. Das beweist die hervorragende Empfangsqualität dieses Empfängers aus der ehemailgen DDR. Fazit: Wer genügend Platz auf dem Stationstisch hat, nostalgishe RX in Armeegrün mag und Zeit für einen ausführlichen Test vor dem Kauf mitbringt, ist mit einem EKD-300 oder dem Nachfolgetyp EKD-500 gut beraten. Er bekommt einen Spitzenempfänger! Viele Grüße Bruno
VFO- Abstimmknöpfe für diverse Empfänger
Oft ist es so, das einem der Original- VFO- Abstimmknopf nicht passt. Von der Ergonomie und vom Aussehen her. Da muss man sich irgendwo einen passenden Knopf beschaffen, was sich als äusserst schwierig gestaltet. Oder wie bei mir, sich selber einen herstellen. In diesem Falle, habe ich mir für meinen jetzigen Lieblingsempfänger, den Lowe HF-235, selbst einen VFO-Knopf aus Aluminium hergestellt. Jetzt macht das Abstimmen noch mehr Spass und ist zudem Feinfühliger.
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Fernabgestimmte Loop-Antenne für den Kurzwellenempfang
Ein Reiz des Kurzwellen-Hörens besteht für mich in verschiedenen Basteleien mit dem Ziel, noch mehr Signale aus dem Äther zu holen. Die billigsten Empfangsverbesserungen kann man gewöhnlich bei der Antennenanlage vornehmen. Hier stelle ich meine Fernabgestimmte Loopantenne vor. Ihr Funktionsprinzip ist im Internet gut dokumentiert, so dass ich hier nicht speziell darauf eingehe. Nur soviel: Loopantennen – sog. magnetische Loops - nutzen vorwiegend die magnetische Komponente des Feldes und sind daher wesentlich resistenter gegen lokale elektrische Störungen (Bildschirme, Dimmer, …) als elektrische Antennen, was schwache Signale z.T. erst lesbar macht.

Der Drahtaufbau im Nordgiebel meines Dachbodens ist schnell erklärt und fast ebenso schnell gebaut: Die Schwingkreisspule (die Loop) besteht aus einem aufgetrennten Lautsprecherkabel mit grossem Querschnitt und einer Gesamtlänge von ca. 6.5 m. Die beiden Enden sind mit dem Drehkondensator verbunden. Die Koppelschleife, hier weiss, misst etwa 50 cm im Durchmesser; sie wird aus beliebigem Koaxkabel hergestellt. Sie muss in der Ebene der Loop und gegenüber der Abstimmung liegen. Der Link (1) gibt Auskunft über die Beschaltung der Schleife. Ein RG58-Kabel führt zum 50 Ohm-Eingang des Empfängers. Beide Kabel sind am Firstbalken rund 15 cm von der Wand entfernt mit Polyesterseil aufgehängt. Das Loopkabel wird zudem wie in der Skizze unten gezeigt von den Dachsparren abgespannt.
(1) http://www.knallfunke.de/drm/antennen/index.htm

Aufbauschema. Rot: Loop; grün: Koppelkabel; blau: Motorkabel für Abstimmung(2adrig).
Etwas aufwendiger gestaltete sich die Abstimmung mittels eines kleinen Gleichstrommotors.
Die Untersetzungsmechanik war dabei der eigentliche Knackpunkt:

Rechts aussen am Gehäuse, sieht man den
Motor samt Grundplatte und zwei Untersetzungsstufen aus einem Kassettenradio.
Getriebe und Drehko sind in einem Gehäuse aus Pertinaxplatten untergebracht.
Dem Motorgetriebeist ein Schneckentrieb 60:1 nachgeschaltet. Die Messingwelle
des Schneckenrads reibt eine Transmission (Nylonsaite) an, welche dann über
das grosse Aluminiumrad die Drehkoachse bewegt. Letzterer ist selbst nochmals
untersetzt. Die Transmission sorgt dafür, dass der Antrieb am Anschlag des Drehkos
durchdreht – es gibt nämlich keine Rückmeldung, wann dieser erreicht
ist! Mit dieser sehr grossen Untersetzung ergibt sich eine feinfühlige Abstimmung
trotz hoher Motordrehzahl. Der Doppeldrehko hat 480+320 pF, die beiden Pakete
sind parallel geschaltet. Der Abstimmbereich reicht von 3,2 bis 10 MHz; das
Durchstimmen des ganzen Bereichs dauert gegen zwei Minuten. Der Abstimmblock
ist in Luftpolsterfolie gepackt und liegt auf einer Schaumstoffmatte, damit
sich das Motorgeräusch nicht in die Wohnräume überträgt und die Bewohner aus
dem Schlaf reisst.

Ich habe mich mehr oder weniger an die Anleitung unter Link (2) gehalten, um den Motor zu schalten. Die Steuerung liegt als kleines Kästchen auf dem Schreibtisch. Ein 12V Steckernetzteil liefert die Spannung, welche über ein altes Telefonkabel mit vier paarweise verlöteten Adern dem Motor zugeführt wird.
(2) http://www.vfo-magazin.de/index.pl/antennenfernsteuerung_mit_motor__xx/2006
Zur Praxis: Vergleichen konnte ich die Dachbodenloop mit einer abstimmbaren
90 cm Loop neben dem Empfänger (und Computer) sowie einer am Dachgiebel montierten
Aktivantenne MFJ-1024. Gegenüber der kleinen liefert die grosse Loop einen im
Mittel rund 6.5 dB höheren Signalpegel. Zudem ist sie aufgrund ihrer Lage wesentlich
ruhiger, was sich in der ungemein verbesserten Lesbarkeit schwächerer Stationen
bemerkbar macht. Auch gegenüber der Aktivantenne, welche viel stärker rauscht,
verzeichnet sie ganz deutliche Vorteile. Beim Hin- und Herschalten ist der Unterschied
drastisch hörbar! Ich kann mit der Antenne eine ganze Reihe neuer Tropenbandstationen
hören.
Und der gegenwärtig stärkste Afrikaner, Radio Tschad aus N’Djaména, kam um Neujahr
2008 mit bis zu S9+15 dB herein – in einer Qualität, die ich auf 60m noch nie
gehört hatte. Die Abstimmung ist so scharf, dass man auf dem nur 44 kHz breiten
Spektrumdisplay des Ciaoradio H101 den Signalbuckel wandern sieht. Fehlabstimmung
um mehr als 10-15 kHz hat bereits eine Signaleinbusse zur Folge. Andererseits
dauert der Bandwechsel eine kleine Ewigkeit. Das hat zur Folge, dass ich mich
einem Frequenzband viel ausführlicher als früher widme, was aber dank sauberer
Signale nun auch viel mehr Spass macht. Zugegeben, eine Schnellverstellung wäre
dennoch praktisch…Alles in allem aber eine sehr gute und störungsarme Antenne,
und dazu die Befriedigung, mit Teilen aus der Bastelkiste - also praktisch zum
Nulltarif - eine derartige Steigerung der Empfangsqualität erreicht zu haben.
Zur Nachahmung und Verbesserung empfohlen!
Daniel Steiner, Januar 2009
E-Mail:
ste2@stafag.ch
Vielen Dank an Daniel für den tollen Beitrag!
JRC NRD535D & Kiwa Modifikation
Der JRC NRD535 gibt es in verschiedenen Varianten. Doch alle haben die gleiche mühsame Eigenschaft. Der dumpfe Klang. Wenn man längere Zeit am Empfänger sitzt und DX macht, wird es sprichwörtlich mühsam mit dem dumpfen Klang. Doch es gibt glücklicherweise findige Elektroniker, die dieser schlechten Eigenschaft dieses sonst exzellenten Empfängers entgegen wirken. Diese Modifikation ist vom amerikanischen Modifizierer Kiwa Electronics. Von dort habe ich die entsprechenden Teile kommen lassen. Eingebaut hat sie der versierte und bekannte Jürgen Martens Funktechnik. Nun, der NRD535D klingt jetzt einiges besser und verständlicher.
Vor und nach der Modifikation habe ich Aufnahmen von der Deutschen Welle auf 6075khz gemacht. Dies, um den Klangunterschied rauszuhören.
Die erste Ansage von DW ist vor der Modifikation und wurde am 7.11.2007 gemacht. Die zweite Ansage von DW ist nach der Modifikation und wurde am 23.11.2007 gemacht. Der Unterschied ist recht gut zu hören. Die zweite Ansage ist deutlich höhenbetonter.
Die Beurteilung von Kurzwellenempfängern
Mit freundlicher Genemigung des VFO- Magazins
Danke an den Autor Markus Tillmann
M.Tillmann 07/99
Der angehende SWL hat irgendwann einmal vor der Frage gestanden: Welchen Kurzwellenempfänger
soll mir mein Hobby ermöglichen? Dann geht die Suche los. Testberichte werden
gelesen, Erfahrungen von Hobby-Kollegen werden eingeholt. Genauso geht es oft
dem SWL, der sich verbessern möchte. Und dann kommt das Übliche: Je mehr man
weiß, desto mehr weiß man, was man noch nicht weiß. Die Widersprüche nehmen
zu, jeder scheint anderer Meinung zu sein. Und das, obwohl es doch offensichtlich
eindeutige Kriterien zur Beurteilung eines Weltempfängers gibt. Diese Kriterien
können rein technisch definiert oder auch subjektiv beeinflußt sein. Einige
wesentliche, messtechnisch erfassbare Eckdaten sind u.a.:
- Empfindlichkeit
- Trennschärfe
- Frequenzstabilität
- Dynamikbereich
- Kreuzmodulation
- Weitabselektion
- Spiegelfrequenzunterdrückung
Anhand derer ließen sich doch im Grunde die Geräte gut miteinander vergleichen.
Scheitern tut das allerdings daran, dass die meisten Publikationen diese Daten
nicht oder nur unvollständig veröffentlichen. Zudem wäre ein Vergleich aufgrund
von Prospektangaben, die oft auch Fachzeitschriften als Quelle dienen, wenig
aussagefähig. Dabei beziehen sich o.g. Eckdaten nämlich zum Teil auf verschiedene
physikalischen Einheiten.
Die Empfindlichkeit beispielsweise, angegeben in µV, sind zu verschiedensten
Bedingungen ermittelt. Zu berücksichtigen ist nämlich die Bandbreite und Frequenz,
bei der die Messung stattfindet. Je schmalbandiger der Empfänger geschaltet
ist, um so empfindlicher kann sich der Empfänger zeigen. Das geht soweit, dass
manche Hersteller eine schmalbandige Konfiguration für ihre Messungen wählen,
die nicht einmal serienmäßig angeboten wird, bestenfalls auf Option.
Bei der Trennschärfe ist vor allem zu berücksichtigen, welche Charakteristik
die Filter aufweisen. Insbesondere die Steilflankigkeit ist gefragt. Sie wird
ersichtlich aus dem Shape-Faktor, der das Verhältnis zwischen zwei Dämpfungswerten
angibt. Z.B. hat ein Filter die Werte 2,4 / 6,0 kHz bei -6 / -60dB. Der Shape-Faktor
beträgt hier 6,0 : 2,4, also 2,5. Je kleiner der Shape-Faktor ist, desto steilflankiger
und besser ist das Filter. Zu achten ist auf den zweiten dB-Wert, der oft mit
-50dB angegeben wird. Eine solche Angabe kann in Prospekten zu besseren Angaben
führen, da der Dämpfungswert eine geringere Tiefe aufweisen braucht. Soviel
zu den ZF-Filtern, die die NF-Bandbreite bestimmen. Die wirklich effektive Trennschärfe
wird aber auch durch die Eingangs- und Weitabselektion beeinflußt.
Angaben zur Frequenzstabilität sollten ebenfalls auf ihren Bezug hin überprüft
werden. Es ist sicher kein Geheimnis, ppm in Hz umzurechnen. Berücksichtigt
werden muss aber, auf welchen Zeitraum diese Frequenzänderung geschieht. Oft
werden Angaben geschönt, indem die Frequenzdrift erst nach einer gewissen Aufwärmzeit
angegeben wird, in der bekanntlich die größte Drift erfolgt.
Keine Leistungsangabe eines Empfängers wird derart missbraucht und gleichermaßen
missverstanden wie der Dynamikbereich. Immerhin stellt er so etwas wie eine
?Gesamtleistungsfähigkeit? eines Empfängers dar und wirkt sich entscheidend
auf die nutzbare Empfindlichkeit aus. Der Zustopfeffekt lässt sich messen durch
die Desensibilisierung, die entsteht, wenn Signalspannungen eingespeist werden,
welche in gewissem Frequenzabstand zueinander liegen und von dem einer in seinem
Pegel soweit erhöht wird, bis eine Sättigung eintritt. Hier wird ein Zustopfen
bei manchen Herstellern bei 1dB, bei anderen erst bei 3dB Amplitudenabfall angegeben.
Letzteres erlaubt natürlich bessere Angaben für den Dynamikbereich. Während
ein Differenzwert gleich einer tatsächlich verwendeten ZF-Bandbreite die realitätsnächsten
Werte für den Dynamikbereich ergeben würde, werden die meisten Messungen mit
20, 30 oder gar 50 kHz Differenz gemessen. Damit steigt der dB-Wert des Dynamikbereiches
prospektgerecht um bis zu 40dB an. Entscheidend also ist die Angabe der Frequenzdifferenz,
mit der der Empfänger bei der Messung beaufschlagt und bis in die Sättigung
getrieben wird. Ebenso ist die Vergleichbarkeit der Eingangspegel zu beachten.
Die hier aufgeführten Punkte sind nur Beispiele, die aufzeigen sollen, wie sehr
die Beurteilung eines Empfängers von der Deutung einzelner Eckdaten abhängig
ist. Um nicht noch weiter ins Detail zu gehen sei gesagt, dass auch bei Angaben
zu Kreuzmodulation, der Weitabselektion und z.B. der Spiegelfrequenzdämpfung
immer die genauen Meßverfahren bekannt sein müssen, um diese Meßwerte überhaupt
zum Vergleich von Empfängern heranziehen zu können.
Wie kommt es aber, dass trotz vergleichbarer Messwerte (wenn sie es schließlich
wirklich wären), die Güte des einen oder anderen Empfängers bei einem Vergleich
unterschiedlich bewertet wird. Sicher spielt hier auch das subjektive Hörempfinden
ein Rolle.
Da ist beispielsweise der Frequenzgang der NF-Stufe und des Lautsprechers, der
dem einen Hörer mehr entspricht als dem des anderen. Selbst die Regelkonstante
der AGC wird subjektiv verschieden bewertet. Verschieden schaltbare Zeitkonstanten
bieten, auch als Voraussetztung für das Hören spezieller Betriebsarten, eine
Anpassung an die Bedürfnisse.
Ebenso subjektiv wird die Anbringung von Bedienungselementen, deren Logik in
der Bedienung und die Form und Farbe des Displays bewertet. Auch wenn es hinsichtlich
solcher Merkmale sicher Grenzen nach unten gibt. Wenn bei einem Stationsgerät
beispielsweise nadelkopfgroße Taster Verwendung finden, wie es bei einem ?Taschengerät?
evtl. notwendig ist, wäre das durchaus kritikwürdig.
An Krümelsuche erinnert mich dagegen z.B. die Kritik an einen Antennenwahlschalter,
weil er auf der Geräterückseite angebracht ist. Sicher wäre es sinnvoller, ihn
vorn anzubringen, aber es ist recht wahrscheinlich, dass ein Empfänger, der
nur eine Antennenbuchse besitzt, den Kritikpunkt ?Antennenwahlschalter? gar
nicht erst erhält. Ist es von entscheidender Bedeutung, ob das Display Vakuumröhren,
LED´s oder LCD besitzt, ob die Taster schwarz, weiß oder rot beschriftet sind,
ob Tasten doppelt belegt oder doppelt vorhanden sind, ob der Lautsprecher oben,
vorne oder unten ist, ob, ob, ob... Auf jedes Argument gibt es ein ebenso gewichtiges
Gegenargument.
Für die Bewertungen eines Kurzwellenempfängers sollte nach folgenden Ergebnissen
unterschieden werden:
1. unakzeptabel, weil z.B. die Funktion defacto nicht erfüllt oder in Frage
gestellt ist
2. verbesserungswürdig, wobei die Funktion dennoch vorhanden und nutzbar ist
3. gut
Die unter Punkt zwei genannte Bewertung gibt sicher den meisten Anlass zum Grübeln.
Anders gesagt, bei dessen Klärung wird vermutlich die Entscheidung zum Kauf
getroffen. Aus vielen Diskussionen ist festzustellen, dass hier z.T. recht übertriebene
Forderungen an einen Empfänger gestellt werden. Wie schon oben gezeigt, gibt
es verbesserungswürdige Eigenschaften, die aber selbst bei häufiger Nutzung
kaum hinderlich oder störend sein müssen. Vielmehr erhitzen sich SWL´s aus ?Prinzip?
an relativ unbedeutenden Dingen. Ursache dafür ist manchmal schon die fehlende
Bereitschaft, sich bei der Bedienung an eine andere Philosophie zu gewöhnen
oder einfach bei der Betätigung der Tasten ein Klick statt einem Klack zu akzeptieren.
Ein sachlicher Forderungskatalog, vorab aufgestellt, könnte hier Hilfe bei einer
Kaufentscheidung bieten, sofern man sich dann auch daran hält.
Völlig außer Acht gelassene Kriterien sind oft die mechanische Qualität der
Gehäuse und überhaupt aller Komponenten. Damit verbunden sind die Haltbarkeit
des gesamten Gerätes. Hierzu lassen sich kaum Empfehlungen geben, außer, man
möge sich den Kandidaten genau anschauen und evtl. einen Blick hineinwerfen.
Doch Auskunft über die tatsächliche Haltbarkeit der Komponenten wird nur die
Zeit geben können, die bei neuen Produkten eben noch nicht abgelaufen ist.
Da sind Bedienungs- und Anschlussmöglichkeiten am Empfänger, auf die der eine
nicht verzichten möchte, für den anderen jedoch völlig uninteressant sind. Am
Preis allein lässt sich der Wert jedenfalls nicht messen, dafür gibt es zu gewichtige
Kriterien, die einen geringer ausgestatteten Empfänger dennoch preiswürdig genug
erscheinen lassen. Reden wir nur mal von der Empfangsleistung an sich. Die ergeben
sich sich nicht zwangsläufig durch Ausstattungsdetails. Bestes Beispiel sind
Sende- und Empfangsgeräte, wie sie in der Fliegerei und dem Militär Verwendung
finden. Hier wird bewusst auf Bedienungsvielfalt verzichtet.
Es werden Geräte miteinander verglichen, welche nach dem Gesetz des Preisleistungsverhältnisses
überhaupt nicht vergleichbar sind. Und gerade in diesem Verhältnis sähe ich
eine realistische Bewertungsmöglichkeit, obwohl dies die schwierige Einbeziehung
aller nur denkbaren Merkmale erforderte und im Einzelnen noch verschieden schwer
bewertet werden müssten. Und wer könnte das schließlich objektiv tun.
Es werden bei der Bewertung Anforderungen an Geräte gestellt, die einfach nicht
für den entsprechenden Zweck konzipiert sind. Dazu fällt mir dann ein, dass
ein kleiner ?Aldi?-Weltempfänger besser ist als ein professionelles Stationsgerät,
wenn man ihn einfach, im Gegensatz zum Stationsgerät, zum richtigen Zeitpunkt
bei sich trägt. Was bedeutet also ?besser? oder ?schlechter??

Da gibt es dann auch noch die starke Verbundenheiten zu Geräten bestimmter Hersteller,
die wirklich jeder Objektivität entbehren. Wenn sich dies aus persönlicher Erfahrung
heraus so entwickelt, ist daran aber auch nichts auszusetzten, wenn der Hörer
diese Kriterien zur Auswahl seines eigenen Gerätes anwendet. Schließlich muss
er dann damit zufrieden sein. Er dürfte dann nur nicht damit sachlich argumentieren.
Viel Unsachlichkeit unter SWL´s bei der Beurteilung von Empfängsgeräten ist
die Folge von journalistischen Bemühungen. So kann man sich in einigen Fachzeitschriften
sicher sein, dass ein neues Gerät, welches auf den Markt kommt, totsicher als
das beste seiner Klasse beschrieben wird, das es je gegeben hat. Da wird fast
jedes Jahr ein neues Referenzgerät gepriesen, was den potenziellen Käufer nur
verunsichert. Darüber hinaus stellt man auch herstellerbezogene Sympatien und
Antipatien fest. Welche Gründe hat das nur? Der Leser hat leider nicht viele
Möglichkeiten, sich dem zu entziehen, wenn er informiert sein will.
Was bleibt als Fazit?
Ideal wäre natürlich die Möglichkeit, ein Gerät selber testen zu können. Mit
einem Antennenwahlschalter ließen sich so direkte Empfangsvergleiche anstellen.
Der Zeitaufwand wäre aber beträchtlich, denn es wäre sinnvoll, einen Vergleich
über das gesamte, empfangbare Frequenzspektrum in relativ kleinen Schritten
durchzuführen, ebenso wie die Wahl verschiedener Betriebsarten. Einige empfangene
Highlights geben nämlich keinen Aufschluss über die Empfangsleistung. Ich stelle
mir gerade bildlich vor, wie ich, ausgerüstet mit Frequenzbüchern und Thermoskanne,
im Laden stehe und den Verkäufer bitte, mir eines seiner Empfangsgeräte einmal
für ein paar Stunden zur Verfügung zu stellen. Er wird sich bedanken, und nicht
weniger, wenn ich ihm vorher noch klar mache, dass ich dieses Gerät ?vielleicht?
einmal kaufen möchte.
Wahrscheinlicher ist es, dass man sich für ein Gerät interessiert, welches einem
nicht zum Test zu Verfügung gestellt wird.
Als erstes verweise ich dann wirklich auf die technischen Daten, welche einen
Vergleich zulassen, wenn sie richtig gedeutet werden (s.o.). Aber auch, wenn
sie den vielleicht stärksten Strohhalm in Bezug auf die Empfangsqualität darstellen,
an den wird uns zur Beurteilung klammern können, geben sie des subjektiven Hörempfindens
wegen keine vollständige Auskunft.
Die Ausstattung ist weitestgehend den Testberichten und Prospekten zu entnehmen.
Sie beeinflussen die Kaufentscheidung mit am höchsten. Dies und den damit verbundenen
Preis muss jeder selbst relativieren. Die Überlegung, für was brauche ich den
Empfänger, sollte dabei mit hoher Priorität Berücksichtigung finden.
Das Timewave DSP-59+ ist ein digitales Audiofilter mir sehr guten Eigenschaften bei einfacher Bedienung. Es verfügt über 15 Tief- und 15 Hochpassfilter, die individuell und kombinierbar eingestellt werden können. Es lässt sich im Bereich von 200Hz – 3,4Khz regeln. Auch ein Bandpassfilter ist schaltbar. Bereich: 25Hz – 600Hz. Somit lässt sich der DSP 59+ für digitale Betriebsarten und auch für Sprache sehr gut einsetzen. Nicht zu vergessen ist der automatische, sehr wirksame Notchfilter, der mehrere Töne gleichzeitig ausblenden kann. Auch ist eine AGC- Schaltung eingebaut. Diese wirkt sich beruhigend auf das Signal aus. Selbstverständlich ist ein adaptives Rauschfilter schaltbar. Die Intensität kann man mittels Jumper im Geräteinnern einstellen. Die ganze Filterung lässt sich mit einen Bypassschalter auch umgehen.
Ich habe den DSP-59+ mit dem ED88NF, dass völlig Analog arbeitet, verglichen.
Was sofort auffällt, ist die völlig unterschiedliche Bedienbarkeit der beiden Geräte. Einfach ausgesprochen, der DSP-59+ ist wesentlich einfacher zu bedienen als der ED88NF. Man kann den DSP-59+ viel schneller auf das Signal einstellen. Bis man den ED88NF auch soweit hat, ist das Wunschsignal unter umständen schon weg. Den DSP Filtern wird oft nachgesagt, das sie blechern klingen und der Modulation einen Dosenklang verleihen. Das ist beim DSP-59+ nicht der Fall. Wenn ich zwischen dem ED88NF und dem DSP-59+ hin und her schalte, ist kein Unterschied feststellbar. Ausser es wird das adaptive Rauschfilter zugeschaltet. Dann sind in der Tat digitale Artefakte zu hören. In der schwächsten Einstellung aber, ist davon auch fast nichts mehr zu hören. Das ist aber auch vom Radiosignal abhängig. Der grösste Unterschied ist, der ED88NF klingt Bassbetonter als der DSP-59+.
Der DSP-59+ ist sehr zu empfehlen für DX und digitale Betriebsarten. Leider wird dieses Gerät nicht mehr hergestellt. Es wird also schwierig sein ein solches zu finden.

Obwohl der Hagenuk RX 1001 M nicht für DRM ausgelegt ist, lässt es sich trotzdem sehr leicht und bequem DRM decodieren. Er besitzt auf seiner Rückseite einen 10khz Ausgang der dafür genutzt werden kann. Klar, 10khz sind etwas wenig! DRM funktioniert so richtig ab 12khz Bandbreite. Es geht aber trotzdem. Anhand des Videobeispiels ist zu sehen, dass RTL Radio auf 6095khz sehr gut daher kommt. Der Sender konnte nach dieser Aufnahme für über einer Stunde unterbrechungsfrei decodiert werden.
Fazit: Zur Nachahmung empfohlen!
Der ED 88 NF ist ein analog arbeitendes Audiofilter für Empfangsanwendungen. Der grosse Vorteil gegenüber den digital (DSP) arbeitenden Audiofiltern ist der, dass der Ton „normal“ und nicht „blechern“ klingt. Er hat 2 Peak- Filter und 2 Notch- Filter eingebaut. Man hat auch die Möglichkeit Peak und Notch zu kombinieren. Doch was kann man mit „Peak“ und „Notch“ machen?? Mit der Funktion Peak kann man einen Bereich aus dem Audiospektrum Lautstärkemässig anheben. Wenn das Signal z.b. stark verrauscht ist, kann man mit der Peak- Funktion das Signal aus dem Rauschen anheben, indem man mit dem Peak- Regler langsam an das Signal randreht. Dann kann man mit dem Breitenregler die Breite des Signals bestimmen die man aus dem Rauschen anheben will. Der Notch macht genau das Gegenteil. Er unterdrückt, die eingestellte Frequenz des Audiospektrums, auch das kann in der Breite eingestellt werden. Das können Pfeiftöne, Rauschen, Brummen, usw. sein. Anschliessen kann man einen Lautsprecher und einen Kopfhörer, beide mit 3,5mm Klinkenstecker. Der ED 88 NF hat zudem einen 5 Pol- DIN Ausgang für externe Audioaufnahmegeräte, wie z.b. einen PC. Das ganze ist in einem sehr robusten und schönen Blechgehäuse verpackt. Wie steht es mit der Bedienung des Audiofilters? Der ED 88 NF ist nicht sehr geeignet für Anfänger. Das heisst, wer keine Erfahrung im Kurzwellenhobby hat, wird mühe haben mit diesem Filter umzugehen. Es braucht eine gewisse Erfahrung um die tollen Möglichkeiten dieses Gerätes voll ausschöpfen zu können. Die Regler müssen sehr behutsam gedreht werden, sonst dreht man über den Wirkungsbereich, der oft sehr schmal ist, drüber hinaus. Wenn man aber den „Dreh“ raus hat, wird man mit dem ED 88 NF sehr zufrieden sein. Für ungeduldige ist der ED 88 NF auch nicht die erste Wahl, weil es schon ein bisschen Zeit braucht, um das Filter optimal einzustellen.
Anschliessen und loslegen? Nein!!
In vielen Fällen, so wie bei mir, muss zuerst der Audiopegel im Geräteinnern angepasst werden. Dieser ist meistens zu laut, wenn das Filter aktiviert wird. Für das hat es im innern des Gerätes zwei Potis, einer für die Lautstärke, einer für die rote Leuchtdiode, die den Modulationspegel anzeigt. Es kann auch sein, das gelötet werden muss. Bei meinem ED 88 NF musste ich einen Widerstand in den Kopfhörerausgang löten, um die Lautstärke runter zu bekommen. Die Lautstärke des Kopfhörers war im Vergleich mit dem Lautsprecher viel zu laut. Das ist aber vom verwendeten Kopfhörer abhängig. Vielleicht sollte der Hersteller den Kopfhörerausgang auch regelbar machen! Nach einiger Angewöhnungszeit kann man gute Ergebnisse mit dem Audiofilter erzielen. Aber er kann nicht unmögliches möglich machen! (So steht es auch auf der Webseite des Herstellers.) Das Problem bei solchen Filtern ist, das viele Kurzwellenhörer zuviel vom Gerät erwarten. Im Nachhinein ist man dann enttäuscht, weil sich das Wunschsignal nicht so einstellen lässt, wie man es sich vorgestellt hatte. Darum ist eine gewisse Erfahrung die Voraussetzung, wenn man so einen Filter zufriedenstellend betreiben will.
Für geübte und geduldige DXer sehr zu empfehlen.

Vorstellung des Hagenuk RX 1001 M
Der Hagenuk RX 1001 M ist ein Empfänger, das für die Militär- und Marinekommunikation gebaut wurde. Er wird sicher noch auf diversen Hochseeschiffen und vielleicht auch noch in einigen wenigen Küstenfunkstellen zu finden sein. Wie viele andere Profi- Empfänger ist auch der RX 1001 M sehr stabil gebaut. Im Vergleich mit Hobbygeräten wirkt er wie ein Panzer, von der Bauweise, Gewicht wie auch von der Grösse her. Das Gerät alleine wiegt fast 17 kg. Mit dem Tischgehäuse bringt er es auf knapp 30 kg! Das ist auch gerechtfertigt, denn so ein Gerät sollte im täglichen professionellen Einsatz mehrere Jahre halten. Nun, mein RX 1001 M war ein so genanntes „Depotgerät“, also ein Ersatzempfänger. Er war nie im Einsatz. Er ist eigentlich als neu anzusehen, obwohl er 1992 gebaut wurde.
Der Hagenuk RX 1001 M hat einen durchgehenden Frequenzbereich von 10Khz – 30Mhz in den Betriebsarten AM, USB, LSB, CW, RTTY. Abstimmschritte sind 10Hz und 100Hz. Er besitzt 99 Speicherkanäle die mit diversen Suchlaufmöglichkeiten durchgescannt werden können. Jeder Kanal kann individuell programmiert werden, z.b. mit „Scan by Time“. Das bedeutet, jedem Speicherplatz kann eine unterschiedliche Verweildauer zu einer bestimmten Uhrzeit programmiert werden. Für unbemannte Frequenzbeobachtungen ist dies eine tolle Sache. Er hat ein sehr gutes Grosssignalverhalten von IP3+ 26dbm, allerdings erst ab 1 Mhz. Der Hagenuk ist einfach zu bedienen. Er ist zwar nicht wie andere Empfänger, die für eine Funktion eine Taste haben. Nein, bei ihm muss man einen Code über die Tastatur eingeben, wenn man z.b. die Betriebsart wechseln will. Will man auf „AM“ schalten, so drückt man die Nummer „11“. Will man „LSB“, drückt man „13“. Jede Funktion hat also einen Code. Diese sind sehr gut auf der Front des RX 1001 M ersichtlich. Die aktive Funktion wird mit einer LED signalisiert. Ein Sahnestück ist das massive Abstimmrad. Dieses ist magnetisch gerastert. Einfach schön zum daran drehen. Das gilt auch für den BFO- Knopf. Er hat noch einen eingebauten Lautsprecher der gar nicht mal schlecht klingt. Dieser ist durch einen Schalter an der Front abschaltbar. Alle anderen Funktionen und Schalter auf der Front sind selbsterklärend.
Bleibt noch der Empfang!
Zu Anfang schon mal seine Stärken: Sehr guter SSB- Empfang, sehr gutes Grosssignalverhalten und sehr guter Klang.
Ab ca.500Khz kann man den RX 1001 M ernsthaft gebrauchen. Darunter sind in den Abendstunden etliche Grosssignalstörungen auszumachen. Wie es aussieht, besitzt er kein Tiefpassfilter für unter 1Mhz. Nur wenn der optionale Preselektor eingebaut ist, ist der Tiefpassfilter drin. Dieser ist aber sehr schwer aufzutreiben!
Wie schon erwähnt, ist SSB seine Stärke. Der Empfang ist ziemlich rauschfrei und sehr verständlich. Für DX in der Betriebsart SSB ein absolutes Topgerät. Mit einem guten Audiofilter, wie z.b. dem Dierking ED 88 NF kann man störende Pfeiftöne ausblenden, denn er hat keinen Notch und auch keinen Bandpasstuning. In AM klingt er auch sehr gut, doch hat er ein leichtes helles Rauschen, das bei schwachen Stationen etwas stört. Aber da bietet sich entweder der Empfang in SSB an oder man nimmt den Audiofilter zur Abhilfe.
Unterm Strich: ein Topempfänger, vor allem für die Betriebsart SSB. Einfach Toll !!
Warum ein Profigerät??
Es ist nicht nur die Empfangsleistung die ein solches Gerät interessant macht.
Ein Drake R8B, das ich auch noch habe, oder z.b. ein JRC NRD 525G, sind Empfangsmässig auf keinen Fall schlechter als ein Profi-Gerät. Ja, in gewissen Situationen ist ein Profi sogar unterlegen!
Es ist mehr die Faszination ein Profigerät auf dem Tisch zu haben. Nur schon die Grösse und das Gewicht sind schon verrückt! Die Originalverpackung hat es auch in sich, diese ist so stabil, das sie als Erdbebensicher durchgehen könnte. Die Bedienungsanleitung mit allen Schemas und Servicemanuals usw. ergeben einen 10 cm dicken Ordner. Dazu hat es nochmals einen Ordner mit der Ersatzteilliste. Selbstverständlich ist ein Prüfprotokoll von der Endkontrolle auch dabei.
Es macht einfach Spass mit so einem Gerät in die kurzen Wellen zu lauschen.

Der Datong FL-2 sollte unter den langjährigen Kurzwellenhörern ein Begriff sein. Auch wenn er schon bald ein Urgestein ist, ist seine Wirkung immer noch ausgezeichnet, vor allem bei SSB, CW und RTTY- Empfang. Er lässt sich aber auch gut auf AM benutzen. Der kleine Nachteil ist dann der, die maximale Filterbreite ist 3,5 Khz. Für AM etwas schmal. Aber für Extrem DX ist es sehr brauchbar. So lässt sich die Bandbreite von beiden Seiten einengen. Zu dem ist auch ein manuell einstellbarer Notchfilter eingebaut, auch sehr wirkungsvoll! Viele SWL's kommen aber nicht klar mit dem FL-2!! Warum?? Das Problem liegt nicht am Gerät sondern in der Handhabung. Die Filterung des FL-2 ist so steilflankig, dass man mit den Drehknöpfen sehr, sehr langsam und behutsam umgehen muss. Sonst erreicht man nicht das gewünschte Ergebnis. Es braucht schon etwas Übung und Erfahrung. Ein immer noch sehr empfehlenswertes Stationszubehör für DXer.

Vorstellung des Weltempfängers Redsun RP2100

Aus guter Einkaufsquelle in China, habe ich mir diesen Weltempfänger„Redsun RP2100“ schicken lassen. Eigentlich für den chinesischen Markt gebaut, wurde nun auch eine Version mit englischer Beschriftung, wenn auch nicht ganz Fehlerfrei für den übrigen Markt hergestellt. Er wird in Europa nun als "Elta 3569" angeboten. Der RP2100 ist ein Weltempfänger, hauptsächlich für den Rundfunkhörer. Er beherrscht UKW von 87 – 108Mhz, die Mittelwelle und die Kurzwelle, aufgeteilt in SW1, SW2 und SW3, von 1’711Khz – 30’000Khz. Für jeden Bandabschnitt stehen 10 Speicherplätze zur Verfügung. Im ganzen also 50 an der Zahl. Um es vorneweg zusagen, so eine eigenartige Speichereinteilung habe ich noch nie gesehen. Aber der RP2100 hat noch eine andere Sache, die für einen portablen, günstigen Weltempfänger zurzeit einzigartig ist. Und zwar hat er einen IF- Ausgang. An diesem IF- Ausgang kann man einen noch nicht lieferbaren DRM, SSB- Decoder anschliessen. Das gab es bis jetzt noch nie bei einen so günstigen Empfänger. Er kostet ganze 100$US mit Versand! Nebenbei erwähnt, hat er noch 2 Weckfunktionen, getrennte Höhen und Bass Einstellung, 2 schaltbare Bandbreiten für MW & KW und ein RF-Gain. Alles weitere sieht man auf dem schönen grossen Display. Er hat auch einen Anschluss für eine externe Antenne, allerdings muss man Fernsehstecker verwenden. Auch einzigartig: Der RP2100 kann wahlweise mit zwei Batterietypen betrieben werden. Per Schalter wählbar. Die Verarbeitung des Gerätes ist weitgehend gut und robust. Die Teleskopantenne ist auch von guter Qualität. So als Vergleich: Die Verarbeitung des RP2100 ist besser als die des Sony ICF-SW77. Bei diesem knarrt das Gehäuse ganz schön. Über die Antenne des SW77 will ich mich hier nicht äussern :-(
Wie ist den nun der Empfang: Gut bis sehr gut. In der Empfindlichkeit kommt er nicht ganz an den SW77 heran. Der RP2100 rauscht auch ein klein wenig mehr. Das Grosssignalverhalten ist auch nicht gerade das gelbe von Ei, also nicht besonders. Der obere Frequenzbereich wird irgendwie als Müllhalde benutzt, so kommt es mir vor. Ab ca.25Mhz sind ein Haufen Spiegelfrequenzen und Signalgemische zu hören, mit der Teleskopantenne natürlich. Interessanterweise ist zwischen dem 41m und dem 49m Band fast keine Effekte hörbar. Man beachte aber, die Grosssignalgeschichte ist sehr abhängig vom jeweiligen Standort. Nun aber zum positiven. Der RP2100 hat ganz einfach ein Superklang. Da klingt der SW77 im direkten Vergleich sehr dumpf. Der Klang erinnert mich an ganz frühe Zeiten, als man noch mit den grossen Röhrenradios die Mittelwelle hörte. So etwa klingt der RP2100.
Richtig satt und schön. Es macht richtig Spass durch die Mittelwelle zu kurbeln, weil auch die Abstimmung fast keine Geräusche erzeugt. Da ist der SW77 eine absolute Nervensäge, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Bandbreitenschaltung ist auch sehr gut gewählt. Wenn man auf die schmälere Bandbreite schaltet, so reduziert sich das Rauschen, aber der Klang wird kaum dumpf.
Auf UKW spielt er auch sehr gut, sogar in Stereo über Kopfhörer oder Line-out. Er ist etwas trennschärfer als der SW77 und klingt besser.
Wer einfach gut und gemütlich Radio hören will ohne dafür tief in die Tasche greifen zu müssen, der sollte sich den RP2100 kaufen. Bei dem Preis der absolute Hammer.
Vorstellung des Weltempfängers Eton E5

Etón E5
Seit einiger Zeit, sind im Internet des öfteren Berichte und Meinungen über die chinesische Empfängerschmiede „Degen“ zu lesen. Die Firma Degen entwirft und baut nicht nur für den eigenen Namen, sondern auch für andere Marken. Eine dieser Marken heisst Etón. Der Etón E5 sollte auch als Degen DE1106 auf dem Markt kommen, doch bis jetzt konnte ich keinen DE1106 im Internet finden. Nur „Lextronix“ und „Etón“ vertreiben den E5. Neugierig geworden, wegen der mehrheitlich positiven Eindrücke anderer E5 Besitzer orderte ich mir den Etón E5 bei Nevada Radio in England. Nach nur 4 Tagen war der Etón E5 angekommen. Im Lieferumfang sind nebst dem E5 eine mehrsprachige Anleitung (auch Deutsch), eine Schutztasche, ein Stereoohrhörer, eine Wurfantenne und ein Netz/Ladegerät, der leider nicht in Schweizer Steckdosen passt. Ein Adapter ist hier notwendig. Leider sind die Akkus nicht im Lieferumfang, obwohl das in der Anleitung steht. Nun halte ich den E5 endlich in den Händen. Erster Eindruck: sehr gute Verarbeitung, liegt gut in der Hand. Das Gehäuse hat eine Art gummierte Oberfläche. Diese vermittelt einen guten Griff. Wegen der Grösse des Gerätes war ich ein bisschen überrascht; „so klein“!! In der Werbung und auf Bildern im Internet kam er mir grösser vor, etwa so wie der Sony ICF-SW7600GR. Beim E5 lassen sich 2 Versionen schalten. Entweder von 76 – 108Mhz oder von 87,5 – 108Mhz( UKW). Der L, M, KW- Frequenzbereich geht von 150 – 30'000 Khz in AM und SSB. Ein Novum in dieser Preisklasse, sind die 2 schaltbaren KW- Bandbreiten. Was bei einem solchen Zwerg auch ungewöhnlich ist, sind die 700 Speicher, aufgeteilt auf 100 Seiten. Jede Seite lässt sich mit einem 4- stelligen Wort beschreiben. Dies ist mit der Speicherverwaltung des Sony ICF-SW55 zu vergleichen. Nur das der E5 über 5-mal mehr Speicher verfügt als der SW55. Der E5 hat 4 Timer. Jeder kann individuell programmiert werden. Auch sehr erfreulich ist, dass die Eingabetastatur Normgerecht ausgefallen ist. Die Tasten vermitteln einen sehr guten Druckpunkt, was eine sehr angenehme Bedienung zur Folge hat. Was ich besonders gut finde, ist die Abstimmung mit den VFO (Handrad) auf der rechten Seite des E5. Wenn man durch die Bänder kurbelt, so sind keinerlei Rauscheinbrüche oder ploppen zwischen den 1 Khz Schritten zu hören. Man hat ein nahezu analoges Abstimmgefühl. Nicht so wie bei diversen anderen Empfängern, wo die Abstimmung richtig nervtötend ist. Die VFO- Abstimmung scheint zudem eine Art Schwungradeffekt zu haben. Je schneller man dreht, desto mehr beschleunigt der Frequenzwechsel. Nun zum Interessanten, der Empfang. Da ich den E5 erst seit 3 Tagen habe, soll dies nur ein Kurzvergleich sein mit dem Panasonic RF-B65. Was bei diesem Zwerg sofort positiv auffällt, ist der sehr gute Klang. Stärkere Stationen, seih es auf KW oder UKW, klingen beinahe Raumfüllend. Das habe ich bei so einem kleinen Radio noch nie gehört. Wenn mal die gerade gehörte Station vom Nebenkanal beeinträchtigt wird, hat man die Möglichkeit der Bandbreitenumschaltung. Man muss sagen, diese ist sehr Wirkungsvoll. Was mich absolut ins Staunen versetzt hat, war der Empfang eines griechischen Piratensenders im X- Band, auf der Frequenz 1645 Khz. Und das ohne Hilfsmittel in recht guter Qualität. Da musste der Panasonic RF-B65 passen. Bei diesem war der Sender nur zu erahnen. Der SSB- Empfang ist mit dem des RF-B65 zu vergleichen. Auch schwache Signale waren recht gut mit dem BFO abzustimmen und auch zu verstehen. Doch wo die Sonne scheint ist auch Schatten vorhanden. Das mir sehr wichtige Grosssignalverhalten ist nicht das was ich mir erhofft hatte. Unterhalb des 49m Bandes waren deutlich Sender vom besagten Band zu hören. Der Panasonic RF-B65 gab sich diesbezüglich keine Blössen. Keine einzige Spiegelfrequenz. So wie ich den SW55 in guter Erinnerung habe, erzeugte dieser wesentlich stärkere Spiegelfrequenzen. Da muss ich sagen, der E5 ist in Sachen Spiegelfrequenzen besser als der SW55. Fazit: Ein sehr guter Begleiter auf KW & UKW zu einem derzeit konkurrenzlosen Preis. Ernsthafte Konkurrenz zum Sony ICF-SW7600GR !!
Zu gegebener Zeit werde ich Vergleiche mit diversen portablen Weltempfängern machen.
Anleitung, ab Seite 51 in Deutsch>![]()
HF-Acars (HFDL) und Acars Empfang
Acars sollte eigentlich jedem Flugfunkfreak ein begriff sein. HF- Acars, oder anders "HFDL" ist weniger bekannt. Um was handelt es sich?
Acars ist ein Protokoll, ähnlich wie Packetradio. Es werden hierbei Flug- und Flugzeuginformationen und Positionen an die Bodenfunkstation, oder umgekehrt gesendet. Das interessante dabei ist, mit einem dementsprechendem Softwaredecoder, lässt sich der PC als virtuellen Radar nutzen. Acars ist vorwiegend für den Nahbereich, bis ca. 300km und wird im VHF- Flugfunkbereich gesendet. HF-Acars hingegen, wird auf Kurzwelle in USB gesendet. Für den VHF- Acars, braucht man einen Funkscanner mit Flugfunkbereich. Für HF-Acars, ist schon etwas mehr Aufwand zu betreiben. Man braucht für einen vernünftigen Empfang einen guten Kurzwellenempfänger mit der Möglichkeit SSB zu empfangen. Die Filterbandbreite sollte mindestens 2,5khz sein, was die allermeisten SSB- Empfänger haben.
Wie hören sich HF-Acars Signale an:
So sieht der HFDL-Decoder aus:

Wie hören sich VHF-Acars Signale an:
Hier noch ein paar Frequenzen: VHF- Acars >> 131.525Mhz, 131.725Mhz, 131.825Mhz zu empfangen in der Betriebsart "AM".
HF- Acars >> 8942Khz, 6532Khz, 10981KHz, 6712Khz zu empfangen in der Betriebsart USB. Mindestens 2.5khz Bandbreite.
Weiterführende Info im Internet: http://www.qsl.net/g4hbt/cars.htm
Bei diesem Bild ist die Airnav Suite- Software zu sehen, bei der die Daten, die vom HFDL- Decoder kommen, automatisch ausgerechnet und angezeigt werden. So kann man nach einiger Zeit schon sehen, in welche Richtung die Flugzeuge fliegen oder woher sie kommen. Dieses Programm ist nicht kostenlos, es lässt sich aber eine Demo runterladen. Das gleiche gilt auch für den HFDL- Decoder.
Ein Versuch lohnt sich auf jeden Fall, vielleicht findet man gefallen dran. Airnav Suite kann man auch mit Daten aus dem Internet füttern.

Gemäss dem SWL Jean Noel (HE9ZMB), soll DRM auch ohne Modifikation des PCR1000 empfangbar und decodierbar sein.
Der Empfangsfrequenz 10khz dazu addieren, auf LSB schalten, und dann das 50khz Filter schalten.
Viel Erfolg beim experimentieren.
Hier noch ein Audiobeispiel, aufgenommen mit den PCR1000
Danke an Jean Noel für den Beitrag.
Langdrahtantennendiagramm von RF Systems
Eingereicht von Bruno Schubarth. Vielen Dank
Grafik von RF Systems - Abhängigkeit zwischen Drahtlänge, Frequenz und Gewinn mit eigenen Eintragungen.

Reparturanleitung für die Tastatur des Icom IC-R7100
Eingereicht von Jörg Rinschen. Vielen Dank!
Ich habe einen gebrauchten Icom IC-R7100 in einem sehr guten Zustand erworben. Schon nach kurzer Zeit mußte ich aber feststellen das die Zehnertastatur nicht mehr so richtig funktionierte, besonders die oft genutzten Tasten 3+6+Scan.Das liegt daran das die leitfähige Schicht auf der Kontaktseite der Tastatur abnutzt .Was tun?
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Ein Anruf bei Icom bestätigte meine Befürchtung: Die Gummitastatur ist nicht mehr lieferbar. Jetzt hieß es selber reparieren. Da mir solch ein Problem schon von einigen Schnurlostelefonen bekannt war welche ich erfolgreich instand setzen konnte war dachte ich mir das man die Tastatur des R7100 auf gleiche Weise wieder voll funktionsfähig machen kann: Es ist eigentlich sehr einfach an die Tastatur heranzukommen.
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Als erstes ist der VFO-Knopf abzubauen, dazu den Gummiring abziehen, darunter liegt eine Bohrung worin eine Inbußschraube eingelassen ist, diese lösen dann kann man den VFO Knopf abziehen .Dann die darunter liegende Fronblendenschraube entfernen, danach noch den Squelch-und AF Gain Knopf abziehen (geht evtl. schwer).
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Nun alle zwölf Gehäuseschrauben entfernen, das Gehäuse abnehmen, dabei aber vorher am oberen Gehäusedeckel noch das Lautsprecherkabel trennen(Steckverbindung).Jetzt kann man die vier Schrauben der Frontblende entfernen und diese vorsichtig abziehen.
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An der Innenseite ist nun die Platine(TenKey) der Tastatur sichtbar. Die sechs Schrauben lösen und die Platine äußerst behutsam abziehen. Jetzt lässt sich die eigentliche Tastatur herausnehmen.
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Die Leitschicht auf den einzelnen Knöpfen kann man nun erneuern. Dazu nimmt man Graphitspray welches man im Elektronikfachmarkt oder evtl. auch im Baumarkt kaufen kann. Aber Vorsicht: Die Schicht darf nicht zu dick sein, sonst verkleben die Kontakte, dann geht nichts mehr .Am besten sprüht man ein wenig Spray in den Deckel der Sprühdose und betupft mit einem Wattestäbchen die einzelnen Kontaktflächen ganz minimal bis eine saubere Schicht zu sehen ist, sieht man am besten unter hellem Licht. Auf keinen Fall einfach die ganze Seite der Tastatur besprühen.
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Nun alles wieder zusammenbauen. Die sechs Schrauben der Tenkey- Platine bitte nur ganz minimal anziehen, sonst besteht die Gefahr des Platinenbruchs. Auch die vier Schrauben der Gehäusefront bitte nur minimal anziehen, ansonsten kann es zu Rissen kommen |
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Ich besitze zwar keinen IC-R72, aber ich denke dieser ist im Bau des Gehäuses identisch und die Tastatur lässt sich genauso wie beim IC-R7100 instand setzen. Ich möchte noch darauf hinweisen das eine Reparatur auf eigene Gefahr geschieht. Nun viel Erfolg beim Reparieren.
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Test des Profiempfängers Plessey PR2250
Eingereicht von Hartmut Dicke. Danke für den Interessanten Test aus Anno dazumal.
Ham Radio Deluxe Radio Control Software
Hier will ich kurz eine tolle Software vorstellen, die absolut Gratis ist: Die "Ham Radio Deluxe " Radio Control Software. Mit dieser Software, lassen sich viele Empfänger, sowie auch Transceiver über Computer steuern. Ich will hier nicht viele Worte verlieren. Auf die Seite Ham Radio Deluxe gehen, die Software downloaden und probieren. Die Sofware läuft stabil, lässt sich auf eigene Bedürfnisse anpassen und funktioniert super. Glückwunsch an die Entwickler!!!
Anleitung auf Deutsch, hier klicken
Ein paar Screenshots:
Rechts ein Screenshot von meinem Desktop mit dem IC-R75

RF Systems SP2 Antenna Splitter & ATT
Der RF Systems SP2 ist ein Antennensplitter mit eingebautem Antennenabschwächer. Es lassen sich 2 Empfänger und 2 Antennen anschliessen. Auch ist ein Mittelwellenfilter eingebaut, der die starken MW- Sender abschwächt, damit der RX nicht übersteuert. Durch den Antennenschalter lässt sich zwischen Antenna 1 oder Antenna 2 umschalten. Wenn man so wie ich einen Langdraht und eine vertikale Antenne hat, lässt es sich Blitzschnell umschalten und vergleichen. Der eingebaute, 5- stufige Abschwächer ist auch eine Sinnvolle Sache, wenn mal zu starke Signale zur Uebersteuerung führen. So kann man in verschiedenen Abstufungen das Signal abschwächen. Die allermeisten Empfänger haben einen 20db Abschwächer, der oft zu stark das Signal dämpft. Die Verarbeitung ist einfach Top, schön und robust gebaut. Ein sehr empfehlenswertes Gerät, der auch sein Preis hat.

Timewave DSP-9 & bhi 1042 SwitchBox
Sinnvolles SWL- Zubehör ist nicht einfach zu finden. Manchmal muss man sich durch die angebotenen Zubehörgeräte hindurchprobieren. Ich denke, jeder weiss was ich meine. Das ist bei mir nicht anders. Aber jetzt glaube ich das richtige Empfängerzubehör gefunden zu haben. Es handelt sich hierbei um den DSP- Audiofilter "Timewave DSP-9" und eine neue Umschaltbox, die "bhi 1042 Switch Box". Im Vergleich zu meiner alten Umschaltbox, die "Hama AP-04", erlaubt die bhi 1042 Switch Box das anschliessen von sechs Geräten. Bei der Hama waren es nur vier. Auch ist der Schalter selbst von besserer Qualität. Nur leider ist die Verarbeitung der Box ziemlich billig ausgefallen. Sie ist nicht sonderlich robust. Für 29€ oder ca. 45 CHF darf man mehr erwarten. Aber sie erfüllt ihren Zweck. Nun kann ich bis zu sechs Empfänger direkt anwählen, ohne irgendwas um stecken zu müssen. Nur wenn ich über Kopfhörer hören will, muss ich beim Ausgang der Box das Kabel umstecken.
Das andere Zubehörgerät ist das "Timewave DSP-9 " Audiofilter. Diese Gerät hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Es ist aber immer noch sein Preis wert! Was besonders am Timewave DSP-9 besticht, ist seine äusserst einfache Bedienung. Aber auch die Wirkung ist äusserst effektiv. Der Rauschfilter, der auch in der Bypass- Schalterstellung in abgeschwächter Form aktiv ist, reicht schon meistens aus, um lästiges Bandrauschen und/oder NF Rauschen des Empfängers zu reduzieren! Wenn man den Filter 100%ig aktiviert, stehen drei Filterbandbreiten zur Verfügung: 3.1khz, 2.4khz und 1.8khz. Auch ist eine Notchfilterfunktion eingebaut. Dieses eliminiert weitestgehend auf Knopfdruck lästige Pfeiftöne. Für CW- Betrieb lässt sich das Filter auch sehr gut einsetzen. Die Funktionen sind auf dem Bild ersichtlich und bedarf keiner Erklärung mehr. Wer einen stark rauschenden RX hat, sollte schauen, ob er nicht irgendwo einen DSP- Filter bekommt. Denn die Wirkung ist wirklich ausgezeichnet.

Welcher Lowe HF225- Besitzer kennt das nicht: Sein Lieblingsempfänger kommt langsam aber sicher in die Jahre! Dann geschieht es ganz plötzlich!! Die Selbstklebefolie von der Frontplatte des HF225 löst sich von selbst ab. Was für eine Katastrophe, das sieht ja schlimm aus. Der Grund dafür ist, dass der Leim im laufe der Jahre austrocknet.
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Nun, das ist meinem HF225 auch widerfahren. Da ich zerkratzte und ungepflegte Geräte verabscheue, habe ich mir bezüglich Lowe HF225 etwas einfallen lassen. Ich habe dem Lowe HF225 ein Facelifting verpasst. Und zwar, ich habe ihm eine neue Hülle spendiert. Im Detail heisst das: Ich habe 2 neue Gehäuseschalen aus Aluminium hergestellt und diese anschliessend schwarz eloxieren (anodisieren) lassen. Die Frontplatte habe ich exakt kopiert und auch aus Aluminium hergestellt. Auch diese habe ich schwarz eloxieren lassen. |
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Nachdem die Front fertig war, musste ich die Arbeit aus meiner Hand geben, und habe sie einem Graveur anvertraut. Dieser hat die Beschriftung exakt kopiert und auf die neue Front graviert. Das Ergebnis lässt sich mehr als sehen. Nun musste noch eine Abdeckung für die Frequenzanzeige hergestellt werden. Für diese Sache bietet sich Plexiglas an. Es ist relativ Kratzfest und lässt sich gut bearbeiten. Nach fummeliger Anpassarbeit klebte ich die Plexiglasabdeckung vorsichtig mit Sekundenkleber in die Aussparung ein. Fertig!! Ach ja, der VFO- Abstimmknopf habe ich auch durch einen schönen, auch aus Aluminium ersetzt. |
So sieht er nun aus



Was wird benötigt, um dem Lowe HF225 ein neues Gesicht zu verpassen:
1. Legiertes Aluminiumblech, reines Alu kann man schlecht anodisieren.
2. Plexiglas, so dick wie das Alublech.
3. Sekundenkleber
4. Sehr gutes handwerkliches Geschick. Bleche zuschneiden, abkanten, Löcher fräsen oder stanzen usw.
5. Anodisierwerk
6. Graveur
7. Zeit
Eure Meinung zu meinem HF225- Facelifting würde mich interessieren. Einfach mailen oder übers Gästebuch.
Ich hoffe, ich konnte einige unter euch dazu animieren so was nachzubauen.
Fragen beantworte ich gerne.
DRM- Empfang ohne den Empfänger modifizieren zu müssen
Mit dieser kleinen Anleitung soll aufgezeigt werden, dass DRM- Empfang auch ohne Modifikationen am Empfänger möglich ist. Theoretisch ist der DRM- Empfang mit allen SSB Empfängern möglich, bei denen die Filterbandbreite unabhängig von der Betriebsart schaltbar ist. Auch ist ein Bandpasstuning von nöten. Mit dem AOR AR7030 (Plus) funktioniert es am besten. Aber auch der JRC NRD525G lässt sich dazu bewegen, DRM- Signale hörbar zu machen.
Beispiel am AOR AR7030 (Plus): Line-out oder Kopfhörerausgang des AR7030 mit dem Line-in der PC-Soundkarte verbinden. Die Frequenz 5 khz über der eigentlichen Empfangsfrequenz einstellen. Danach die Betriebsart auf "CW" umschalten. Als nächstes den PBS (Passbandshift) auf -4,2khz stellen. Die Bandbreite auf 9.5khz schalten, AGC auf Slow, die DreaM Software starten. Oben links "View" anklicken, "Evaluation Dialog" anklicken. Im neuen Fenster, bei "Misc Settings" ein Häkchen bei "Flip Input Spectrum" setzen. Und los geht's! Die Software braucht ein paar Sekunden um sich zu synchronisieren. Also nicht gleich verzweifeln. Unten ist ein kleiner Film den ich selber mit meiner Digitalen Fotokamera gemacht habe. So ist es mehr oder weniger ersichtlich wie es geht. Hier gibt's noch die Dream Software
Beim öffnen des Filmes dauert es eine Weile. Grösse 7.5MB (am besten auf die Platte laden mit der rechten Maustaste, dann "Ziel speichern unter...")
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DRM- Frequenzen
HIER klicken
Vorstellung des Fairhaven
RD500![]()
Danke an Petr Janásek
Drei Kurzwellenempfänger gleichzeitig an zwei Antennen betreiben
Wer mehrere Empfänger gleichzeitig an zwei Antennen betreiben will, ohne ständig die Antennenkabel umstecken zu müssen, kann folgendem Beispiel folgen:
Ausgangssituation: 3 Kurzwellenempfänger und 2 Antennen
Man braucht dazu:
2 Stk. Antennensplitter, meine sind vom CH. Hardt ( "ADDX - Split - 1/2".),
1 Antennenumschalter, hier der "Diamond CX-201"
1 T-Stück, um das Signal, ausgehend vom Antennenumschalter, auf die beiden Splitter zu verteilen.
Ein paar Meter Koaxialkabel und PL- Stecker.
Bei einem Antennensplitter kann man wahlweise 2 Empfänger an einer Antenne oder 2 Antennen an einem Empfänger betreiben. In diesem Falle betreiben wir 2 Empfänger an einer Antenne. Da wir aber 3 Empfänger haben (es können auch 4 sein), brauchen wir 2 Splitter. Wie im Bild ersichtlich, werden 3 Empfängerausgänge belegt. Der Antennenseitige Anschluss geht nicht direkt an die Antenne, sondern wir schalten einen Antennenschalter dazwischen, weil wir ja 2 Antennen haben.
So wird das Signal, wahlweise von der Antenne 1 oder 2, über das T- Stück , an die beiden Splitter geliefert.
Das ganze macht natürlich nur Sinn, wenn man ein Audioumschaltpult (siehe Beitrag unten) in der Empfangsanlage integriert hat. So lässt es sich bequem den Empfänger anwählen den man hören will. Alles sehr praktisch für blitzschnelle Empfangsvergleiche.
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Thanks to Jan Alvestad and dxing.info
Lautsprecher und Kopfhörerumschaltung mittels Audioumschaltpult Hama AP-04
Wenn mehrere Kurzwellenempfänger vorhanden sind, und man nur einen externen Lautsprecher hat, so kann man mit dem AP-04 diesen Lautsprecher für alle Empfänger (bei mir sind es drei) , schaltbar machen. Dazu kommt noch, dass sich nicht nur der Lautsprecher am AP-04 anschliessen lässt, sondern auch der Kopfhörer. Da der AP-04 für Stereobetrieb ausgelegt ist, und Kurzwellenempfänger nur ein Monosignal ausgeben, lassen sich gleichzeitig der Lautsprecher und der Kopfhörer betreiben, ohne ständig alles umstecken zu müssen.
Der AP-04 hat vier Schaltpositionen für vier Eingänge. Jeder Eingang hat zwei Kanäle, links und rechts (für Stereo). Den einen Kanal nutzt man für den Lautsprecher, den anderen für den Kopfhörer. So schliesst man den Lautsprecherausgang des Empfängers an den linken Kanal eines Eingangs des AP-04 an. Das macht man bei den anderen Eingängen auch so. Natürlich abhängig davon, wie viele Empfänger man hat. Den Kopfhörerausgang schliesst man demzufolge an den rechten Kanal eines Eingangs am AP-04 an. Auch da, abhängig davon, wie viele Empfänger man hat.
Der Ausgang des AP-04 ist natürlich auch in Stereo. Auch da haben wir zwei Kanäle, links und rechts. Am linken Kanal schliesst man den externen Lautsprecher an, am rechten den Kopfhörer.
Wenn man, so wie ich, Empfangsvergleiche macht, ist dies eine ganz praktische Sache.
Man muss nicht mehr ständig den Lautsprecher oder den Kopfhörer umstecken. Es wird nur noch am AP-04 umgeschaltet. So kann man ganz präzise die jeweiligen Empfangsunterschiede der Empfänger raushören. Ob mit dem Lautsprecher oder mit dem Kopfhörer.
Idealerweise betreibt man dann seine Empfänger mit einem Antennensplitter an der Antenne.
Sonst muss man auch dort ständig umstecken oder umschalten.
Was braucht man dazu:
Einen Hama AP-04
10 Stk. Chinch- Stecker zum selber anlöten.(für den AP-04 Eingang)
8 Klinkenstecker, wahlweise 3,5mm oder 6mm. Je nach Empfänger.
Ein paar Meter Lautsprecherkabel. Länge muss nach Bedürfnis zugeschnitten werden.
Bei Fragen einfach mailen: Fenu-Radio


