Empfänger
 
 

Stations- Empfänger

AOR AR7030DRM AOR AR7030 Plus AOR AR3030 AOR AR5000 AOR AR8600 MK2 Alinco DX-R8E
Drake R7 Drake R8 Drake R8B JRC NRD-345G JRC NRD-515
JRC NRD-525
JRC NRD-535D  JRC NRD-535DG
JRC NRD-545 DSP
Icom IC-R71E Icom IC-R72 Icom IC-R75
Icom IC-R8500 Kenwood R-600 Kenwood R-1000 Kenwood R-5000 Kneisner+Doering KWZ30 Lowe HF-150
Lowe HF-225 Lowe HF-250 Lowe HF-350 Yaesu FRG-8800  Yaesu FRG-100 Ten Tec RX-350
Yaesu VR-5000          

 

SDR - Software Defined Radio

CiaoRadio H101

CommRadio CR-1 ELAD FDM-S1 ELAD FDM-S2 FM+ Microtelecom Perseus SDR
RadioJet 1102S RF-Space  SDR IQ Reuter RDR50B Reuter RDR54 Winradio Excalibur  

 

Profi- Empfänger

Hagenuk RX 1001 M

Lowe HF-235 Racal RA1792 Racal RA3712 Reuter RDR54 Telefunken E1501
Telefunken E1700 AEG E800/2 AEG/Telefunken E1800/3 SRT CR91 Ten-Tec RX340 RFT EKD 500

 

Portable Weltempfänger

Degen DE1105 Degen DE1106 Eton E5 Eton / Lextronix E1 Grundig Yacht Boy 80 Grundig G6 Aviator
Panasonic RF-B65
Redsun RP300
Redsun RP2100 Sangean ATS-909X Sony CRF-1 Sony ICF-SW07
Sony ICF-S W7600GR Sony ICF-SW100S Sony ICF-2001D Sony ICF-SW55 Sony ICF-SW77 Tecsun PL-350
Tecsun PL-600 Tecsun PL-880        

 

Empfänger Bausätze

Junior 1 von Stampfl          

 

AOR AR7030 DRM

Der AR7030 ist ein sehr bekannter und immer noch begehrter Kurzwellenempfänger. Es gibt ihn in verschiedenen Ausführungen. Da wäre zuerst mal die normale Version, ohne spezielle Modifikationen. Die "Plus"- Version bietet mehr Speicherplätze, 400 an der Zahl. Diese können noch zusätzlich alphanumerisch bezeichnet werden. Zudem sollen qualitativ bessere Teile verbaut sein. Diese sollen eine bessere Grosssignalfestigkeit ermöglichen. Bei der "Plus" Version lassen sich noch eine Notchfilter/Noiseblankerplatine ohne Firmwareänderung nachrüsten. Dann gibt es den AR7030 noch mit etlichen anderen Modifikationen, insbesondere von Bogerfunk.
Mein AR7030 hat eine Schneider- DRM Platine eingebaut. Diese ermöglicht den Empfang von DRM (Digital Radio Mondiale) mittels Computer. Eine weitere Modifikation sind die Bandbreitenfilter. Zu den normalen Filtern habe ich bei Jürgen Martens ein hochwertiges 3,2khz Keramikfilter K455J von Murata und ein mechanisches 6khz Filter von Collins einbauen lassen. Die Bandbreiten sind wie folgt:
F1> 2.1khz, F2> 3.2khz, F3> 4.9khz, F4> 5.5khz, F5> 6.6khz F6> 9.5khz
Diese beiden Filter ergänzen die vorhandenen und verleihen dem AR7030, der ohnehin schon gut klingt, einen noch schöneren, runden Klang. Zudem wurde der defekte "Alps"- Encoder gegen einen gleichen ersetzt. Doch diese Alps Encoder sind nicht das gelbe vom Ei. Sie sind unpräzise! Feinfühlige Frequenzänderungen lassen sich nur schwer und mit Geduld machen. So habe ich etwas nachgeforscht und habe einen "Bourns"- Encoder auftreiben können. Dieser ist wesentlich besser als der billige Alps. Der Bourns Encoder den ich verbaut habe, hat auch weniger Impulse pro Umdrehung des VFO- Knopfes, nämlich 64 Impulse. Der originale Alps- Encoder hat 100 Impulse pro Umdrehung. Der im AR7030 Plus verbaute Bourns Encoder hat sogar 128 Impulse pro Umdrehung. Mit dem neuen Bourns- Encoder lässt es sich nun viel besser und gemütlicher übers Band drehen.
Mein AR7030 hatte noch die bekannte IP+ Modifikation eingebaut. Diese habe ich aber sofort entfernt, weil die sehr gute Empfindlichkeit des AR7030 darunter leidet. Die etwas bessere Grosssignalverträglichkeit durch IP+, geht somit zu Lasten der Empfindlichkeit. Ist meiner Meinung nach nicht zu empfehlen.
Wie hört sich nun das ganze an:
DRM klappt gut bis sehr gut. Der analoge Empfang wird jetzt durch die neuen Bandbreitenfilter verbessert. Der Empfänger wird auch dadurch auch flexibler. Grosssignalmässig lässt sich der normale AR7030 nicht vom AR7030Plus unterscheiden. An der ALA1530S+, verhält sich der AR7030 wie am 20m Langdraht. In den oberen Frequenzenbereichen sind ein paar Geisterstationen zu hören.
Ein immer noch sehr zu empfehlender Empfänger. Auch wenn die neueren SDR's mehr flexibilität bieten, ein analoger RX ist immer noch "Up to date!!"

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AOR AR7030 Plus

Der AR7030 Plus ist die erweiterte Version des normalen AR7030. Es wurden lediglich bessere Bauteile verbaut. Wie etwa der VFO- Encoder von Bourns. Dieser ist wesentlich besser als der alte Alps- Encoder. Jedoch finde ich, dass dieser neue Encoder zuviele Impulse pro Umdrehung ausgibt. Sobald etwas schneller gedreht wird, schiesst man über die Wunschfrequenz hinaus. Das hängt aber auch mit dem zu starken Schwungradeffekt zusammen. Bei der "Plus" Version wurde auch die Firmware angepasst. So ist es möglich, eine Zusatzplatine einzubauen, die einen Noise Blanker und einen Notchfilter beherbergt. Empfangsmässig konnte ich keinen hörbaren Unterschied zum normalen AR7030 feststellen. Grosssignalmässig bringt er nach wie vor nicht immer das, was die technischen Daten versprechen. Sein "Vorgänger", der Lowe HF225, war mindest ebenbürtig. Mit 20m Langdraht, über Balun angepasst, hat der AR7030Plus Mühe. In den Abendstunden sind deutlich Geisterstationen auf den oberen Frequenzen zu hören. Davon abgesehen, ist der AR7030 Plus ein Topempfänger mit sehr guter Wiedergabe und Empfindlichkeit.

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AOR AR3030

Der AR3030 zeichnet sich durch die legendären Collins Filter aus, die er schon in der Standardversion eingebaut hat. Sein Klang, das sehr geringe Rauschen und das schöne robuste Gehäuse im Retrolook, sind die grossen Pluspunkte dieses Empfängers. Grosssignalfestigkeit ist leider nicht seine Stärke. Der AR3030 kommt nur mit kleinen Antennen zurecht. Ein Langdraht mit 20m Länge war zuviel des guten. Mit bis 10m Daht kann man gut mit ihm arbeiten, obwohl auch in den Abendstunden der Abschächer eingeschaltet werden muss weil er übersteuert. Bei diesem ansonsten guten Empfänger empfiehlt es sich einen Preselektor zu verwenden um das Potenzial des AR3030 nutzen zu können.  Es besteht auch die Möglichkeit einen VHF Konverter einzubauen. Dieser ist allerdings sehr schwer zu bekommen.

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AOR AR5000

Lange gibt es ihn schon den AOR AR5000. Gilt er doch als einer der besten Funkscanner. Er wird sogar im professionellen Bereich eingesetzt. Das will schon was heissen! Sein Empfangsbereich fängt bei 5khz an und endet bei 2600Mhz! Das ist ein enorm grosser Frequenzbereich. Alle wichtigen Betriebsarten und Bandbreiten stehen zur Verfügung. Diesem nicht genug, es lassen sich zusätzliche Bandbreitenfilter und anderes Zubehör einbauen. Ob der AR5000 auch auf Kurzwelle etwas taugt, habe ich in den letzten Tagen feststellen können. Ich habe ihn gegen ein paar der besten Kurzwellenempfänger antreten lassen.
Hier die wichtigsten Daten des AR5000:
Frequenzbereich: 5khz - 2600Mhz
Betriebsarten: AM, LSB, USB, CW, FM
Bandbreiten: 3khz, 6khz, 15khz, 30khz, 110khz, 220khz
Speicher: 1000 (alphanumerisch)
AGC: Off, Slow, Middle, Fast
Audiofilter: Hochpass 0.05khz, 0.2khz, 0.3khz, 0.4khz /Tiefpass 3khz, 4khz, 6khz, 12khz
Dazu kommen noch etliche Funktionen die ich nicht alle aufzählen kann. Jedenfalls kann so ziemlich alles eingestellt werden.
Wie ist der Empfang auf Kurzwelle?
Der AR5000 ist ein Breitbandscanner der Oberliga! Die Empfangsqualiät oberhalb der Kurzwelle ist über jeden Zweifel erhaben! Nun, auf KW habe ich ihn mit diversen reinen Kurzwellenempfängern verglichen. Der AR5000 ist sehr empfindlich! Er kann meistens mit den anderen Geräten mithalten. Das wären der Icom IC-R75, Kenwood R-5000, Drake R8B, Perseus, RadioJet. Doch leider fühlt sich der AR5000 nur an nicht allzu starken Antennen wohl! Am 35m Langdraht und an der Fenu-Loop/HDLA3, hat der AR5000 ein sehr hohes Rauschen. Das S-Meter ist ständig bei S9 und darüber. Ein Zeichen dafür, das er übersteuert! Die Audio in AM ist dumpf, in SSB ist sie recht gut und verständlich.
Die Bedienung ist wegen der vielen Knöpfe recht mühsam, weil alles von Hand eingestellt werden muss. Der AR5000 hat wohl eine Automatik, die aber vom Frequenzbereich abhängig ist. Das ist nicht praxisnahe für die Kurzwelle und darunter. Betriebsarten, Bandbreite, AGC müssen von Hand eingestellt werden. Die Werte bleiben auch nicht erhalten.
Der AR5000 empfiehlt sich eher für UKW- Hörer, also alles über 30Mhz. Darunter ist der AR5000 sicher nicht schlecht, aber sein direkter Konkurrent, der Icom IC-R8500, ist auf KW um Klassen besser.

Von den Entwicklern von HDSDR, der famosen SDR- Steuersoftware, habe ich folgenden Tipp erhalten. Vielen Dank dafür!

Unseres Wissens ist der AR5000 eines der ganz wenigen Empfänger, die eine sehr breite 10.7 MHz ZF Schnittstelle haben. Ich denke es waren 4MHz.
Jedenfalls ist es möglich den AR5000 in Kombination mit dem Perseus zu betreiben:
* Antenne an den AR5000
* Perseus an die 10.7 MHz des AR5000 anschließen
* im Perseus manuell immer 10.7 MHz einstellen
* AR5000 auf AM stellen, um keinen Frequenzversatz zu haben (ich nehme an wg. der Filter)
* Frequenz am AR5000 einstellen

Richtig Klasse wird das Gespann wenn noch die CAT Schnittstelle mit dem Computer verbunden wird und:
* die Freeware OmniRig http://www.dxatlas.com/OmniRig/ installiert wird
* die AR5000.ini Datei in den installierten OmniRig Ordner C:\Programme\Afreet\OmniRig\Rigs\ kopieren und einrichten
* in HDSDR OmniRig auswählen und einstellen: sync LO, kein Sync modulation
* in HDSDR nun Options -> ExtIO Frequency Options -> "SDR Hardware on IF output" mit 10700000 Hz einstellen

Diese Anleitung wendet sich an User mit fortgeschrittenen PC- Kenntnissen!

Verfasst am 30.04.2012
 

 

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AOR AR8600 MK2

Der AR8600 MK2 ist ein sehr guter, aber auch ein kompliziert zu bedienender Radioscanner der auch den Kurzwellenbereich und darunter empfängt. Er hat so viele Funktionen, so dass man sich tagtäglich mit ihm befassen muss, um nicht zu vergessen, wie was zu programmieren ist. Oberhalb 30MHz kann er seine Stärken voll ausspielen. Im klassischen Kurzwellenbereich kann er mit einem Sony ICF-SW7600GR nicht mithalten. Wie erwartet, lässt er sich nur mit einem vorgeschalteten Preselektor an einem richtigen Langdraht betreiben.
Für Scannerfreaks ein muss.
Für Kurzwelle nur bedingt zu empfehlen.

 

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Alinco DX-R8E

Ein neuer Kurzwellenempfänger erblickt das Licht der Welt... Der Alinco DX-R8E. In der Annahme, die Hersteller von Kurzwellengeräten hätten mit dem Empfängerbau aufgehört, so wird man jetzt eines besseren belehrt. Der Alinco DX-R8 ist eigentlich kein eigens entwickelter Empfänger. Er stammt vom Alinco DX-SR8 ab, dem Amateurtransceiver, der dem DX-R8 aufs Haar gleicht. Nur dass beim R8 die Mikrofonbuchse fehlt. Hier hat es sich Alinco sehr einfach gemacht. Die Mikrofonbuchse wurde zwar weggelassen, aber die Vertiefung, in der die Buchse eingebaut war, ist geblieben. Das sieht nicht schön aus!! Ich würde sofort etwas mehr bezahlen für eine Frontplatte ohne die unschöne Vertiefung. Um den DX-SR8 als reinen Empfänger verkaufen zu können, wurde ihm der Senderteil ausgebaut. Wenn man die obere Geräteschale entfernt, staunt man nicht schlecht, wenn man in das leere Gehäuse blickt. Ja, dort war der Senderteil eingebaut. Der eigentliche Empfänger ist in der unteren Gehäusehälfte eingebaut. Aber auch bei diesem Anblick fragt man sich: Ist da sonst nichts mehr?? Eine Platine mit ein paar wenigen Bauteilen. Dafür ist die Chassis aus Alu- Druckguss. Die Gerätefront lässt sich abschrauben und ist mit einem optionalen Kabel abgesetzt einsetzbar. Der mechanische Aufbau ist als recht stabil zu bezeichnen. Der grosse VFO- Knopf macht das abkurbeln der Bänder zum Vergnügen. Das grosse, hell beleuchtete Display sieht richtig toll aus und gibt Auskunft über die meisten Betriebszustände. Zur Ausstattung zählt ein Bandpass Tuning- Knopf, ein RIT- Knopf, der eigentlich in einem Empfänger mit 10Hz Abstimmung unüblich ist, und jede Menge Scannerfunktionen. Eine Besonderheit sind auch die drei schaltbaren ZF Filter. Wobei der AM Filter mit 9khz ein absoluter Kompromiss ist. Dies ist mehr ein Filter für NFM. Ich habe beim Kauf diesen Filter gegen ein hochwertiges 6khz Filter ersetzen lassen.
Eine interessante Funktion kann der R8 noch bieten. Man hat die Möglichkeit ein IQ Signal abzunehmen und über 3,5mm Klinkenstecker einem PC zuzuspielen. So kann man ein Wasserfallspektrum auf den Monitor zaubern. Über ein anderes, optionales Kabel lässt sich der R8 auch über den PC steuern. Sozusagen also „Pseudo- SDR“. Diese Funktionen habe ich nicht versucht. Aber aus SWL-Kreisen habe ich vernommen, das dies nicht mit einem richtigen SDR zu vergleichen ist.
Hier noch die wichtigsten Eckdaten:
Frequenzbereich: 30khz – 35Mhz
Betriebsarten: AM, FM, USB, LSB, CWU, CWL & IQ- Signalausgabe
3 ZF Filter; Original- Filterbestückung: 1khz, 2.4khz, 9khz (mein R8 hat 2.4khz, 4khz, 6khz)
Speicher: 600, alphanumerisch, diverse Scannerfunktionen
Empfang:
Verglichen habe ich den R8 mit dem AR7030 und dem NRD545. Sicher, ein etwas unfairer Vergleich, weil die zwei in einer höheren Liga spielen. Aber der R8 schlägt sich tapfer! Der R8 ist eindeutig für den SSB- Betrieb konzipiert. Klar, ursprünglich war er ja ein Amateurtransceiver. In der Betriebsart SSB schlägt er sich sehr gut. Er zieht mit den anderen Geräten mindestens gleich! Die SSB Wiedergabe ist rauschfrei und klar, da muss ich sagen: Hut ab! In AM wendet sich das Blatt. Da hat er ein hartes Rauschen, ähnlich wie in der Betriebsart FM. Allerdings nur dann, wenn starke Sender auf den benachbarten Frequenzen sind. Das könnte ein Zeichen für eine nicht allzu gute Grosssignalverträglichkeit sein. Das hat sich dann auch bestätigt in den dicht belegten Rundfunkbändern. In der nähe von starken Rundfunksendern kam es meistens zu Übersteuerungen. Vielleicht verträgt der R8 nur passive Antennen. Eine solche konnte ich ihm nicht anbieten. Meine Hauptempfangsantenne, die Fenu-Loop/HDLA2 liefert eigentlich ein nicht allzu starkes Signal. Dennoch übersteuerte der R8 regelmässig. Die Empfindlichkeit ist recht gut. Diesbezüglich kann er mit den Vergleichsgeräten absolut mithalten. Ausgenommen unterhalb ca. 2Mhz ist er weniger empfindlich.
Fazit:
Schade hat sich Alinco nicht mehr Mühe mit dem Design gegeben. Die Vertiefung für die Mikrofonbuchse ist wie ein Schlag ins Auge! Technisch gesehen, ist der Alinco DX-R8 ein „Low Cost“ Gerät, von dem man keine Wunder erwarten sollte. Dennoch hat er eine Stärke: Der SSB Empfang ist erste Sahne. Sowas habe ich selten gehört. Alles in allem könnte man ihn mit dem Yaesu FRG100 gleichstellen, wobei der FRG100 das bessere Grosssignalverhalten hat. Für den Betrieb an nicht allzu leistungsfähigen Antennen lässt es sich mit dem Alinco DX-R8 sicher gut leben.

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CiaoRadio H101

Was ist CiaoRadio? Ausgeschrieben heisst es "ComputerInterfaceAudioOutputRadio". CiaoRadio ist ein so genanntes Software Defined Radio, abgekürzt "SDR". Da CiaoRadio ein rein digitales Gerät ist, wird dessen Leistung und erst recht der Funktionsumfang durch die Software bestimmt. Filterbandbreiten usw. werden demnach digital erzeugt und sind in der Wirkung sehr Effektvoll. Da muss man nicht mehr teure Filter kaufen um den Empfänger Trennschärfer zu machen. Die Bandbreiten lassen sich einfach mit der Computermaus unten links im Bild einstellen. Man kann auch viele Notchfilter mit der rechten Maustaste setzen und diese in tiefe und breite stufenlos einstellen. Die Demodulationsmöglichkeiten sind im Bild ersichtlich. Die Betriebsart C-QAM ist für AM Stereo! Doch diese Betriebsart ist leider (noch) nicht oft anzutreffen. Nur France Bleu auf 864khz soll angeblich ab und zu in AM- Stereo senden. DRM Empfang ist selbstverständlich auch möglich mit der DREAM- Software. Die Installation ist sehr einfach; Software installieren, nach Anleitung konfigurieren, CiaoRadio per USB anschliessen, Antenne dran und los geht's...
Der Empfang ist, um es vorneweg zu sagen, sehr gut. Alle Signale, die mit dem vorhandenen Gerätepark zu hören war, ist auch mit dem CiaoRadio hörbar. Und das sogar in besserer Qualität. Der CiaoRadio hat ein sehr geringes Grundrauschen. Das Gerät hat übrigens seine eigene Soundkarte eingebaut. Die vielen Demodulationsmöglichkeiten und die stufenlosen Bandbreitenfilter bringen ganz einfach sehr guten Empfang. Hier in Mitteleuropa ist ja die Antennenfrage immer ein grosses Thema. CiaoRadio verträgt tagsüber den 20m Langdraht mühelos! Abends treten dann doch Grosssignalprobleme auf, besonders oberhalb vom 49m und dem 41m Band. Auch unterhalb der Mittelwelle ist Abends nur schlechter Empfang möglich. Dort unten ist alles überladen mit Grosssignaleffekten. Mit der Antenne muss man ein bisschen experimentieren. DX ist aber sehr gut möglich, wenn alle Voraussetzungen stimmen.
 

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CommRadio CR-1

Dieser Winzling von einem Gerät ist so speziell, so dass dieser noch vor seinem erscheinen vorgestellt werden muss! Der CommRadio CR-1 ist ein Breitband- SDR (Software Defined Radio) und eine Neuentwicklung von Commradio und der renommierten Firma Aerostream. Aerostream stellt Geräte für Flugfunkanwendungen und jetzt neuerdings auch Breitbandempfänger her. Der CR-1 ist ein Doppelsuper mit nachgeschalteter 32bit DSP. Die DSP generiert die Betriebsarten, Bandbreitenfilter und andere Funktionen. Der Clou an diesem Gerät; es ist winzig klein. Schon fast zu klein, aber dafür sehr robust gebaut. Es hat ein Gehäuse aus Stahlblech, eine Pulverbeschichtete Aluminiumfront und die Drehknöpfe sind ebenfalls aus eloxiertem Alu. Das OLED- Display ist sehr klein, ist aber gestochen scharf. Stellt man den allerseits bekannten Lowe HF-150 neben dem CR-1, so werden die Ausmasse des Winzlings deutlich. 

BxTxH: 140 x 120 x 35mm

Der CR-1 überstreicht folgende Frequenzbereiche:

150khz – 30Mhz

64Mhz – 225Mhz

437Mhz – 468Mhz

In den Betriebsarten AM, Auto-SSB, CW, FM, FMW. Auto-SSB erkennt automatisch das modulierte Seitenband.

Er verfügt über 64 Speicher, Scan-Funktion und Bandanwahlmöglichkeiten.

Zu VHF & UHF muss erwähnt werden, dass diese wahrscheinlich noch an die europäischen Verhältnisse angepasst werden. In Zukunft sind noch sehr interessante Sachen für den CR-1 geplant. CW & PSK31 Decodierung in Klarschrift. Ausgabe am Display oder über USB-Schnittstelle an einem Monitor. Vielleicht auch eine Spektrumdarstellung.

Der CR-1 wurde Hauptsächlich für den Ausseneinsatz konzipiert. Er lässt sich über ein Netzteil mit 6 – 18V, über die USB-Schnittstelle oder über den optional erhältlichen Li-Ion Akku, der ins Gerät eingebaut wird, mit Strom versorgen. Dieser Akku soll mindestens 12 Stunden Empfang bei Lautsprecherbetrieb ermöglichen. Stromverbrauch soll  max. 1Watt betragen. Es sind drei Antennenanschlüsse vorhanden. Zwei davon für L-M-K mit BNC & Klinkensteckeranschluss. Für VHF & UHF mit BNC.

Über Empfangsleistungen können verständlicherweise zur Zeit noch keine Angaben gemacht werden, weil sich die Software noch in Beta-Stadium befindet. Die ersten Softwareupdates werden demnächst folgen. Dann wird der CR-1 für europäische Verhältnisse Fit sein.

Weitere Angaben auf Commradio.com

Update 07.03.2013

Dem CR-1 wurde ein LI-Ion Akku eingebaut der mindestens 12 Stunden Betrieb mit Lautsprecher erlaubt. Die Software hat einige neue Funktionen erhalten.

  • Wählbare Bandbreiten, je nach Betriebsart: 500Hz, 1Khz, 1.8Khz, 2.6Khz, 5Khz, 7.5Khz, 15Khz, 100Khz

  • Bandvorwahl: Amateurfunkbänder, Rundfunkbänder

  • Frequenzbandvorwahl: HF, VHF, UHF

  • Scan Geschwindigkeit für Speicher und Bandscan: 100ms, 200ms, 500ms, 1Sek, 2Sek, 5Sek, 10Sek (Verweildauer auf der Frequenz oder Speicher)

  • Frei wählbare Seitenbänder (USB & LSB)

  • Automatik & Manueller Mode (Wechsel der Abstimmschritte, Betriebsart und Bandbreitenfilter je nach Bereich)

Die ersten Eindrücke mit dem CR-1.

 

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Drake R7

Lange habe ich Ausschau nach dem Drake R7 gehalten. Doch es ist sehr schwer, in Europa einen solchen und zudem noch in neuwertigem Zustand zu finden. Doch es hat schlussendlich geklappt. Eigentlich zufälligerweise! Ein Besucher meiner Webseite bot mir an, seinen Drake R7 für Vergleichs- und Testzwecke zur Verfügung zu stellen. Na wenn das kein Vertrauen ist... :-)) ! So habe ich kurze Zeit später diesen auch erhalten. Der Kollege aus Braunschweig war so gütig ihn mir schlussendlich zu verkaufen, nachdem ich ihm erzählt hatte, wie lange ich schon so einen Drake R7 suchte. Soviel zur Vorgeschichte dieses Gerätes. Mein R7 ist praktisch vollausgestattet, ausser die Aux-7 Platine fehlt. Es sind fünf hochwertige Quarzfilter eingebaut > 6 - 2.3 - 1.8 - 0.5 - 0.3khz. Die begehrte Noiseblankerplatine ist auch eingebaut. Das war übrigens Voraussetzung, weil ich in unmittelbarer Nachbarschaft Weidezäune habe, die den Empfang durch die Stromimpulse regelrecht zunichte machen. Der R7 wurde bis in die 80ziger Jahre gebaut. Nicht verwunderlich, er zählt bereits zu den Oldtimern. Zumindest die Hardware. Die Empfangsqualität des R7 vermag durchaus noch mit den neueren Geräten mitzuhalten. Das Grosssignalverhalten ist sehr gut. Am 35m Langdraht spielt der R7 exzellent ohne zu übersteuern.
Verglichen habe ich ihn mit seinem jüngeren Bruder, dem Drake R8B. Ein Supergerät mit Vollausstattung und hervorragendem Klang. In fast allen Belangen ist der Drake R8B besser! Aber nicht viel!! Der R7 klingt recht dünn und ist nicht sehr schön anzuhören. Aber dafür ist die Verständlichkeit in Grenzsituationen etwas besser wegen der fehlenden Bassfülle. Zudem rauscht er auch weniger als der R8B, was ein Garant für den Empfang schwächster Signale ist. Der R7 ist also für DX prädestiniert! Etwas Gewöhnungsbedürftig ist die Bedienung. Eine Tastatur zur Frequenzeingabe hat er nicht. Die Frequenz muss nach Bändern zuerst vorgewählt werden und dann mit Drucktasten in 500khz- Schritten in die nähe der Wunschfrequenz gebracht werden, bevor man mit dem Abstimmknopf fein abstimmt. Aber das ist das Bedienungskonzept des Gerätes. Da hat man noch richtig was zu schrauben. Gefällt mir! Im grossen und ganzen ein Gerät das richtig Spass macht. Ausser eine Kleinigkeit die absolut nicht ins Bild dieses wunderbaren Gerätes passt! Der katastrophale Frequenzdrift! Nach einer halben Stunde Betriebszeit, driftet die Frequenz um ca. 500Hz! Das ist ziemlich viel. Aber glücklicherweise gibt es eine moderne elektronische Schaltung namens "DAFC" > Digital Automatic Frequency Control. Die Schaltung ist auf eine kleine Platine aufgebaut, die in den R7 eingebaut wird. Es müssen lediglich ein paar Drähte eingelötet werden und schon ist die Frequenz Felsenfest. Drift nur noch 4Hz!! So lässt es sich mit dem R7 sehr gut leben.
Ein tolles Gerät und zudem sehr selten in Europa anzutreffen. In den USA wird der R7 teils zu Astronomischen Preisen gehandelt.
Hier sind Audiovergleiche mit dem Drake R8B zu finden.

Verfasst am 07.07.2012

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Drake R8

Der Drake R8 ist ein richtig guter und gesuchter KW- RX. Sehr gute Grosssignalfestigkeit und ein sehr angenehmer Klang zeichnen diesen Empfänger aus. Verglichen habe ich ihn mit dem JRC NRD525, der dem R8 im Empfangsverhalten ebenbürtig ist. Aber auch der R8 leistet sich Schwächen. Die Gummitasten sind eine Zumutung! Die Tonblende ist nicht sehr Effektiv und der Synchrondetektor wird seinem Ruf nicht gerecht. Nur in seltenen Fällen konnte dieser den AM- Empfang verbessern. Die Bedienung ist etwas mühsam. Z.B. kann die Betriebsart nur in Karussellart umgeschaltet werden. Zudem wird die Bandbreite gleich mitgewechselt, auf den softwaremässig vorgegebenen Wert. Der zuletzt eingestellte Wert bleibt nicht erhalten. Beim R8 lässt sich ein VHF Konverter einbauen, der allerdings nur bedingt zu empfehlen ist. Abgesehen von den verkraftbaren Schwächen in der Bedienung ist der R8 ein Top RX.
Die Nachfolger R8A und R8B wurden deutlich in der Bedienung und zum Teil auch Empfangsseitig verbessert.

 

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Drake R8B

Wie seine Vorgänger ist der Drake R8B auch ein sehr guter Kurzwellenempfänger. Er ist sogar besser! An ihm wurden einige Sachen verbessert, was eine deutliche Leistungssteigerung spürbar macht. So ist der Synchrondetektor mit wählbaren Seitenbändern realisiert worden. Nur das ist schon eine enorme Verbesserung gegenüber den Vorgängern. Er ist jetzt so gut wie der Synchrondetektor der AOR AR7030. Aber auch die frei wählbaren Bandbreiten sind eine sinnvolle Verbesserung gegenüber den Vorgängern. Sogar die Automatikfunktion ist nach eigenen Bedürfnissen frei programmierbar. Die Tonblende hat nun auch eine Besserung erfahren und ist brauchbar. Was hingegen immer noch nervt ist die gesamte Gummitastatur. Diese ist noch wie früher! Empfangsmässig scheint er noch im grossen und ganzen der Alte zu sein. Sehr gutes Grosssignalverhalten, und guter Klang. Ich habe ihn mit dem Profi- RX Hagenuk RX1001 M verglichen. Das Empfangsverhalten ist in etwa gleich, nur das der R8B unter 500khz das wesentlich bessere Grosssignalverhalten hat. Wo er sich geschlagen geben muss, ist im SSB- Empfang. Da ist der RX 1001 M eindeutig besser. Aber der Drake R8B braucht sich nicht vor Profi- Empfängern zu verstecken. In der Flexibilität ist er manchem Profi- RX weit überlegen. Im Empfang kann er weitestgehend mithalten. Leider wird der R8B nicht mehr hergestellt. Er ist einer der neueren, klassischen Kurzwellenempfänger die wirklich überzeugen können, neben dem AOR AR7030 Plus und dem Icom IC-75.
Ein Top- Kurzwellenempfänger!

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ELAD FDM-S1

Der FDM-S1 ist ein Software Defined Radio (SDR), der nur über einen Computer bedienbar ist. Er empfängt durchgehend von 20Khz - 30Mhz und im "Oversampling Modus" sogar bis 200Mhz. Die dazugehörige Software "SW1" bietet die Betriebsarten CW, LSB, USB, DSB, AM, SAM, DRM, FM und WFM. Die Frequenzschritte können individuell angepasst werden, wie auch die Bandbreitenfilter bis 24khz Breite. Die max. Sichtbreite des Spektrums beträgt 3Mhz. Nicht zu vergessen ist die Aufnahmefunktion des Frequenzspektrums. Alle Funktionen sind ja bekanntlich Software definiert und können mit Softwareupdates erweitert oder geändert werden. Die Bedienung der SW1 muss etwas erlernt und erforscht werden. Sie ist nicht so einfach aufgebaut wie die Perseus- Software. Die SW1 bietet sehr viele Einstell- und Konfiguriermöglichkeiten. Da wäre mal die Import- Möglichkeit der Eibi- Frequenzliste im CSV Format. Natürlich können auch andere Listen im selben Format importiert werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Frequenzlisten von DX Cluster direkt runterzuladen. Die Frequenzlisteneinträge können in Abhängigkeit der Frequenz im Spektrum angezeigt werden. So weiss man, was gerade auf der eingestellten Frequenz läuft. DRM (Digital Radio Mondiale) wird direkt im Programm SW1 decodiert. Man braucht also keine externe Software um DRM zu hören. Was einem sofort in Auge sticht, ist das schöne und Reaktionsschnelle Wasserfall/Spektrum. Dieses kann individuell angepasst werden, was leider nicht sehr einfach ist. Aber in der Regel wird man nicht grosse Änderungen daran machen wollen. Denn es ist in der Originaleinstellung optimal. Ein riesiges "Plus" ist die Skalierbarkeit des Wasserfall/Spektrums. Es lässt sich auf Bildschirmgrösse einstellen und man hat somit eine riesige Anzeige bei einem grossen Bildschirm. Etwas mühsam gestaltet sich die Einstellung der beiden manuellen Notchfilter. Hat man aber etwas Übung, klappt es recht gut. Ach ja, ein "Auto Notch" ist auch vorhanden. Diesen wird man sowieso meistens bemühen. Die SW1 Software hat zudem eine sehr wirksame Noise Reduction (Rausch Reduzierung) die ihresgleichen sucht. Nicht selten habe ich diese Funktion benutzt. Sie produziert praktisch keine digitalen Artefakte. Neu wurde ein Noise Blanker (NB) integriert. Obwohl dieser noch in der Betaversion ist, funktioniert er schon sehr gut. An den NB des Perseus kommt er aber noch nicht heran. So, das waren die wichtigsten Funktionen rund um die Software. Getestet habe ich die Version 3.15Beta.

Wie ist der direkte Vergleich zum Perseus??

Der Perseus kostet ja praktisch doppelt so viel wie der FDM-S1. Ist den so ein Vergleich sinnvoll? Ja, er ist! Der FDM-S1 ist dem Perseus fast ebenbürtig. Die Empfindlichkeit und Verständlichkeit sind sehr nahe beieinander. Der Perseus geht mit einem Hauch Vorsprung durchs Ziel, weil die Wiedergabe etwas höhenbetonter und somit verständlicher ist als beim Elad. Aber eben, Hauchdünn. Wo der Elad Federn lassen muss ist bei der Grosssignalverträglichkeit. An meinen Antennen, einem 35m langen Draht und der Fenu-Loop/HDLA3, übersteuert der S1 zeitweise in den Abend- und Nachtstunden. Der Perseus bleibt weitgehend im linearen Bereich. Aber der Elad kann mit einem externen Preselektor nachgerüstet werden. Dann wird er vermutlich mit dem Perseus gleichziehen können.

Unter dem Strich bin ich der Meinung, dass der Elad FDM-S1 dem Perseus in den meisten Belangen ebenbürtig ist. Ausser im Grosssignalverhalten. Die Software SW1 bietet sehr viele Einstellmöglichkeiten und DRM ohne externe Software. Grosser Pluspunkt für die SW1; sie lässt sich frei skalieren bis auf Bildschirmgrösse!

Viel Leistung zu einem fairen Preis. Schon fast ein Geheimtipp der ELAD FDM-S1!

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ELAD FDM-S2

Elad ist mittlerweile ein bekannter Name in der SDR- Szene. Die kleine italienische Firma mit Sitz in Caneva, nördlich von Venedig, hat in den letzten Jahren einiges zur SDR- Entwicklung beigetragen. Auch interessante Antennensplitter und- Verteiler bietet Elad an. Der FDM-S2 ist seit Anfang 2014 erhältlich und sorgt seit seinem Erscheinen für Aufhorchen in der Kurzwellenhörer- Gemeinde. Er ist der direkte Nachfolger des FDM-S1. Dieser war recht Erfolgreich. Nun soll der FDM-S2 noch besser sein!

Die wichtigsten Daten:

-- Abtastrate: 122.88Mhz = 9khz  - 52Mhz (Direkte Abtastung)  / 74 - 108Mhz & 135 - 160Mhz (durch Bandpass Unter- Abtastung)
-- Abtast- Auflösung: 16bit = bis zu 96dB Dynamikumfang des A/D Wandlers. Durch weitere Verarbeitung des 122.88 MHz schnellen Signals im FPGA, wird der Dynamikumfang noch erhöht.
-- Tiefpassfilter bei 54Mhz
-- Bandpässe für UKW & VHF
-- Getrennte Antennenanschlüsse für HF & VHF
-- Alle Anschlüsse auf der Rückseite
-- Ein/Aus Schalter 
-- Frequenzbereich: 9khz  - 52Mhz, 74 - 108Mhz, 135 - 160Mhz
-- Spektrum- Sichtweite: max. 4.951,2Mhz
-- Elegantes, schön verarbeitetes Aluminiumgehäuse, schwarz eloxiert.
-- Kein separates Netzteil erforderlich. 5V Betriebsspannung über USB- Port.
-- Fernsteuerbar über das lokale Netzwerk( nur mit dem Firefox Browser).

Die Innereien des FDM-S2

Mit freundlicher Erlaubnis von ELAD

Software SW2

Die neue Software sieht der alten SW1 sehr ähnlich. Es sind aber ein paar Funktionen dazu gekommen, die diese Software einen professionellen Touch verleihen.

Die Highlights der SW2:

-- Vier virtuelle Empfänger
-- DRM voll im Programm integriert. Keine Drittsoftware nötig.
-- Exzellenter UKW Empfang in Stereo
-- UKW DX- tauglich
-- Sehr schnelles RDS
-- Frei programmierbare Bandvorwahltasten

Die wohl interessanteste Funktion sind die vier voneinander unabhängigen, virtuellen Empfänger. Es ist möglich, im sichtbaren Spektrum an vier Stellen diese Empfänger frei zu setzen. Im 5Mhz Spektrum erfasst man bis drei Rundfunk- Kurzwellenbänder. Für Empfangsvergleiche kann man so in jedem der drei Bänder ein Empfänger setzen und deren Qualität vergleichen. Jeder der vier Empfänger speichert die zuletzt verwendete Frequenz, Betriebsart, Bandbreite, Lautstärke, Squelch usw. Eine gute Idee sind auch die Bandvorwahltasten, die im Menu frei konfigurierbar sind. So kann man sich die eigenen "Schnellzugriffe" programmieren. Die Aufnahmefunktion darf natürlich nicht fehlen. Die SW2 hat einen einfach zu bedienenden Scheduler, wo man mehrere Aufnahmezeiten programmieren kann, ähnlich wie bei einem Videorecorder. Die gemachten Band- oder auch nur Audioaufnahmen, können dann zum gewünschten Zeitpunkt in der SW2 abgespielt werden. Die Bandaufnahmen können durchgestimmt werden wie im normalen Empfangsmodus. Wie in der SW1, lassen sich vier verschiedene Frequenzdatenbanken im Spektrum einblenden. Eine Datenbank davon kann man selber mit unbegrenzter Anzahl Frequenzen erstellen und auch im Spektrum einblenden. Nicht zu vergessen, das frei skalierbare Spektrum! Die SW2 besitzt noch zwei separate Fenster, in dem das Audiosignal und das ZF- Signal bearbeitet werden können. Sehr Schade das im ZF- Fenster kein Bandpass- Tuning in AM möglich ist! Der nächste Wermutstropfen ist das fehlen der Auswahlmöglichkeit der Seitenbänder in der AM- Synchron Betriebsart. Die Bedienelemente auf der rechten Seite und die rote Hauptfrequenzanzeige sind allesamt zu klein geraten. Auf einem hochauflösenden Bildschirm sind die Bedienelemente schlecht sichtbar. Da muss man schon sehr nahe ans Bildschirm um zu erkennen, wohin man klickt.

Der S2 kann über das lokale Netzwerk mit der "USB- Web Server- Software" Ferngesteuert werden. Funktioniert nur mit dem Firefox Browser.

Es würde noch so einiges zu berichten geben, aber das würde den Rahmen sprengen. Am besten man lädt sich die Software SW2 runter und probiert sie selbst mal aus.

Download für die SW2: SW2- Software

Download für die Files die man in der SW2 abspielen kann: WAV Files

Angesichts der vielen positiven Feedbacks die man in dem Foren liest, war ich gespannt auf den FDM-S2. Franco Milan, der Inhaber von Elad, stellte mir einen Nagelneuen FDM-S2 für unbegrenzte Zeit zur Verfügung. So kann ich ohne Zeitdruck das neue Gerät richtig durchtesten.

Etwa drei Wochen habe ich den FDM-S2 getestet und hauptsächlich mit dem Perseus verglichen. In dieser Zeit wurden vier Softwareupdates veröffentlicht. In einem Update wurden sogar Bugs korrigiert, die ich gemeldet hatte. Das zeigt das Interesse des Herstellers, eine möglichst gut funktionierende Software zu bieten. Toller Service! Die Installation der Software geht schnell und ohne Probleme. Nach dem ersten Start muss man sich erstmal mit der Software vertraut machen. Nutzer der SW1, haben hier natürlich weniger Probleme sich einzuarbeiten. Das erste was mir auffiel, war die mühsame Frequenzeingabe in "Hz" (Hertz). Das ist unüblich. Nach etwas suchen, habe ich in den Einstellungen den Ort gefunden, wo man die Eingabe zu "Khz" umschalten kann. In diesen Menus lassen sehr viele Einstellungen vornehmen. So habe ich mich erstmal mit den ganzen Einstellmöglichkeiten vertraut gemacht. Zu diesem Zeitpunkt vorliegenden Softwareversion V1.28, sind mir noch ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die Korrektur benötigen.

Nun aber zum Empfang!

Der Elad FDM-S2 mit der Originalsoftware SW2, rauscht generell gesehen eine Spur weniger als der Perseus. Letzter ebenfalls mit seiner Originalsoftware. An der Grasnarbe ist das Nutzsignal etwas besser lesbar mit dem Elad. Das ist in SSB und AM gleichermassen festzustellen. Will man das Rauschen weiter reduzieren, kann man sich mit der digitalen Rauschreduktion (NR) behelfen. Die funktioniert besser als die NR vom Perseus. Die Empfindlichkeit beider Kontrahenten scheint etwa gleich zu sein. Unterschiede konnte ich nicht feststellen. Was in einem solchen Fall über die Verständlichkeit entscheidet, sind die persönlichen Hörgewohnheiten. Beide Geräte sind wirklich extrem nahe beieinander. Was beim FDM-S2 nicht so gut ist, ist das mittelmässige Grosssignalverhalten. An meinen zur Zeit benutzten Antennen, ein 15m langer Draht über einen 1:9 Unun angepasst, der FenuLoop/HDLA3, Fenu-BigLoop/RLA1B und der Boni-Whip, leuchtete die "ADC-Clip" Anzeige sehr oft auf. Das deutet auf ein Übersteuern des Analog/Digital Wandlers hin. Mit anderen Worten, der A/D Wandler bekommt zuviel Antennenspannung. Verzerrungen und Geistersignale konnte ich aber keine feststellen. Nach Zuschalten des Abschwächers, leuchtete die ADC-Clip nicht mehr auf. Allerdings hat man dann eine verringerte Empfindlichkeit in Kauf zu nehmen. Es bleibt abzuklären, ob diese Warnmeldung eine Art "Vorwarnung" vor dem Übersteuern ist. Sehr gelungen ist hingegen der DRM- Empfang. Hierfür ist alles nötige in die SW2 Software vorbildlich integriert. Die DRM- Schedule greift Online auf eine ständig aktualisierte Frequenzdatenbank zu und ist immer aktuell. Natürlich nur wenn ein Internetanschluss besteht. Ein zweites Fenster zeigt den Sendernamen und weitere Informationen, wenn diese ausgestrahlt werden. Der FDM-S2 empfängt auch UKW und  ein Teil des VHF Bereiches. Auf UKW kann die Kombination S2 & SW2 vollends überzeugen. UKW hat einen sehr guten Klang und lädt zum verweilen ein. Das RDS reagiert sehr schnell und funktioniert auch bei schwächeren Sendern überraschend gut. Die Bandbreiten auf UKW sind von 25khz bis 192khz quasi stufenlos einstellbar. Das macht den FDM-S2 auch für UKW-DX'er interessant. Zwischen den starken Sendern, lassen sich mit einer Bandbreite von etwa 60KHz auch die schwachen Sender dazwischen hörbar machen. Mangels Signalen und geeigneten Antennen, konnte ich den VHF Bereich nicht richtig testen. Ein paar lokale Funkamateure waren kurz mal zu hören.

Fazit:

Der FDM-S2 ist ein sehr ernster Gegner für den Perseus! Er kostet etwa 300Euro weniger, bringt absolut die selbe Empfangsleistung und geht sogar darüber hinaus mit der komplett ausgestatteten Software SW2. UKW & VHF ist beim FDM-S2 inbegriffen. Beim Perseus muss der FM+ dazugekauft werden um UKW empfangen zu können. Die Software SW2 birgt noch so manche Funktion, die für Funkamateure wie auch für SWL's sich zu entdecken lohnt. Einzig das Übersteuerungsproblem* ist ein Minuspunkt in der sonst exzellenten Wertung!

*Nach Rücksprache mit Franco Milan, der Chef von ELAD, leuchtet die "AGC Clip" auch bei sehr kurzen Pegelüberschreitungen auf. An der Stelle wird demnach nachgebessert werden. Der Perseus ist mit seinem vorgeschaltetem Preselektor dennoch im Vorteil. Jedenfalls was die Antennenverträglichkeit angeht.

Eine Anmerkung noch zum Schluss: Ich habe mit den Softwareversionen V1.25 - V1.28 getestet. Diese enthielten noch diverse Bugs. Es ist damit zu rechnen, das Elad die Software noch verbessern und neue Funktionen hinzufügen wird.

Danke an Franco für die Ausleihe des FDM-S2.

Verfasst am 08.08.2014

 

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JRC NRD-345

Der JRC NRD345G ist wohl der am wenigsten bekannte JRC in der Amateurklasse. Damals, als der NRD545 erwartet wurde, ist zuerst der NRD345 im Markt angeboten worden. Nun, was ist das für ein Gerät? Wo JRC draufsteht, muss nicht unbedingt JRC drin sein !!! Nach ein paar Stunden probieren und versuchen, kam in mir das Gefühl auf, ein AOR- Gerät vor mir zu haben. Die Bedienung und das Empfangsverhalten sind irgendwie nicht JRC-typisch. Am ehesten kommt es mir so vor, einen AOR AR3030 vor mir zu haben. Nicht umsonst, sind auch andere SWL's zu dieser Erkenntnis oder Vermutung gekommen, wie ich in den weiten des Internets in Erfahrung gebracht habe. Wie ist der NRD345G zu bedienen? Einfach, soviel zu diesem Thema. Wie ist der Empfang?? Wie bei anderen (AOR) Empfängern, ist das Zusammenspiel mit grossen Antennen problematisch. 20m Langdraht verträgt der NRD345G nur tagsüber. Oberhalb 6200khz sind aber trotzdem Grosssignaleffekte zu hören. Abends ist mit dem 20m Langdraht ein halbwegs normaler Empfang nicht möglich. Da muss unbedingt zu einem Preselektor gegriffen werden. Auch die modifizierte, vertikale CB Antenne ist für den NRD345 zuviel. Wie beim Kenwood R-1000, verträgt sich der NRD345 am besten mit der kurzen AOR SA-7000. Mit dieser Antenne kann der NRD345G zeigen was in ihm steckt. Hier kann man wirklich sagen, guter Empfang braucht keine langen Antennen. Stationen die ich mit meinem Liebling, dem NRD525G an der Langdrahtantenne gerade noch höre, sind auch mit dem NRD345G an der kurzen, 1,8m langen SA-7000 oft auch zu empfangen und zu verstehen, naturgemäss wegen der kurzen Antenne ziemlich schwach. Eines sei hier ganz stark betont: ich hatte noch nie einen Empfänger mit so wenig Eigenrauschen! Ganz einfach super ! Es sind wirklich die allerschwächsten Stationen zu hören, wenn keine lokalen Störungen den Empfang trüben. Auch wenn nur wenig darauf hindeutet, dass es sich hier wirklich um einen JRC handelt, muss man sagen, das dies ein sehr guter RX ist.
Hut ab JRC (AOR) !!
Mit kurzen Empfangsantennen sehr zu empfehlen.
 

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JRC NRD-515

Der NRD-515, hier mit der Speichereinheit NDH-515 und dem Lautsprecher NVA-515, waren ein sehr guter Wurf von JRC. Der NRD-515 überzeugte vor allem bei der Bedienung, wirklich einfach. Auch der Klang konnte überzeugen, zumindest im Vergleich mit seinen jüngeren Brüdern, dem NRD525 und dem NRD535, die alles andere als hell klangen. Das Grosssignalverhalten konnte als gut bezeichnet werden. Gelegentlich leistete sich der 515er Ausrutscher in den Abendstunden. Zwischen 6200-6700khz waren deutlich Sender zu hören, die nicht dorthin gehörten. Die Speichereinheit NDH-515 beherbergt 24 Speicherplätze, die mit dem Channel- Schalter angewählt werden können. Für die damalige Technik war das sensationell. Im grossen und ganzen, ein RX mit schon fast professionellem Anspruch.
Ein immer noch ernstzunehmender Empfänger.

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JRC NRD-525

Ja,...wer kennt ihn nicht ? Der JRC NRD-525G. Ein immer noch sehr begehrter Kurzwellen- RX. Und das zu recht !! Hinsichtlich Grosssignalverhalten einer der besten, noch bezahlbaren Empfänger. Mit diesem 525er sind diese Art von Störungen ein Fremdwort für mich. Das ist dem mitlaufendem Preselektor zu verdanken, der im innern des NR525 seinen Dienst tut. Durch eine Tastenkombi (Memo & 4) kann man den Preselektor umgehen, und sich dann anhören, wie die Kurzwelle am Abend klingt, nämlich überladen mit Grosssignaleffekten auf vielen Frequenzen. Schaltet man wieder zurück, kehrt weihnachtliche Stille auf die Bänder zurück. Der 525er hat aber auch seine Fehler. Der grösste Fehler ist, dass er zu dumpf klingt. Der zweite grosse Fehler ist, dass der NF Verstärker ziemlich rauscht. Im Nachhinein musste ich aber feststellen, dass nicht alle 525er dieses Problem haben. Der NRD-525G (Serie Nr. 51505) den ich jetzt habe, ist ziemlich Rauschfrei! Aber bei den älteren, ermüdete die Rauscherei bei längerem Zuhören. Die Tonblende war auch nicht das gelbe vom Ei. Bemerkenswert ist, dass die Hersteller dem NF-Teil der Empfänger zu wenig Aufmerksamkeit schenkten. Das ist schade, bei einem ehemals so teurem Gerät, wäre eine bessere Audio sicher nicht fehl am Platz.
Aber,...sehr zu empfehlen.

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JRC NRD-535D (Kiwa modifiziert)

Der JRC NRD535D unterscheidet sich technisch nicht vom NRD535DG. Die "DG" Version ist die Europaversion, die "D" Version ist die USA Version. Beide Versionen enthalten die "BWC", die variable Bandbreitenplatine, die "ECSS", die Synchrondetektorplatine, und den 1khz Bandbreitenfilter. Was aber diesem 535D von den "gewöhnlichen" 535er Versionen unterscheidet, ist die Kiwa Modifikation die an ihm gemacht wurde. Diese verbessert die Audiowiedergabe deutlich. Der 535er hat ja von Haus aus eine recht dumpfe Audiowiedergabe. Mit dieser Modifikation wird der Frequenzgang so verändert, so dass man meinen könnte, ein völlig anderes Gerät vor sich zu haben. Zudem wurde die AGC auch modifiziert. Der 535er reagiert recht empfindlich auf elektrische Impulse, seih es vom betätigen eines Lichtschalters oder das knacken das man im Radio hört wenn ein Gewitter naht. Diese elektrischen Impulse veranlassen das S- Meter hochzuschnellen. Dieser geht aber recht langsam in seine ursprüngliche Position zurück. In dieser Zeit ist das Gerät Taub. Das heisst, es ist kein Empfang möglich. Mit der AGC Modifikation wird das korrigiert.

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JRC NRD-535DG

Auch der NRD-535DG ist ein sehr bekannter und auch begehrter Empfänger, aus dem Hause JRC. Der NRD-535DG kann als Weiterentwicklung des NRD-525 angesehen werden. Der NRD-535DG zeichnet sich wiederum durch seine weitgehende Immunität gegenüber Grosssignalstörungen aus. Der NF- Verstärker wurde auch verbessert, so dass er sehr rauscharmen Empfang ermöglicht. Aber einen etwas dumpfen Klang hat er trotzdem noch. Als neue technische Leckereien kamen hinzu, die stufenlose Bandbreitenregulierung und die ECSS- Platine. Diese verbessert den AM- Empfang in den meisten Fällen, ähnlich dem Synchrondetektor. Er ist identisch mit dem NRD-535D (USA Version).
Ein Top RX aus dem Hause JRC.
Sehr zu empfehlen.

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JRC NRD-545 DSP

Ich konnte es kaum erwarten, ihn endlich auf dem Tisch zu haben. Der NRD-545 DSP lässt sich schwer mit seinen älteren Brüdern vergleichen. Die Bedienung ist wie gewohnt, wer mal einen NRD hatte, wird sich schnell zurecht finden. Was aber die Bandbreitenfilter und die Audio betrifft, muss man sich erst mal daran gewöhnen. Die sind so was von scharf, d.h. steilflankig, dass man richtig langsam mit dem VFO kurbeln muss, sonst schiesst man über den Sender hinaus. Hinsichtlich Trennschärfe ist der NRD-545 DSP absolute Spitze. Zudem sind die Bandbreiten quasi stufenlos regelbar. In 10Hz oder in 100Hz umschaltbar. Notchfilter und Bandpassshift werden auch digital aufbereitet, was sich als sehr wirkungsvoll herausstellt. Rauschfilter, Noiseblanker sind ebenfalls digital. Allerdings ist auch der Klang des NRD-545 DSP digital !! Er klingt in AM richtig grell, giftig und aggressiv, also recht unangenehm. Der Klang ist absolut gewöhnungsbedürftig. Zudem rauscht er sehr stark, wenn keine Sender zu hören sind. Sobald aber ein schwacher Sender anliegt, tritt das Rauschen in den Hintergrund zurück. Die Verständlichkeit ist aber enorm, vor allem in SSB. Die Grosssignalfestigkeit ist für einen verwöhnten JRC Besitzer schlechter als seine Vorgänger. Das hat mit der DSP zu tun. All zu starke Pegel verträgt diese nicht. Aktivantennen, wie z.b. die ARA60, verträgt der 545er nicht sehr gut. Mit einem passiven Langdraht fährt man deutlich besser. Der NRD-545 DSP lässt sich mittels Konverterplatine bis auf 2000Mhz erweitern. Diese Platine ist aber nicht empfehlenswert, weil sie für die oberen Frequenzbereiche schlecht ausgestattet und viel zu teuer ist. Da kauft man sich besser einen guten Scanner für das Geld. Hobbykollegen die auch einen NRD-545 DSP haben oder hatten, sind der gleichen Meinung wie ich: wer mehr AM- Rundfunk hört, sollte sich den NRD545 zuerst anhören. Sehr wichtig, um einen Fehlkauf zu vermeiden. Der 545er kostet nicht gerade wenig.
Der NRD-545 DSP richtet sich an die SSB Hörer. Da ist er Spitze! In AM ist er nur sehr bedingt zu empfehlen. Es stehen auch nicht alle Funktionen zur Verfügung in AM.

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Icom IC-R71E

Der IC-R71 wurde bis Mitte der neunziger Jahre gebaut. Er wurde mehrmals aktualisiert, vom R71 bis R71E. Im gleichen Zeitraum wurde auch der JRC NRD-525 angeboten, der als sein Konkurrent galt. Die Empfangsleistungen sind der des NRD-525 sehr ähnlich. Seine "Krankheiten" sind, wie bei den älteren NRD-525, der rauschende NF- Verstärker und seine zum Teil unlogische Bedienung (Filterschalter). Etwas kurios und nicht üblich ist die Verschiebung der Frequenz um 1,5khz beim Umschalten auf USB oder LSB. So musste man immer um +/- 1,5khz nachstimmen. Bei längerem Betrieb erhitzt sich der R71E beträchtlich. Auf Dauer schlecht für die empfindliche Elektronik. Da ist ein 12 Volt Betrieb angesagt, um den internen 220V Trafo nicht mehr brauchen zu müssen. Der Umbau ist aber nicht gerade einfach und sollte von einem Fachmann erledigt werden. Oder man baut einen kleinen Lüfter ein der dafür sorgt, dass ein Teil der Wärme abgetragen wird. Bei meinem R71E habe ich das AM- Filter durch ein Kiwa 6khz Filter ersetzt. Dieses ist etwas Trennschärfer als der originale Filter. Unter dem Strich ein guter, Grosssignalfester RX, der absolut in der Lage ist, noch heute neueren Empfängern Paroli zu bieten.

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Icom IC-R72

Durch Zufall bin ich zu einem Icom IC-R72 gekommen, der noch nie in Gebrauch war. Das Gerät ist dem entsprechend neu, obwohl es mindestens 10 Jahre alt ist. Es stammte aus einer Geschäftsliquidation und stand seit dem in der Originalschachtel herum. Der IC- R72 ist der direkte Nachfolger des IC- R71. Er zeichnet sich durch gute Empfangsleistungen bei einfacher Bedienung aus. Der Empfang ist ähnlich wie beim IC-R71. Was wieder bei diesem Gerät nervt, ist das helle Rauschen des NF- Vorverstärkers. Es ist nicht zu verstehen, wieso Icom nicht in der lage ist, etwas bessere NF- Verstärker zu bauen. das würde nicht mehr kosten. Glücklicherweise kann man mit einem externen NF- Filter, wie z.b. dem Timewave DSP-9, dem Rauschen zu leibe rücken. Empfangsmässig kommt er dem NRD525G ziemlich nahe. Das Grosssignalverhalten ist sehr gut. Doch in den sehr dicht belegten Rundfunkbändern wird das Hören oft von einem Interferenzpfeifen begleitet, was auf ein zu breites AM-Filter zurückzuführen ist. In diesem Falle kann man auf SSB schalten und den Sender ohne Pfeifen hören. In SSB ist der IC-R72 übrigens in seinem Element. Da klingt er wirklich super. Nachteilig bei den IC-R72 ist der Betrieb an 230V mit dem internen Trafo. Dieser erhitzt sich so stark, so dass man die Heizung im Shack abschalten kann. Doch glücklicherweise, ist der IC-R72 mit einem 12V- Anschluss ausgestattet. So kann man den IC-R72 an einem externen Netzgerät betreiben und erspart dem IC-R72 die Hitzebelastung. Im grossen und ganzen ein guter und einfach zu bedienender Empfänger.

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Icom IC-R75

Der IC-R75. Der letzte Kurzwellenempfänger von Icom? Wahrscheinlich! Aber er wird noch gebaut. Komischerweise wird er in Europa nicht mehr verkauft. In den USA, Australien, und Japan ist er nach wie vor erhältlich. Zudem ist er Verhältnismässig Preiswert wenn man bedenkt, dass die DSP- Platine schon eingebaut ist. Für ca. 650US$ ist er zu bekommen. Das ist schon eine Überlegung wert, wenn man sich einen neuen Standalone RX zulegen will. Dieser sehr gute RX kann mit dem AOR AR7030 problemlos mithalten. Die Grosssignalfestigkeit ist sogar etwas besser! Am 35m Langdraht und der Fenu-Loop/HDLA3 spielte der R75 ohne Probleme. Das Highlight beim R75 ist das doppelte Bandpasstuning (PBT). Hiermit kann auch die Bandbreite der Filter verringert werden. Insbesondere in SSB ist dies sehr wirksam. Die DSP kann das Rauschen des R75 in 15 Stufen reduzieren. Auch der automatische Notchfilter ist nützlich bei allerlei Pfeiftönen. Zudem verfügt er noch über 100 alphanumerische Speicher und 2 Vorverstärker. Aber Vorsicht: wenn man am Abend mit den Vorverstärkern rumspielt, kann es zu Übersteuerungen kommen. Der R75 lässt sich auch sehr gut über PC steuern. Vorallem die Software Hamradio Deluxe ist sehr empfehlenswert. Nach wie vor ein Top RX.

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Icom IC-R8500

Der IC-R8500 ist kein reiner Kurzwellenempfänger, trotzdem aber ein ernst zu nehmendes Gerät für den Kurzwellenempfang! Der Frequenzbereich geht von 100Khz-2000Mhz durchgehend. Im Vergleich mit Kurzwellenempfängern die ich habe, hat der R8500 sehr oft eine bessere Wiedergabequalität. Er klingt hell und Detailreich. Dies ist vor allem dem 5,5Khz- Filter zu verdanken. Er ist in Wirklichkeit aber mehr als 8khz breit mit schlechtem Formfaktor. Dieser Filter ist eher geeignet für FM. Die Wiedergabe der Sender in AM werden dann oft von einem Interferenzpfeifen begleitet. Zur Ehrrettung muss aber gesagt werden, dass reine Kurzwellenempfänger diese Problem auch haben. Auf freier Frequenz kann er aber vollends überzeugen. Hingegen kann der SSB Empfang  vollends überzeugen. ECSS- Empfang( AM Rundfunk in SSB hören) ist kein Problem, da der IC-R8500 eine sehr gute Frequenzstabilität hat. Was ganz besonders hervor zu heben ist, ist sein sehr gutes Grosssignalverhalten an grossen Antennen. Für ein Breitbandempfänger einfach überragend! Der Empfang über 30Mhz ist über jeden Zweifel erhaben. Wer ein Gerät sucht das (fast) alles empfängt, und zudem in Topqualität, der kommt um den Icom IC-R8500 nicht herum.

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Kenwood R-600

Der Kenwood R-600 ist eigentlich ein abgespeckter R-1000. An diesem Gerät ist wirklich nur das allernötigste dran. In der Kiste drin steckt praktisch die selbe Empfangselektronik. Der Empfangsbereich geht von 0 – 30Mhz in den Betriebsarten AM, USB, LSB, CW. Speicher hat er keine. Einschalten, Band anwählen mit dem Bandschalter, Frequenz einstellen mit dem VFO, der übrigens angenehmer ist als beim R-1000, und los geht’s. Der Klang aus dem eingebauten Lautsprecher klingt sehr gut und hat praktisch kein NF-Rauschen. Nach einer gewissen Einwärmzeit, kann man sogar AM-Rundfunksender in SSB hören. Das klappt sogar recht gut. Man muss aber sehr feinfühlig mit dem Abstimmrad umgehen, um den Sender einstellen zu können. Grosse Antennen verträgt der R-600 nicht immer. Tagsüber verträgt er 20m Langdraht mit etwas Mühe. Am Abend ist dann die Hölle los, dann übersteuert der R-600 genauso wie der R-1000. Aber an einer kurzen Antenne, wie z.b. die AOR SA-7000 oder der Diamond D-130, spielt der R-600 sehr gut. Wieder zeigt sich: Guter Empfang braucht nicht Zwangsläufig eine grosse Antenne!! Wer ganz ohne Komplikationen und grossen Aufwand Kurzwelle hören will, ist mit dem R-600 gut bedient. Er sieht gut aus, ist solide verarbeitet und muss sich vor den grossen nicht verstecken. Nur mit grossen Antennen hat er Mühe. Aber das verzeiht man ihm gern. Wir wir auch, kommt der R-600 auch in die Jahre! Wenn sich jemand ein solches Gerät zulegen will, muss sich dessen bewusst sein, dass der R-600 defekte haben könnte. Das ist ganz einfach wegen dem Alter des Gerätes.

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Kenwood R-1000

Die viel gelobten Empfangseigenschaften des R-1000 haben mich dazu bewegt, ihn zu erwerben. Da war ich natürlich gespannt, auf das, was mich nun erwartet. Als erstes lässt sich sagen, dass der R-1000, sehr einfach zu bedienen ist. Für Einsteiger ist der R-1000 genau das richtige. Die Bedienung ist mit der des JRC NRD515 zu vergleichen. Wie sieht es nun mit der Empfangsleistung aus? Hier lässt sich sagen, der R-1000 verträgt keine grossen Antennen! Am 20m Langdraht übersteuert er auf fast allen Frequenzbereichen. Mit meiner alten, 5.5m langen Vertikalen CB- Antenne, die ich für Kurzwellenempfang modifiziert habe, kommt es nur noch im 15 Mhz und 4 Mhz Bereich, ganztägig zu Übersteuerungen. Mit anderen Worten, wer mit dem R-1000 DX betreiben will, kommt um eine Vorselektion, sprich "Preselektor" nicht herum. Aber mit kurzen Antennen funktioniert der R-1000 ohne Probleme. Selbst schwache Stationen, die mit dem NRD525G am 20m Langdraht gehört werden, sind mit der Kombination R-1000 / AOR SA-7000 empfangbar. Ziemlich schwach, aber immerhin ohne Übersteuerungen!!! Was auch ziemlich schnell auffällt, sind die viel zu breiten Bandbreitenfilter. Dies lässt sich aber durch umstecken eines internen Steckers leicht ändern. Aber auch nach dem umstecken des besagten Steckers, wird der Streifzug durch die Rundfunkbänder immer von einem Interferenzpfeifen begleitet. Kein Wunder also, wurde oder wird der R-1000 noch immer bei den Filterbandbreiten modifiziert. Was auch negativ zu bewerten ist, ist der hohe Rauschanteil des NF- Verstärkers, wenn die Tonblende betätigt wird. Dies lässt sich mit einem DSP- Audiofilter, wie z.b. dem Timewave DSP-9, sofort rausfiltern. Aber ansonsten ein guter, schöner Kurzwellenempfänger, der langsam in die Jahre kommt.

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Kenwood R-5000

Dies ist nicht der erste R-5000 den ich habe. Es ist schwer einen 100% funktionierndes Gerät zu finden. Beim R-5000 muss man unbedingt darauf achten, das die Eingabetastatur oder Betriebsartenwahltasten nicht defekt sind, wenn man sich einen gebrauchten zulegen will. Das ist eine ganz grosse Schwachstelle dieses Empfängers. Hinter den Tasten sitzen eine Art Folienschalter. Die nützen sich mit der Zeit ab oder oxydieren und es kommt zum sogenannten Tastenprellen. Das heisst, wenn man eine Ziffer antippt, werden mehrere ausgegeben. Zudem erhitzt sich der R-5000 sehr stark, wenn man ihn mit 230V betreibt. Schlecht für die Elektronik! Aber wenn man einen guten R-5000 erwischt, dann zugreifen und wenn möglich mit 12-14V betreiben. Denn die Empfangsleistungen sind ganz einfach Spitze. Mit etwas Geduld und Glück, fand ich unter Mithilfe eines Kollegen, einen neuwertigen Kenwood R-5000. Dieses Gerät funktioniert Tadellos; kein Tastenprellen oder sonstige Fehlfunktionen. Um der Wärmeentwicklung entgegen zu wirken, habe ich einen 12 Volt Anschluss eingebaut. So kann ich den R-5000 ohne den internen Trafo, der auch für die Wärmeentwicklung verantwortlich ist, betreiben. So bleibt der R-5000 noch nach Stunden im normalen Temperaturbereich. Für dem AM- Hörer empfiehlt sich der Einbau des AM- 6khz Filters YK88A-1. Dieser ist sehr Trennscharf. Allerdings ist dieser Filter schwer zu finden.
Der R-5000 ist Empfangsgsmässig auf dem Niveau des NRD-525. Nur klingen tut er besser.
 

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Kneisner+Doering KWZ 30

Der Kneisner+Doering KWZ 30 ist nicht sehr bekannt. Es ist ein Gerät aus deutscher Produktion. Kurzwellenempfänger der Profiklasse wie Rhode & Schwarz, Telefunken usw. werden oder wurden in Deutschland hergestellt. Der KWZ 30 ist ein DSP (Digital Signal Processing) Empfänger. Das hat den Vorteil, dass z.b. die Bandbreitenfilter nicht mehr Hardware sind, sondern reine Software. Diese haben eine bessere Qualität als die meisten Hardwarefilter. Auch greift die DSP in die Demodulation ein. Die AM- Wiedergabe ist im Vergleich zu analogen Geräten weitgehend Verzerrungsfrei! Wie auf dem Bild zu sehen, ist der KWZ 30 ziemlich spärlich mit den Bedienungselementen. Er erinnert etwas an den AOR AR7030. Alle Funktionen sind in Menüs untergebracht. Diese werden über die Tastatur aufgerufen. Zum Glück hat der KWZ 30 vier "Benutzer Tasten". F1- F4. Diese sind frei programmierbar, mit jeder Funktion. Mir persönlich gefällt diese Art von Bedienung. Der KWZ 30 lässt sich auch über PC bedienen. Weil er aber ein seltener Exote ist, gibt es praktisch keine Programme die ihn steuern können, ausser Radiocom 6 von Bonito. Der KWZ-30 ist nicht besonders schön anzuschauen. Sein Design ist Industriell- Kühl. Aber dafür ist er extrem Robust gebaut. Was sofort positiv auffällt, ist sein Drehknopf (VFO). Er ist schwer, präzise zu Handhaben und der Schwungradeffekt ist wunderbar zu steuern. Die Tastatur hat einen sehr guten Druckpunkt.
Wie hört er sich an der KWZ 30?
Was sofort auffällt, ist die sehr gute AM Wiedergabe. Im Vergleich mit dem übrigen Gerätepark, es sind wesentlich weniger Verzerrungen festzustellen. DSP seih Dank. Auch auf SSB ist die Wiedergabe sehr schön. Er hat einen schönen hellen Klang. Digitale Artefakte sind nicht festzustellen. Zum Glück klingt er nicht so wie der NRD-545 DSP. Dieser hat eine ziemlich aggressive Wiedergabe. Sehr überrascht bin ich über das Grosssignalverhalten. Im Vergleich mit den hochwertigen Geräten die ich sonst noch da habe, konnte ich bis zum verfassen dieses Textes praktisch keine solchen Störungen feststellen. Dies obwohl er keine Vorselektion hat, nur einen Tiefpassfilter bei 32Mhz. Super!!
Der KWZ 30 ist nicht alltäglich zu sehen. Absolute Rarität! Er war kurz davor einen Nachfolger zu haben. Den KWZ-50. Leider war dieser sehr teuer und fand wahrscheinlich deshalb keine Abnehmer. Kurz nach dem bekanntwerden des KWZ-50, verstarb Herr Kneisner der sein Entwickler war.

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Lowe HF-150

Der Lowe HF-150 hat bei seinem erscheinen für eine kleine Revolution gesorgt. Dieser kleine und durchaus Leistungsfähige Kurzwellenempfänger überzeugt durch seine exzellenten Eigenschaften. Seine spartanische Bauweise (wenig Bedienelemente) fand sehr viele Anhänger. Für ein portables Gerät das man mit Batterien betreiben kann, bietet der HF-150 Eigenschaften, die nicht einmal die meisten Stationsempfänger bieten. Einen ausgewachsenen Synchrondetektor mit allen Schikanen, SSB Empfang, exzellente Empfindlichkeit auf allen Bändern und eine Audiowiedergabe fast wie bei einem Röhrenradio. Ein Manko hat der HF-150 dennoch: Sein schlechtes Grosssignalverhalten an etwas grösseren Antennen. Das ist auch nicht verwunderlich, hat er doch keine Vorselektion. Das wurde kurze Zeit nach seinem erscheinen durch den externen Preselektor PR-150 korrigiert. Doch der PR-150 kostete nicht wenig. Mit diesem aber, konnte der HF-150 an grossen Antennen betrieben werden. Die Empfangsleistung erreichte Semiprofessionelles Niveau. Im laufe der Zeit fanden Funkelektroniker heraus, wie man den HF-150 mit einfachsten Mittel tunen konnte. Mit dieser Modifikation wurde der PR-150 überflüssig. Das Grosssignalverhalten konnte auf fast professionelles Niveau angehoben werden. Ein Klasse Empfänger mit Minimalistischer Bedienung und Maxi- Empfang. Der abgebildete HF-150 hat eine eigens eingebaute Displaybeleuchtung.

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Lowe HF-225

Der Lowe HF225 kommt sehr spartanisch daher. Sehr wenig Bedienelemente zeigen auch hier die Philosophie von Lowe. Dafür steckt sehr guter Empfang unter der Haube. Der Klang und die Empfangseigenschaften sind ausgesprochen gut. Hier auf dem Bild ist er mit einer neuen Lackierung der Gehäuseschalen zu sehen. Den Vergleich mit seinem jüngerem Bruder, dem AOR AR7030, beide wurden von John Thorpe entwickelt, muss er nicht scheuen. Der Klang ist weitgehend ebenbürtig. Nur die Verständlichkeit beim HF225, ist nicht so ausgereizt wie beim AR7030. Beim Grosssignalvergleich am 20m Langdraht, sind beide gleichauf, obwohl der AR7030 wesentlich besser sein sollte, gemäss den Tests die man so liest. Der AR7030 zeigt deutliche Störungen auf 22-24 und 27Mhz. Der HF225 bleibt auf diesen Frequenzen deutlich ruhiger. Zwischen 6,3 und 6,9Mhz sind beim HF225 hingegen ein deutlich unruhigerer Hintergrund zu bemerken in den Abendstunden. Zu bemängeln ist auch der mechanische Aufbau des Gerätes. Der HF-225 ist billig gebaut! Der HF-150 ist im Vergleich wie ein Panzer. Für Liebhaber spartanischer Bauweise und Bedienung ist der HF-225 eine Empfehlung wert.

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Lowe HF-250

Der HF250 ist ein komplett aus Aluminium, robust gebauter RX. An meinem 20m Langdraht konnte der HF250 fast überzeugen. Es waren selten Geisterstationen zu hören. Wenn, dann sehr schwach. Klanglich kommt der HF250 nicht an den HF225 heran, obwohl er nicht schlecht klingt. Er rauscht etwas mehr als der HF225. Auch der HF250 bietet einen Synch- Detektor und 4 Bandbreiten zur Auswahl. Eine Fernbedienung gehörte auch zum Lieferumfang. PC Steuerung ist über die rückseitige RS232 Buchse möglich. Mit Radiocom 6 und anderen Programmen lässt sich der HF-250 auch über PC steuern.

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Lowe HF-350

Der Lowe HF350 ist eigentlich gar kein Lowe. Unter der Schale verbirgt sich der "Palstar R30". Irgendwie scheint es, als ob Palstar die Lowe- Philosophie weiterverfolgt hätte. Das Bedienungskonzept ist praktisch identisch mit den Lowe Empfängern. Die Bedienung ist so einfach und macht die Anleitung fast überflüssig. Und vor allem; der Empfang ist überzeugend! Grosssignalverhalten IP3+ 15dbm ! Am 20m Langdraht sind fast keine Geisterstationen in den Abendstunden zu hören. Der Klang ist zu vergleichen mit dem der Lowe Empfänger, nämlich sehr gut. Der HF350 verfügt über 100 Speicher, die mit dem VFO durchgestimmt werden können. Er ist zudem portabel einsetzbar. Es lassen sich 10 Stk. AA Batterien einsetzen. Könnte fast als reduzierte Weiterentwicklung des HF-150 angesehen werden.

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Perseus SDR

Wenn man Perseus hört oder liest, denkt man unweigerlich an die griechischen Mythen. Perseus war der Sohn von Zeus und Danaë. Er ist dafür bekannt, der Medusa den Kopf abgeschlagen zu haben. Doch genug von den griechischen Mythen… Mit Perseus ist der neue Software Defined Radio (SDR) gemeint. Seit Oktober 2007 ist bekannt geworden, dass dieser neue SDR bald auf den Markt kommt. Nun ist er paktisch in aller Munde und steht schon bei vielen SWL’s auf dem Tisch. Was macht diesen „Perseus“ so interessant? Zuerst mal, Perseus ist eine Abkürzung für: Pretty - Excellent - Receiver for - Software - Eager - Unperceivable - Signals

 

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Der Perseus SDR in Action auf einem iMac. Funktioniert nur mit Bootcamp. Auf virtuellen Umgebungen läuft der Perseus nicht!

 

Nun, der Perseus ist ein sogenannter Blackboxempfänger. Ein Empfänger, der nur über den Computer steuerbar ist. Dieser Computer sollte eine gute Performance haben, sonst funktioniert Perseus nicht zufriedenstellend. „Rechner aus der guten alten DOS- Zeit können getrost entsorgt werden“. Es sollte schon Windows XP oder Vista sein mit 2.5 GHz Dual Core CPU mit mind. 512 MB RAM.
Der Frequenzbereich ist abstimmbar von 0 – 40Mhz in den Betriebsarten AM, AMS, CW, RTTY, USB, LSB, FM, DRM, USER.
Die Filterbandbreiten lassen sich im kleinen Fenster von ca. 50Hz bis 50Khz, frei mit der Maus einstellen. Perseus bietet wahlweise eine Wasserfall- oder Spektumdarstellung des eingestellten Frequenzbereiches mit einer max. Bandbreite von mittlerweile 1600Khz. Zudem gibt es ab dieser Softwareversion 1.1C eine Zoomfunktion. Damit lässt sich die eingestellte Sichtweite auf wenige Khz ranzoomen. Ein Doppelklick auf die Wasserfall- oder Spektrumanzeige, schaltet sofort auf die angeklickte Frequenz um. Perseus bietet noch einen frei variablen Bandpass Tuning und einen super Notchfilter, der in der Ausblendtiefe einstellbar ist. Die Perseus Software bietet die Möglichkeit, drei Frequenzlisten einzubinden. Dann wird bei der gerade eingestellten Frequenz der Sendername usw. angezeigt. Allerdings ist das Speichersystem des Perseus nicht Benutzerfreundlich. Man braucht schon etwas Computerkenntnisse, um diese Frequenzlisten einzubinden. Perseus bietet noch einige Features die ich hier nicht umschreiben kann. Das würde den Rahmen einer Kurzbeschreibung sprengen. In der Windows Registry lassen sich noch etliche Einstellungen machen…
Eine echte Neuerung hingegen, ist die Aufnahme des bis zu 1600Khz einstellbaren Frequenzspektrums. So muss man nicht die halbe Nacht auf einen Sender warten. Bevor man ins Bett geht, schaltet man die Aufnahme ein, und hört sich diese am nächsten Morgen an. Im aufgenommenen Frequenzspektrum kann man sich frei bewegen, die Betriebsart ändern, den Notchfilter dazuschalten, usw. usw. Die Möglichkeiten sind fast wie beim normalen Empfang.
Wie oben schon erwähnt, läuft der Perseus nur rund, Wenn der PC neuerer Generation ist. Auf meinem alten PC, mit 1.8Ghz, 768MB Ram, ging es gerade so. Sobald aber DRM oder sonstige Programme nebenbei liefen, kam es zu Empfangsunterdrüchen und Aussetzern. Da ich mir so oder so einen neuen PC zusammenbauen wollte, hat sich dieses Problem von selbst erledigt. Mein neuer PC hat jetzt einen Dual Core2 @ 3Ghz, übertaktet auf 3.6Ghz. Arbeitsspeicher sind mit 3GB genug vorhanden. So läuft der Perseus ohne Probleme und ist somit bereit für ein paar Empfangseindrücke!
Als die Diskussionen im Internet über Perseus losgingen und die technischen Daten veröffentlicht wurden, war ich sehr skeptisch, ob Perseus diese einhalten würde. Ich denke, ich war nicht der einzige der skeptisch war. Trotzdem kaufte ich ein Exemplar. Wenn man sich mit der Kurzwelle und deren Empfangsgeräte ein bisschen auskennt, hört man sofort, ob ein Gerät das hält was es verspricht.
Perseus hält seine Versprechen!!
Der Empfang ist sehr überzeugend. In Sachen Verständlichkeit gibt es nicht viele Geräte, die mithalten können. Erst recht in der Signalbearbeitung mit den quasi stufenlosen Filtern, den sehr flexiblen BPT und dem exzellenten Notchfilter. Zudem kann der Klang über die Soundkartensoftware mittels Equalizer beeinflusst werden. Allerdings hat der Perseus ein etwas hartes Rauschen. Wenn man für längere Zeit über Kopfhörer arbeitet, wird es etwas mühsam.
Kein Hardwareempfänger, der mir bekannt ist, ist in der Lage, eine solche Flexibilität der Signalbearbeitung zu bieten. Perseus schlägt in der Disziplin, „Verständlichkeit & Flexibilität“, fast jeden anderen Empfänger. Auch die Grosssignalverträglichkeit ist sehr gut. Bis zum Verfassen dieser Zeilen, konnte ich keine solchen Störungen feststellen. Ein anderer SDR, der CiaoRadio bringt ähnlich gute Empfangsergebnisse, nur das Grosssignalverhalten war schlecht bei dem. In den Abendstunden übersteuerte er regelmässig. Perseus verträgt sich wirklich gut mit leistungsfähigen Antennen. Ich betreibe ihn an der ALA1530S+ und dem 20m Draht, ohne jegliche Übersteuerungen festzustellen. Klasse!!
Verglichen habe ich ihn mit dem DSP Empfänger Kneisner&Doering KWZ 30. Über alles gesehen gleichen sich diese beiden Empfänger in der Empfangsleistung. Nur das der KWZ 30 etwas besser klingt, er hat gehörmässig einen breiteren Audio- Frequenzgang. Bei sehr schwachen Signalen aber, ist die Verständlichkeit des Perseus eine Spur besser. Aber der Perseus hat auch Nachteile! Er ist sehr leistungshungrig. Ein alter PC wird mit Perseus nicht zurechtkommen.
Der andere Nachteil ist: man sitzt nur noch vor dem PC, um Kurzwelle zu hören. Nebenbei läuft noch das Internet mit all den Foren, die sich mit dem Perseus befassen. Da fällt es einem schwer sich vom PC los zu reissen. Suchtgefahr!!!
Mittlerweile, nach ein paar Softwareupdates, kann man DRM gut gebrauchen. Glücklicherweise bessert Nico Palermo, sein Entwickler, ständig nach. Nico hat dem Perseus nun eine komplette, einfach bedienbare Speicherdatenbank mit 600 Speichern spendiert. So werden externe Speicherlösugen sozusagen überflüssig.
 
Für derzeit 849€ bekommt man ein Empfänger, der die Performance wesentlich teurerer Hardwareempfänger hat.
Auf der Seite „Empfangsbeispiele“ sind Empfangsvergleiche mit dem Perseus zu finden.
Die aktuelle Steuersoftware kann >hier< runtergeladen werden.

Steuersoftware und andere Programme für den Perseus sind >hier< zu finden.

 

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FM+ Microtelecom

Obwohl der FM+ nur indirekt mit Kurzwelle zu tun hat, soll er hier trotzdem vorstellt werden. Der FM+ ist ein UKW Konverter speziell entwickelt um mit dem Perseus SDR gekoppelt und betrieben zu werden. So werden die hervorragenden SDR- möglicheiten des Perseus auch für das UKW Rundfunkband genutzt. Der FM+ empfängt das UKW Band von 87.5Mhz - 108Mhz. Die ganze Steuerung geschieht, wie soll es anders sein..über den PC. Die FM+ Software (GUI) ist vom Aufbau her der Perseus GUI sehr ähnlich. Nur das die Empfangshilfmittel für das UKW Band angepasst worden sind. Von sehr grossem nutzen ist das Breitbandspektrum mit der gewohnten Sichtweite bis 1600khz und die quasi stufenlos einstellbaren Bandbreitenfilter. Nicht zu vergessen ist die RDS Funktion. Diese erlaubt die sofortige Indentifikation des Senders. Wie hört sich das ganze an? Kurz gesagt, Spitzenklasse! Mit einem guten Kopfhörer oder guten Lautsprechern, zaubert das Microtelecom- Empfangssystem Atemberaubenden Klang in "Stereo Wide" ins Ohr. Bei stark einfallenden Sendern hat der Klang eine wunderbare Brillianz. Aber der FM+ ist nicht nur für's "geniessen" gut. Er eignet sich besonders gut für UKW- DX. Mit den Trennscharfen Filtern, die von ca. 22khz - 400khz einstellbar sind, lassen sich schwache Sender zwischen den starken Brummern hörbar machen. Erstmals habe ich hier in meiner Gegend Sender empfangen können, von denen ich nie was gehört habe.
Das Grosssignalverhalten war am meiner Diamond DA-130 (8m über Grund) tadellos.

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 FM+ in Action (HD Video)

Wer einen Perseus SDR besitzt und die Kurzwelle nichts gescheites hergibt, sollte sich den FM+ näher anschauen. So kann man zurücklehnen und wieder mal UKW in Stereo-Wide geniessen. Oder eben, das DX'en auf UKW verlagern. Leider ist dieses Vergnügen nicht ganz billig! 299Euro müssen schon über den Ladentisch geschoben werden...
Hier sind Audiovergleiche mit dem Reuter RDR50B zu finden.
Herzlichen Dank an SSB Electronic für die Ausleihe des FM+.
Hier gibt es noch die technischen Daten: SSB Electronic Produktseite

Verfasst am 25.08.2012


 

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RadioJet 1102S

Noch vor seinem erscheinen kurz vor Weihnachten 2011, wurde über dem RadioJet 1102S wild spekuliert, debattiert und sogar gestritten. Keiner wusste genau, was da für ein Gerät auf den Markt kommen würde. Die Produktion und die Auslieferung verzögerte sich wegen fehlerhafter Bauteile. Dazu kamen noch Lieferengpässe, die die Spekulationen noch mehr anheizten. Alles in allem ein unglücklicher Verkaufsstart des RadioJet 1102S. Mittlerweile sind Geräte ausgeliefert worden und den Spekulationen kann endlich ein Ende gesetzt werden. Bonito war so freundlich und stellte mir ein RadioJet zur Verfügung, wofür ich mich herzlich bedanke.
Was ist das RadioJet für ein Gerät. Soviel mal; RadioJet ist kein SDR im üblichen Sinne! Er ist ein analoger Empfänger mit nachgeschalteter Soundkarte im selben Gehäuse. Die Signale werden digitalisiert und an den PC weitergeleitet. Dort kann das Signal mit der sehr umfangreichen Software decodiert, analysiert und vor der Lautsprecherausgabe bearbeitet werden. Aufgrund der enormen Möglichkeiten die die Software bietet, ist eine gewisse Eingewöhnungszeit erforderlich. Auch die Bedienungsanleitung wird in dieser Eingewöhnungsphase zum guten Freund werden. Hier wird man mit Funktionen konfrontiert, die man zuvor nicht gekannt hat. Der Empfangsbereich geht von 40khz - 30Mhz in der Betriebsarten AM, SSB, CW, FM, WFM & DRM. Es lassen sich noch externe Frequenzkonverter zu Frequenzerweiterung anschliessen. DRM funktioniert übrigens ohne externe Software!
Die Software beherbergt Funktionen, die Ihresgleichen sucht. Eine Interessante neue Funktionen ist der RX/DX Kanal. Die Funktion ermöglicht die Steigerung der Empfindlichkeit bei gleichzeitiger Senkung des Bandrauschens. Das geht Naturgemäss etwas auf die kosten des Grosssignalverhaltens. Das Ergebnis ist das hörbarmachen extrem schwacher Signale. Allerdings funktioniert das nur, wenn man in einer ruhigen Empfangsgegend wohnt. Eine andere praktische Einrichtung ist; der eingestellte Sender wird namentlich im Spektrum neben dem Signalpeak und auf einer Weltkarte mit der Tag/Nacht Grenze angezeigt. Eine ziemlich einzigartige Funktion ist der "Filtermanipulator". Mit diesem Manipulator lassen sich eigene Bandbreitenfilter kreieren und abspeichern. In dieses Filter lassen sich zudem beliebig viele Notchfilter rein zeichnen. Die Steilflankigkeit der Filter lassen sich auch einstellen. Die Spektrum Anzeige lässt sich in vielen Varianten bis hin zum Wasserfall und 3D Spektrum anzeigen. Auch dort gibt es etliche Möglichkeiten der Einstellung. Nicht zu übersehen ganz unten auf dem Softwarefenster, ist die umfangreiche Frequenzdatenbank, die selbstverständlich auch editiert werden kann. Eine weitere Aufzählung der Funktionen und Möglichkeiten erspare ich mir ab dieser Stelle. Das würde den Rahmen einer Kurzvorstellung bei weitem Sprengen! Für alle Infos im Detail bitte die Bedienungsanleitung auf der Bonito- Webseite konsultieren. Dort ist alles gut umschrieben und wird laufend erweitert. Auch viele Bilder der einzelnen Funktionen sind dort zu finden.
Die wichtigste Frage: Wie ist der Empfang??
Zur Zeit (28.03.2012) vergleiche ich den RadioJet noch mit dem Perseus SDR. Ich habe jetzt ein paar Stunden Erfahrung mit dem RadioJet sammeln können. Diese sind auch notwendig, weil der RadioJet anspruchsvoll ist betreff Einstellung der Software. Ist alles so eingestellt wie es sein soll, sind beide Geräte ziemlich ähnlich in der Wiedergabe der Signale. Grosssignalprobleme konnte ich bis jetzt keine feststellen, auch nicht mit dem DX-Kanal. In der Empfindlichkeit sind sich beide sehr ähnlich. Obwohl entgegen den Technischen Daten, ist der Perseus ein Spur empfindlicher und rauscht auch etwas weniger.
Dies soll nur eine Kurzvorstellung des RadioJet 1102S sein. Auf der Seite "Empfangsbeispiele" sind Audiobeispiele der beiden Geräte zu hören.
Als vorläufiges Fazit bleibt zu sagen: Der RadioJet 1102S ist ein Spitzenempfänger mit einer aussergewöhnlich gut ausgestatteten Software. Bei dem gegenwärtigen Preis von knapp 600€ ist er nicht billig, aber Preiswert!
Hinweis: Wie bei anderen Softwaregesteuerten Geräten ist auch die Software des RadioJet eine recht komplexe Programmierarbeit. Diese enthält naturgemäss noch kleine Bugs, die von Bonito kontinuierlich ausgemerzt werden. Die Software wird also stetig verbessert.

Verfasst am 24.04.2012

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RadioJet in Action (HD Video)

 

RadioJet 1102S >> News

Seit dem ersten Test sind schon etliche Änderungen und Neuerungen an der RadioJet- Software durchgeführt worden. Es ist so viel gemacht worden, so dass ein aufzählen aller Punkte zuviel des guten wäre. Aber ein paar nennenswerte Neuerungen will ich dennoch zeigen. Am RadioJet wurde immer bemängelt, er könne nur 24khz des Frequenzspektrums darstellen. Die Software erlaubt es jetzt, einen weiteren SDR mit grösserem Breitbandspektrum einzubinden. So kann man bequem den RadioJet als "Audioempfänger" nutzen und über das Breitbandspektrum wird das Signal des eingebundenen SDR's wiedergegeben. Auch auf dem Breitbandspektrum kann man "tunen". Wer also schon einen RadioJet besitzt und seinen Horizont erweitern will, der kann sich z.B. den FIFI- SDR zulegen und hat dann so eine günstige Breitbanderweiterung bis 192khz. Es werden aber auch andere SDR's unterstützt. Als Beispiel den Perseus SDR. Mit diesem hat man ein Spektrum bis 1600khz Breite. Für weitere Details verweise ich auf die Bonito Projektseite. Erwähnenswert ist auch der neue Noise Blanker und die neue Betriebsartenanwahl. Die RadioJet Software wurde aber auch Empfangsmässig überarbeitet. Diese kann jetzt problemlos mit dem Perseus mithalten und ist bei schwachen Stationen sogar noch besser.

 

Unten ein paar HD Videos die den RadioJet in Action zeigen. Am besten in YouTube öffnen für HD.

   

 

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Reuter RDR50B

Es dauerte eine ganze Weile bis der versprochene RDR50B den Weg zu mir fand. Grund dafür waren Lieferengpässe elektronischer Bauteile und die knappe Verfügbarkeit der Testgeräte. Aber Herr Reuter hat sein Versprechen gehalten. Nun steht der RDR50B mit zusätzlichem UKW- Modul seit etwa drei Wochen hier auf dem Tisch. Der RDR50B funktionert weitgehend gleich wie sein grosser Bruder dem RDR54. Der RDR54 ist Modular aufgebaut, der RDR50B hat nur eine grosse Hauptplatine. Auf diese lassen sich das UKW- und Sende- Modul aufstecken. Der wichtigste Unterschied zum RDR54 ist das grosse Touchscreen. Man kann alle Funktionen per Fingertip aufs Display steuern. Fast wie bei einen iPad! Aber zum Glück hat er zur Frequenzabstimmung ein Seidenweich laufender VFO- Knopf aus Edelstahl. Was die Reuter- Geräte ganz speziell auszeichnet, ist die mechanische Verarbeitung. Hier wurde nichts aus Plastik verbaut. Das Gehäuse ist wie beim RDR54 aus gefrästem Aluminium und Schwarzmatt eloxiert. Hier nehmen die Reuter- Geräte eine Sonderstellung ein. Absolute Topqualität!
Für den Kenner der RDR's ist die Bedienung schnell erlernt. Im Gegensatz zum RDR54 kann man jetzt alles schneller und sicherer einstellen dank dem Touchscreen. Teils sind manche Klickflächen etwas zu klein geraten. Man muss schon sehr genau mit dem Finger zielen um manche Funktionen auszuführen. Aber das ist letztendlich Übungssache. Nach ein paar Stunden ging alles recht flott von der Hand.
Der RDR50B bietet die folgenden Betriebsarten und möglichkeiten zur Empfangsverbesserung:
-AM-E*
-SYNC- automatische Detektion des Trägers mit umschalbaren Seitenbändern (wie AM -Synchron)*
-DSB
-LSB
-USB
-EUSB- für Signale ab 0Hz*
-SBCW- automomatische Umschaltung der Seitenbänder bei 10Mhz*
-CW
-FM-N
-FM-W
-IFIQ- Direktausgabe des Empfangssignals auf einer Zwischenfrequenz*
-BAIQ- Direktausgabe des Empfangssignals im Basisband*
-63 Speicherplätze, die alle Betriebsparameter zur Frequenz abspeichern. Leider können die Speicher aus technischen Gründen zur Zeit nicht alphanumerisch beschriftet werden.
-Die Bandbreitenfilter lassen sich in 40Hz- Schritten von 10Hz - 10Khz einstellen. Von 10Khz - 20Khz in 80Hz Schritten.
-Bandpasstuning (IF Shift)
-Manuelles Notchfilter
-Noiseblanker
-DNR (Digital Noise Reduction)
Somit lässt sich der RDR50B auf nahezu jede Empfangssituation einstellen.
Bei den wichtigsten Kriterien; Rauscharmut, Verständlichkeit, Trennschärfe und Grosssignalverhalten ist der RDR50B Spitzenklasse! Im Vergleich mit meinem übrigen Gerätepark, zog der RDR50B praktisch immer gleich. Bei extrem schwachen Sendern spielt er seine Stärke aus. Bei so geringem Rauschen konnte der RDR50B die anderen Geräte allermeistens toppen! Aber wo Sonne ist gibt es auch Schatten! Durch die spezielle Arbeitsweise des RDR50B, ergibt sich etwas Dosenklang in der Modualtion des Senders. Er klingt dann Digital und etwas unnatürlich. Aber das waren auch schon all seine Schwachpunkte.
Wie der RDR54, ist auch der RDR50B ein SDR (Software Defined Radio). Er ist vom PC unabhängig. Ausser wenn man Softwaeupdates einspielen muss.
Das eingaute UKW- Modul ist eine Klasse für sich. Dieser liefert einen Klang und eine Trennschärfe die seinesgleichen sucht. Aber dazu werde ich Audiovergleiche mit dem FM+ veröffentlichen. Diese sind hier zu finden.
Über den Umfang der Funktionen des RDR50B verweise ich auf die Webseite des Herstellers Reuter Elektronik. Das würde sonst den Rahmen sprengen.
Wer höchste Verarbeitungsqualität und Rauscharmen Empfang sucht, dann könnte der RDR50B das richtige Gerät dafür sein.

*Für die speziellen Betriebsarten verweise ich auf die Betriebsanleitung des RDR50B.

Verfasst am 05.08.2012

 

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Der RDR50B in Action (HD Video) Zuerst auf UKW, dann KW.

 

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RFSpace SDR IQ

In den letzten paar Jahren ist der Trend zu den Software definierten Radios (SDR) stets zunehmend. Warum ist das so? Nun, in unserem computerisierten Zeitalter werden immer mehr Arbeiten mit dem PC verrichtet. So ist es naheliegend, dass man versucht, auch Hobbybezogene Applikationen in den PC zu verlagern. Im Falle des Radiohörens hat das ganz bestimmte Vorteile, die heute nicht mehr weg zu denken sind. Praktisch alle Funktionen, die früher mit der Hardware realisiert wurden, wird jetzt in der neuen Radiogeneration mit Computersoftware gemacht. Hardwaregeräte sind für exzellenten Kurzwellenempfang nicht mehr nötig. Allerdings haben diese ihre Daseinsberechtigung, weil nicht jeder Kurzwellenhörer ständig vor dem Computer sitzen mag und doch lieber ein paar Knöpfe braucht um daran drehen zu können.
So liess ich mir den SDR-IQ von RF Space aus den USA schicken. Ein kleines schickes Kästchen, sehr stabil gebaut, steht nun auf dem Tisch. Viel gibt es nicht anzuschliessen. Ein USB- Kabel, die Antenne und das war's auch schon. Die Betriebsspannung wird dem kleinen über die USB Schnittstelle zugeführt. Die Installation geht auch ohne Probleme. Dem SDR-IQ liegt noch eine CD bei mit dem Programm "SpectraVue". Ein leicht zu bedienendes Programm, dass fast alle Wünsche des Radiohörers erfüllt. Wenn man mehr Funktionen und Einstellmöglichkeiten will, dann kann man zum kostenlosen, famosen Programm "SDR-Radio" greifen. Dort hat man Funktionen und Einstellmöglichkeiten bis zum abwinken. Für den versierten Radiohörer mit guten PC Kenntnissen, ist dieses Programm die reinste Freude! Wenn das doch zu viel ist, der hat auch die Möglichkeit das exzellente "HDSDR" zu versuchen. Dieses läuft auch mit dem SDR-IQ. Soviel zur Software.

Wie empfängt den nun der kleine SDR IQ?
Ich habe ihn mit dem Perseus SDR und den anderen Hardwaregeräten verglichen. Da der Empfang sehr von der Software abhängig ist, ist der Klang natürlich bei den verwendeten Programmen unterschiedlich. Am besten hat mir der Klang von "SDR Radio" gefallen. Dort hat man die Möglichkeit mittels Equalizer den Klang anzupassen. Allerdings ist diese Software nicht perfekt. Beim abstimmen stottert das Spektrum hinterher. Das macht HDSDR wesentlich besser; schönes flüssiges abstimmen. Spectravue hat mir nicht so gut gefallen. Bei dieser Software funktioniert das abstimmen der Frequnez auch nicht ohne Ruckler. Aber alle drei Programme sind recht Rauscharm und ermöglichen sehr verständlichen Empfang. Das Grosssignalverhalten des SDR-IQ ist recht gut mit IP3 +15dBm. An meinen Antennen, 35m Langdraht & Fenu-Loop/HDLA3 kam es nur selten zu Übersteuerungen. Da ist der Perseus SDR schon eine Klasse besser. Die Empfindlichkeit kommt nicht ganz an die der anderen Geräte heran, ist aber ausreichend für Fernempfang (DX).
Im grossen und ganzen ein toller Empfänger mit der Möglichkeit andere Steuerprogramme zu nutzen.
Für den SDR Einsteiger das richtige Gerät. Nicht zu teuer und gute Leistung.
Steuerprogrammanbieter:
SpectraVue
SDR Radio
HDSDR
 

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Ten-Tec RX-350

Der RX-350 ist in Europa selten anzutreffen. Er kommt aus den USA und wird seit etwa 2004 nicht mehr hergestellt. Dieser grosse schwarze Kasten ist ein sogenannter DSP- Empfänger. Das bedeutet, dass einige Funktion Softwarebasiert sind, wie z.B. die Bandbreitenfilter. Öffnet man das Gerät, fragt man sich wie sowas funktionieren kann! Da ist nur eine Platine mit ein paar Bauteilen drin. Nun gut, Kiste wieder zugeschraubt und schauen was der RX-350 so auf dem "Kasten" hat. Er empfängt von 100khz - 30Mhz in den Betriebsarten AM, AMS, LSB, USB, CW, RTTY und FM. Er hat 34 DSP- Bandbreitenfilter, 1024 alphanumerische Speicherplätze, eine Spektrumanzeige bis 2.4Mhz (nicht in Echtzeit), einen Auto- Notch, BPT (Bandpass Tuning) usw... also ziemlich komplett ausgerüstet. Er hat sogar einen 12khz IF- Ausgang. Über diesen kann man mittels PC DRM decodieren. Was der RX-350 nicht hat, ist eine Tastatur zur Eingabe der Frequenzen. Dafür gibt es eine Tastatur/VFO Einheit als Zubehör die man hinten am Gerät anschliessen kann.
Angesichts der mageren Innereien war ich auf die Empfandsversuche gespannt. Verglichen habe ich ihn mit dem Drake R8B und dem Reuter RDR50B. Dieser kommt dem RX-350 am nächsten, weil er komplett digital arbeitet. Als Antenne hat der altgediente 35m Langdraht dem RX-350 eingeheizt. Der RX-350 ist zu meinem erstaunen sehr Rauscharm auf AM und hat eine angenehme Audio. Wenn ich da an den JRC NRD545DSP denke, dann ist der RX-350 ein richtiger Ohrenschmeichler. Aber es kommt noch besser! In SSB ist er praktisch Rauschfrei! Ein so sauberes SSB habe ich selten bei einem KW- Empfänger gehört. Die Empfindlichkeit auf Kurzwelle ist sehr gut bis Bandende. Leider muss der RX-350 auf Langwelle & Mittelwelle gewaltige Abstriche machen. Hier ist er ziemlich unempfindlich. Auch das AM Synchron ist nicht sehr Standfest! Dieser verliert relativ schnell die Synchronisation. Das Grosssignalverhalten war weitestgehend gut, bis auf ein paar Übersteuerungserscheinungen oberhalb 10Mhz.
Eine etwas eigenartige Sache ist die Anzeige der Bandbreitenfilter. Stellt man in AM 6kHz ein, sind in Wirklichkeit ca. 12khz eingestellt. Um also 6khz breit zu hören müssen 3khz eingestellt werden. Sowas ist einzigartig! Es scheint so, als ob die Bandbreite eines Seitenbandes angezeigt wird. Diese komische Philosophie wurde über mehrere Firmwareupdates beibehalten. In SSB ist die Anzeige der Bandbreiten normal.
Die Verarbeitung des Gehäuses ist halt typisch Amerikanisch- günstig! Wenn man auf's Gehäuse klopft, scheppert es ganz schön und es klingt hohl.
Davon abgesehen ist der Ten Tec RX-350 ein guter KW- RX mit beeindruckender SSB- Wiedergabe.
Besten Dank an den "anonymen Hobbykollegen" für die Ausleihe des RX-350.

Verfasst am 03.09.2012

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Winradio G31DDC Excalibur

Was bedeutet "Excalibur"? Es geht um das Schwert, das der Zauberer Merlin in einen Stein getrieben hatte. Wer das Schwert aus den Stein ziehen könne, der hatte anrecht auf den Königsthron. Laut der Sage war es Artus, der das Schwert aus dem Stein zog und wurde somit König.
Aber hier geht es selbstverständlich um ganz was anderes. Es handelt sich hier um einen exzellenten Software Defined Radio, kurz "SDR". Der Excalibur ist nur über einen PC oder einem leistungsfähigen Notebook zu betreiben. Er ist eine sogenannte Blackbox, so wie der Perseus SDR und den SDR IQ. Der Frequenzbereich geht von 0 - 50Mhz. Das ganze Frequenzspektrum lässt sich in dem unteren Teil Software darstellen. Wahlweise lassen sich auch 30Mhz einstellen. Die obere linke Anzeige stellt einen wählbaren Frequenzbereich dar, genannt "DDC Bandwidth" der zwischen 50Khz - 2000Khz breit sein kann. Rechts davon ist das Demodulatorfenster. Dieses verändert die Breite, je nach eingestellter DDC Bandwidth. Im Demodulatorfenster lässt sich das Signal bearbeiten / beeinflussen. Diese Fenster lassen sich als Spektrum oder als Wasserfalldarstellung schalten. Ausgenommen davon ist das Demodulatorfenster. Der Excalibur bietet alle Betriebsarten: AM, AMS mit wählbaren Seitenbändern, LSB, USB, CW, FM, DRM, FSK, UDM (User Definable Mode). Eingebunden sind auch die Eibi, HFCC Frequenzlisten und Benutzerprogrammierbare Speicher. Ein variabler Notchfilter, sowie ein Audio- Hoch/Tiefpassfilter sind ebenfalls dabei. Der Excalibur hat übrigens 3 unabhängige Empfänger (Softwaremässig). Diese lassen sich frei programmieren. Kurz, am Excalibur lässt sich so ziemlich alles einstellen. Auf die eine Seite sehr gut, auf die andere Seite hat man mehr zu tun, was einem nichtversierten SWL nicht unbedingt entgegenkommt. Da ist der Perseus SDR " Benutzerfreundlicher", es lässt sich nicht soviel einstellen. Wer aber Geduld hat und sich die Zeit nimmt mit dem Excalibur vertraut zu machen, wird garantiert nicht enttäuscht sein!
So, nun aber zum Empfang...wie hört es sich an, das Schwert des Artus?
Vorneweg Spitzenklasse!!!
Im Vergleich mit dem Perseus SDR zeigte sich, das der Excalibur generell empfindlicher ist. Besonders auf den oberen Frequenzen z.b. Radio Ex. de Espania auf 21610Khz, ist der Excalibur dem Perseus klar überlegen. Auch der Klang ist Spitze. Dank dem Audio- Hoch/Tiefpassfilter und anderen Einstellmöglichkeiten, lässt sich die bestmögliche Audio einstellen. Allerdings hat der Excalibur auch seine Schwächen: Die Grosssignalfestigkeit ist nicht so gut wie beim Perseus. Unterhalb der Langwelle sind starke Übersteuerungen aus der Kurzwelle zu hören. Auch der Noise Blanker ist stark verbesserungswürdig. Da ich auf dem Land wohne, also in ziemlicher Nähe von Weidezäunen, wäre der "NB" sehr wichtig. Leider kann der NB des Excalibur die Weidezaunimpulse nicht rausfiltern. Der NB des Perseus hingegen kann vollends überzeugen. Die Impulse werden sauber eliminiert.
Unter dem Strich lässt sich sagen, der Excalibur hat grosses Potenzial! Wenn die Software weiter verbessert wird, dann wird er garantiert ein Spitzenplatz einnehmen! Analoge Empfängerkonzepte können mit dieser Flexibilität fast nicht mehr mithalten.

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Yaesu FRG-8800

Der FRG-8800 war in den neunziger Jahren der Liebling vieler Kurzwellenhörer und war weit verbreitet. Ein Kurzwellenempfänger der nicht allzu viel kostete und sehr guten Empfang bot. Wie bei vielen Empfängern der Hobbyklasse verträgt auch der FRG-8800 keine grossen Antennen. Mehr als 10m Draht sollte man ihm nicht zumuten. Aktivantennen sind auch mit Bedacht zu verwenden. Ausser die Aktivantenne FRA-7700 konnte man ohne Probleme mit dem FRG-8800 nutzen, weil diese eine Vorselektion hat. Der Klang sowie die Tonblende sind ganz gut. Es liess sich noch einen VHF- Konverter einbauen, der den Frequenzbereich 118 - 174Mhz ermöglichte. Er liess sich auch portabel einsetzen, dank dem Batteriefach. Der FRG8800 wird sicher noch in manchem Shack stehen und noch seinen Dienst tun.
Dazumal ein Bestseller.
 

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Yaesu FRG-100

Der FRG-100 ist ein sehr guter Kurzwellenempfänger, der mittlerweile nicht mehr gebaut wird. Schade eigentlich, überzeugt er doch mit sehr gutem Grosssignalverhalten. Er ist wirklich einer der wenigen Hobbyempfänger, der anständige Langdrähte verkraftet oder gleich zu übersteuern. Er ist mit 50 Speichern ausgestattet, die die Betriebsart und die Filterbreite abspeichert. FM ist leider nur als Option erhältlich, was eigentlich nicht so schlimm ist. Was am FRG-100 richtig fehlt ist eine Eingabetastatur. Für Frequenzwechsel ist es mühsam mit den Up/Down Tasten. Aber man gewöhnt sich daran.

Wie ist der Empfang?
Im Grossen und Ganzen sehr gut! Grosse Antennen verträgt er sehr gut. Am 20m Langdraht und an der vertikalen, modifizierten 5,5m langen CB-Antenne, zeigte er keine Übersteuerungserscheinungen. Respekt!!! Doch der FRG-100 ist nicht perfekt, wie alle anderen auch nicht. Die AGC- Zeiten sind viel zu lange ausgelegt. Wenn z.b. ein Gewitter naht, schlägt das S- Meter kurz aus wegen den elektrischen Impulsen. In dieser Zeit, bis das S-Meter wieder zurück auf die eigentliche Feldstärke zurückgeht, ist der Empfang Stumm geschaltet. Auch wenn man etwas schneller übers Band dreht, gibt es denselben Effekt. Dafür gibt es eine kleine und einfach auszuführende Modifikation an der Elektronik, um die AGC schneller zu machen. Auch vermag der Klang nicht richtig zu überzeugen. Er klingt ein wenig dumpf. Er erinnert an die NRD525/535. Die klingen ähnlich. Auch hierfür gibt eine kleine Modifikation. Sind diese gemacht, vermag der FRG-100 zu überzeugen.

 

 

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Yaesu VR-5000

Der Yaesu VR-5000 ist, vorneweg gesagt, ein kompliziert zu bedienender Empfänger. Der Frequenzbereich geht von 100khz - 2600Mhz, also kein reiner Kurzwellenempfänger. Er ist solide gebaut, sieht schön aus und klingt recht gut.Er hat so viele Funktionen, ich weiss gar nicht wieviele..! Er hat eine Unmenge von Speichern (2000). Ehrlich, wer braucht so viele Speicher?!? Ich hatte dieses Gerät nicht lange. Zu schreiben bleibt, dass der VR-5000 für einen Scanner recht gut auf KW funktioniert, wenn man einen Preselektor vorschaltet, oder eine nicht allzu lange Antenne verwendet. Sonst übersteuert er sofort.
 

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Portable Weltempfänger

Degen DE1105

Direkt aus China habe ich diesen Degen DE1105 importiert. Dieses Gerät ist hier in Europa nicht erhältlich. Was man für läppische 60 $US oder 75 CHF inkl. Versand, Zoll usw. erhält, ist fast nicht zu glauben! Dieser Zwerg hat die Masse: 118x73x23 (HxBxT) und bietet 1000 Speicher( nicht flüchtig) aufgeteilt in 10 Seiten. Betriebsarten sind FM (UKW) von 70-108Mhz, Kurzwelle von 5800Khz-26100Khz und Mittelwelle von 522Khz-1620Khz. Es ist sogar möglich über Ohrhörer in Stereo, wahlweise mit Bassanhebung zu hören. Es ist ein Timer und drei voll programmierbare Wecker eingebaut. Es lassen sich Zeit, beliebige Frequenz und sogar die Wecklautstärke speichern. Der Empfang mit der 50cm langen Teleskopantenne ist überraschend gut! Die Kurzwelle spielt sehr gut, nicht zuletzt wegen der recht guten Trennschärfe. Auch auf UKW lässt es sich hervorragend Musik hören, besonders über einen guten Stereoohrhörer, der übrigens gleich mitgeliefert wird. Was auch sofort auffällt, die Abstimmung der Frequenz über das seitliche Rändelradchen oder über die +/- Tasten enthalten keine Abstimmgeräusche, einfach genial !! Ausserdem hat der DE1105 ein integrierte Ladefunktion, eine vollwertige Eingabetastatur, ein Thermometer in °C, etc, etc... Die Verarbeitung ist sehr gut. Die Front des DE1105 ist aus gebürstetem titanfarbenen Aluminium.
Lieferumfang: DE1105, Schutztasche aus Flanell, 2 NîMh- Akkus, Lade/Netzgerät, Stereoohrhörer
Kleiner feiner absolut vollwertiger Weltempfänger der in dieser Preisklasse keine Konkurrenz hat.

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Degen DE1106

Der Degen DE1106! Sehr lange wurde über sein erscheinen spekuliert. Nun ist er da. Die Gehäuseabmessungen sind genau gleich wie beim Eton E5. Die Elektronik ist auch weitgehend die selbe, ausser das man dem DE1106 ein paar Neuigkeiten eingebaut hat. Das wichtigste Novum für den Kurzwellenhörer ist ohne Zweifel der Synchrondetektor. Da er auch UKW empfängt, verpasste man ihm auch die "RDS" Funktion. Desweiteren wurde dem DE1106 das Flugfunkband auch noch mitgepackt. Er hat jetzt auch einen "Line in" Anschluss, um beispielsweise einen iPod anschliessen zu können. So kann man den DE1106 als Verstärker benutzen. Alle anderen Funktionen entsprechen dem Eton E5. Das Erscheinungsbild wirkt edel, gut verarbeitet. Allerdings hat er keine gummierte Oberfläche wie der E5. Die interessanten Funktionen am DE1106 ist der Synchrondetektor und das "RDS" (Radio Data System) das auf UKW seinen Dienst tut. Wenn der Synch.-Detektor eingeschaltet ist, lassen sich die Seitenbänder frei wählen. So lassen sich Störungen vom Nachbarkanal auf Abstand halten. Das funktioniert beim DE1106 sehr gut. Auch bei schwachen Sendern rastet der Synch.- Detektor ein und bleibt auch meistens eingerastet. Die "RDS" Funktion bietet folgende Übertragungsfunktionen: Stationsanzeige, Titel/Artist, Zeit/Datum Anzeige, Scrolltext- Anzeige. Selbstverständlich nur dann, wenn der Sender dieses anbietet.
Empfangsbereiche von 150Khz - 30Mhz, 76 - 108Mhz, 118 - 137Mhz.
Betriebsarten: AM, Synchron AM mit wählbaren Seitenbändern, USB, LSB, WFM (UKW).
Zwei Schaltbare Bandbreiten
700 Alphanumerische nicht flüchtige Speicher usw..
Wie ist der Empfang??
Als erstes fällt einem das fast nicht hörbare Rauschen auf freien Frequenzen auf. Man denkt, das Gerät seih defekt oder unempfindlich. Aber zum Glück ist es nicht so! Ich habe noch nie ein Portables Gerät gesehen/gehört, das so wenig Eigenrauschen hat. Diesbezüglich habe ich beim Händler erkundigungen eingeholt und mir die Unversehrheit des Gerätes bestätigen lassen. Als ich diesen Bericht geschrieben habe, habe ich den DE1106 mit dem Sangean ATS-909 kurz verglichen. Klar, der ATS-909 spielt in einer höheren Preisklasse! Das sollte bei diesem Vergleich nicht vergessen werden. Da die Degen- Geräte mittlerweile einen guten Ruf geniessen, drängt sich ein Empfängervergleich richtig auf.
Also, auf zum Empfang!!
Grundsätzlich empfängt der DE1106 fast gleich gut wie der ATS-909. Unterschiede ergeben sich im oberen Frequenzbereich. Ab ca. 17Mhz ist der ATS-909 empfindlicher. Unterhalb 17Mhz sind beide etwa gleich in der Empfindlichkeit. Die Langwelle ist beim DE1106 ziemlich unterbelichtet. Dort ist der DE1106 fast taub! Auch die Mittelwelle ist nicht speziell gut. Dafür hat die eingebaute Ferritantenne eine ausgesprochen gute Richtwirkung.
Die Bandbreitenfilter des DE1106 zeigen mehr Wirkung als die des ATS-909. Bei der schmalen Bandbreite klingt er immer noch ansprechend, also nicht Dumpf.
Was beim DE1106 wirklich sehr gut ist, ist der Synchrondetektor! Dieser rastet auch bei relativ schwachen Sendern gut ein und bleibt auch eingerastet. Das ist sehr gut gelungen! SSB Betrieb funktioniert etwa gleich gut wie beim ATS-909. Die einstellbarkeit und Verständlichkeit sind sehr gut. Wie bei solchen Geräten üblich, ist das Grosssignalverhalten nicht speziell gut! 900Khz oberhalb und unterhalb der eigentlichen Frequenz sind Spiegelfrequenzen hörbar. Allerdings muss der Sender recht stark sein um diesen Effekt auszulösen. Aussenantennen sind nur mit Vorselektion vernünftig zu betreiben. Der ATS-909 hat das bessere Grosssignalverhalten.
Auf UKW spielt er recht gut. Die RDS- Empfindlichkeit ist etwa gleich wie beim ATS-909. Flungfunk geht einigermassen in der nähe eines Flughafens. Allerdings funktioniert der automatische Suchlauf nicht im Flugfunkband..!?!
Im grossen und ganzen ein schönes, interessantes Gerät das mit dem Synchrondetektor die kleinen Schwächen mehr als wett macht.
Der DE1106 ist baugleich mit dem Eton / Grundig G3.
Demnächst werde ich einen Vergleichtest mit mehreren portablen Empfängern machen.
Dieser Vergleich ist hier zu finden.

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Eton / Lextronix E1

Eigentlich stelle ich nur Geräte vor, die mein Eigentum sind. Da ich aber nicht immer zu jedem Gerät komme, habe ich mich dazu entschlossen, auch Leihgeräte vorzustellen. Hier wieder ein "Dankeschön" an den anonymen Hobbykollegen.
Obwohl der Eton E1 nicht mehr hergestellt wird, ist die Nachfrage nach wie vor gross. Ist er doch der beste portable Empfänger, der seit dem Sony ICF-SW77 hergestellt wurde. Wenn man sich das Gerät so ansieht und in den Händen hält, könnte der kundige SWL fast denken, dass der E1 bei Degen (China) hergestellt wurde. Weit gefehlt! Der E1 wurde in Indien gefertigt. Die amerikanische Firma R.L. Drake war an der Entwicklung des E1 beteiligt. Er hat wie einige Geräte von Degen eine gummierte Oberfläche. Technisch kann er sich sehen lassen. Zum ersten mal, wurde bei einem portablen RX ein Pass Band Tuning ( PBT) realisiert. Auch der sehr gut funktionierende Synchrondetektor, der wählbare Seitenbänder inkl. Doppelseitenband bietet, ist eine Seltenheit bei einem portablen RX. Speichermöglichkeiten sind zuhauf vorhanden. 1700 Speicher, 500 davon sind alphanumerisch beschriftbar. Die übrigen sind einer speziellen "Länderdatenbank" zugeordnet. Man kann also den Ländern die Frequenzen zuweisen. Das macht Sinn und ist relativ einfach zu beherrschen Dank dem grossen Display. Als Vollausgestatteter Weltempfänger bietet er UKW, LW, MW und natürlich die ganze Kurzwelle in den üblichen Betriebsarten wie AM, AMS, LSB, USB. Interessanterweise hat der E1 keine Ferritantenne für LW & MW! Alle Frequenzbereiche werden ausschliesslich über die Teleskopantenne empfangen. Dafür hat der E1 einen zuschaltbaren Empfangsverstärker. Selbstverständlich hat der E1 einen externen Antennenanschluss, allerdings nicht Normgerecht!
Der Empfang!
....kann überzeugen! Auf der Kurzwelle waren mit der Teleskopantenne keine Grosssignaleffekte feststellbar. Ich habe den E1 mit dem Sony ICF-2001D verglichen. Die Audiovergleiche sind hier zu finden.
Die Empfindlichkeit ist sehr gut. Auch der Synchrondetektor überzeugt durch gutes einrasten auf das Signal, auch wenn es schwach ist. Der Empfang vom Amateurfunk und SSB Dienste klappt ausserordentlich gut, dank der sehr feinen Abstimmschritte von 10Hz! Das Abstimmen erzeugt überhaupt keine Geräusche, Super!! Dank der drei Filterbandbreiten von 2.3khz, 4.0khz und 7.0khz ist man für die allermeisten Empfangssituationen gerüstet. Hierbei handelt es sich um hochwertige, mit Blech gekapselten Keramikfiltern von Murata. Hier wurde also nicht gespart.
Der Klang des recht grossen Lautsprechers ist angenehm. Mit dem Bass und- Höhenregler kann der Klang der Situation angepasst werden. Der E1 macht richtig Freude. Ein portabler mit fast allen technischen Raffinessen. Über dem grossen, übersichtlichen und Hintergrundbeleuchteten Display macht die Bedienung Spass. Was fehlt, ist die RDS Funktion für UKW und die Möglichkeit die Speicher über PC zu programmieren. Negativ aufgefallen ist, dass der Batterieschacht schlecht oder gar nicht gepolstert ist. Wenn man das Gerät bewegt, klappern die Batterien. Das hört man sehr gut.
Dennoch ein toller Empfänger, das Lob verdient!!

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Eton E5

Seit einiger Zeit, sind im Internet des öfteren Berichte und Meinungen über die chinesische Empfängerschmiede „Degen“ zu lesen. Die Firma Degen entwirft und baut nicht nur für den eigenen Namen, sondern auch für andere Marken. Eine dieser Marken heisst Etón. Der Etón E5 sollte auch als Degen DE1106 auf dem Markt kommen, doch bis jetzt konnte ich keinen DE1106 im Internet finden. Nur „Lextronix“ und „Etón“ vertreiben den E5. Neugierig geworden, wegen der mehrheitlich positiven Eindrücke anderer E5 Besitzer orderte ich mir den Etón E5 bei Nevada Radio in England. Nach nur 4 Tagen war der Etón E5 angekommen. Im Lieferumfang sind nebst dem E5 eine mehrsprachige Anleitung (auch Deutsch), eine Schutztasche, ein Stereoohrhörer, eine Wurfantenne und ein Netz/Ladegerät, der leider nicht in Schweizer Steckdosen passt. Ein Adapter ist hier notwendig. Leider sind die Akkus nicht im Lieferumfang, obwohl das in der Anleitung steht. Nun halte ich den E5 endlich in den Händen. Erster Eindruck: sehr gute Verarbeitung, liegt gut in der Hand. Das Gehäuse hat eine Art gummierte Oberfläche. Diese vermittelt einen guten Griff. Wegen der Grösse des Gerätes war ich ein bisschen überrascht; „so klein“!! In der Werbung und auf Bildern im Internet kam er mir grösser vor, etwa so wie der Sony ICF-SW7600GR. Beim E5 lassen sich 2 Versionen schalten. Entweder von 76 – 108Mhz oder von 87,5 – 108Mhz( UKW). Der L, M, KW- Frequenzbereich geht von 150 – 30'000 Khz in AM und SSB. Ein Novum in dieser Preisklasse, sind die 2 schaltbaren KW- Bandbreiten. Was bei einem solchen Zwerg auch ungewöhnlich ist, sind die 700 Speicher, aufgeteilt auf 100 Seiten. Jede Seite lässt sich mit einem 4- stelligen Wort beschreiben. Dies ist mit der Speicherverwaltung des Sony ICF-SW55 zu vergleichen. Nur das der E5 über 5-mal mehr Speicher verfügt als der SW55. Der E5 hat 4 Timer. Jeder kann individuell programmiert werden. Auch sehr erfreulich ist, dass die Eingabetastatur Normgerecht ausgefallen ist. Die Tasten vermitteln einen sehr guten Druckpunkt, was eine sehr angenehme Bedienung zur Folge hat. Was ich besonders gut finde, ist die Abstimmung mit den VFO (Handrad) auf der rechten Seite des E5. Wenn man durch die Bänder kurbelt, so sind keinerlei Rauscheinbrüche oder ploppen zwischen den 1 Khz Schritten zu hören. Man hat ein nahezu analoges Abstimmgefühl. Nicht so wie bei diversen anderen Empfängern, wo die Abstimmung richtig nervtötend ist. Die VFO- Abstimmung scheint zudem eine Art Schwungradeffekt zu haben. Je schneller man dreht, desto mehr beschleunigt der Frequenzwechsel. Nun zum Interessanten, der Empfang. Da ich den E5 erst seit 3 Tagen habe, soll dies nur ein Kurzvergleich sein mit dem Panasonic RF-B65. Was bei diesem Zwerg sofort positiv auffällt, ist der sehr gute Klang. Stärkere Stationen, seih es auf KW oder UKW, klingen beinahe Raumfüllend. Das habe ich bei so einem kleinen Radio noch nie gehört. Wenn mal die gerade gehörte Station vom Nebenkanal beeinträchtigt wird, hat man die Möglichkeit der Bandbreitenumschaltung. Man muss sagen, diese ist sehr Wirkungsvoll. Was mich absolut ins Staunen versetzt hat, war der Empfang eines griechischen Piratensenders im X- Band, auf der Frequenz 1645 Khz. Und das ohne Hilfsmittel in recht guter Qualität. Da musste der Panasonic RF-B65 passen. Bei diesem war der Sender nur zu erahnen. Der SSB- Empfang ist mit dem des RF-B65 zu vergleichen. Auch schwache Signale waren recht gut mit dem BFO abzustimmen und auch zu verstehen. Doch wo die Sonne scheint ist auch Schatten vorhanden. Das mir sehr wichtige Grosssignalverhalten ist nicht das was ich mir erhofft hatte. Unterhalb des 49m Bandes waren deutlich Sender vom besagten Band zu hören. Der Panasonic RF-B65 gab sich diesbezüglich keine Blössen. Keine einzige Spiegelfrequenz. So wie ich den SW55 in guter Erinnerung habe, erzeugte dieser wesentlich stärkere Spiegelfrequenzen. Da muss ich sagen, der E5 ist in Sachen Spiegelfrequenzen besser als der SW55. Fazit: Ein sehr guter Begleiter auf KW & UKW zu einem derzeit konkurrenzlosen Preis. Ernsthafte Konkurrenz zum Sony ICF-SW7600GR !!

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Grundig G6 Aviator

Der Grundig G6 Aviator ist eigentlich kein echter Grundig. Die Innereien tragen das Label "Eton". Gebaut wird er wahrscheinlich bei Degen, wie viele andere China-Radios auch. So habe ich mir aus Neugier diesen kleinen Empfänger aus den USA schicken lassen. Denn, obwohl der G6 ein CE- Zeichen trägt, wird er nicht in Europa angeboten. So wird es wahrscheinlich auch bleiben. Das Interessante am G6, hier ist die "Buzz Aldrin Edition" zu sehen, ist die Tatsache, dass er der kleinste SSB- und Flugfunk taugliche Taschenradio ist. Er überstreicht den Frequenzbereich von 150Khz-30Mhz, das UKW Band in 2 Varianten, von 76- oder von 87,5Mhz bis 108Mhz, und das Flugfunkband von 117- 137Mhz. Er hat 700 alphanumerische Speicher, wie auch der Eton (Grundig) E5. Weitestgehend hat er die selben Funktionen wie der E5, ausser dass der E5 ein schaltbares Bandbreitenfilter hat. Der G6 ist der erste China- Empfänger dieser Grösse, der ohne Clarifier für den SSB Empfang auskommt. SSB wird mit dem Jog Dial (Hauptabstimmrad) abgestimmt. In der Stellung "Slow" hat er etwa eine Schrittweite von ca. 10Hz, also ein absolut analoges Abstimmgefühl ohne Abstimmgeräusche!
Wie ist der Empfang des G6?
Ich habe ihn mit dem Eton E5 verglichen. Über weite Strecken ist der Empfang etwa gleich. Erstaunlich für diesen Zwerg! Empfindlichkeit ist auf der Kurzwelle ziemlich gleich. Nur im Langwellen- und Mittelwellenbereich ist der G6 schlechter. Dort ist die Empfindlichkeit nicht besonders. Der G6 hat dafür eine extrem Richtungsempfindliche Ferritantenne. Mit der lassen sich Störer sehr effizient ausblenden! Der E5 ist da Breitbandiger. Der UKW- Empfang ist auch mit dem des E5 zu vergleichen. Stereo geht über Kopfhörer. Der Flugfunkempfang ist leider schlecht. Eher eine Zugabe zum spielen. Die Empfindlichkeit ist nicht sehr hoch. Auch funktioniert der Automatische Suchlauf auf diesem Bereich nicht, was wirklich schade ist.
Das Grosssignalverhalten ist wie bei den allermeisten Taschen- Weltempfängern nicht speziell gut. Der Anschluss einer externen Antenne ist somit nicht ratsam, da es sofort zu Übersteuerungen kommt. Zumindest in Mitteleuropa!
Was sehr Lobenswert ist, er hat praktisch keine Abstimmgeräusche und ein sehr leises Eigenrauschen. Toll!
Masse: LxBxT 124 x 75 x 28mm

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Grundig Yacht Boy 80

Diesen Yacht Boy 80 kaufte  ich mir bei Media Markt. Der Empfang auf den Europabändern klappt recht gut, allerdings nur in AM. Die Betriebsart SSB ist leider nicht vernünftig brauchbar. Die SSB Sender lassen sich schlecht abstimmen. Zudem klingen sie verzehrt. SSB kann der Sony ICF-SW7600GR eindeutig besser, er hat sogar einen vollwertigen Synchrondetektor eingebaut. Was beim YB80 sehr gut ist, ist die Abstimmung. Mit dem VFO- Rad lässt sich richtig über die Bänder kurbeln, ohne Rauscheinbrüche. Wenn man mehr Signalstärke will, steckt man einfach den mitgelieferten Draht mittels Klinkenstecker in die Antennenbuchse. Leider verträgt der YB80 das Drähtchen nicht und spuckt Gift und Galle.
Guter Klang, auch auf UKW. SSB nicht brauchbar.
Wer keine grosse Ansprüche hat, wird mit dem 169CHF teuren YB80 vielleicht zufrieden sein.

 

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Panasonic RF-B65

Der RF-R65 sollte jedem KW-Freak ein Begriff sein. Ist er doch gemäss alter Tests der beste kleinportable Weltempfänger. Ich habe ihn mit den Sony ICF-SW55 vergleichen können. Was er jedenfalls besser kann als der SW55, ist die Verträglichkeit gegenüber starker Signale! Beim SW55 war im Bereich zwischen 5000Khz bis ca. 5500Khz einige Spiegelfrequenzen aus dem 49m Band mit recht starken Signalen hörbar. Der B65 glänzt hier ganz einfach... nicht eine Spiegelfrequenz. Dies natürlich mit der eigenen Teleskopantenne. In der heutigen Zeit und in Ballungsgebieten mit sehr starken Signalen, sollte man einem portablen Empfänger keine Wunder abverlangen. Die meist bei solchen Geräten beiliegende aufgerollte Drahtantenne, sollte man lieber in der Schachtel lassen. Diese führen allermeist zur Übersteuerung des Empfängers. Meine Devise hier: "Weniger ist mehr". Der B65 glänzt nicht mit ein Haufen Speicher oder sonstigem Schnickschnack, er ist einfach sehr gut in dem was man von einem Radio erwartet: nämlich guter Empfang! Die RF-B65 kommen langsam in die Jahre. Vorsicht beim Kauf eines solchen

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Redsun RP300

Der RP300 kam etwa zur gleichen Zeit wie der Redsun RP2100 auf den chinesischen Markt. Was bietet der RP300? Als erstes fallen seine winzigen Abmessungen ins Auge. Mit den Massen BxHxT 120x75x25mm ist er wirklich klein. Die Antenne ist gerade mal 45cm lang! Dennoch bietet er die üblichen Spielereien die ein modernes chinesisches Gerät heute mit sich bringt. DSP hat er nicht! Er bietet 200 Speicher, einen automatischen Suchlauf ohne Stummschaltung des Empfangs(!), praktisch eine Geräuschlose Abstimmung, UKW von 70-108Mhz(in Stereo über Kopfhörer), Mittelwelle von 520-1710Khz, Kurzwelle in zwei Bändern, SW1> 2300-7500Khz, SW2> 9200-22000Khz, usw...
Der Empfang:
Bei einem Kaufpreis von ca. 33USD darf man keine Wunder erwarten von dem Winzling. Bei einigen Stationen im Kurzwellen- und Mittelwellenband macht sich eine nicht allzu gute Abschirmung der Elektronik bemerkbar. Es mischen sich Störgeräusche unter die Sender. Das hört man aber nur gut, wenn man einen Ohrhörer benutzt. Das Grosssignalverhalten ist schlecht, wie erwartet. Versuche, den Empfang durch verlängern der Antenne zu verbessern, schlagen fehl, weil der kleine dann übersteuert. Aber im direkten Vergleich mit dem Grundig G6 Aviator, der von der Grösse her etwa gleich ist, schlägt sich der Redsun RP300 nicht mal schlecht! In der Empfindlichkeit auf der Mittelwelle schlägt er den Grundig ganz klar. Sogar der Tecsun PL-600 der für einen Vergleich kurz herhalten musste, war nicht besser auf Mittelwelle. Der kleine ist also ganz gut in diesem Frequenzbereich. Die Kurzwelle war dann im grossen und ganzen etwa gleich gut wie der Grundig G6 Aviator. Trennschärfe ist auch etwa gleich wie beim G6.
Auf UKW kann der RP300 zufrieden stellen. Empfindlichkeit, Rauschen, Trennschärfe sind nicht schlechter als beim Vergleichsgerät.
Geht man vom Verkaufspreis von 33USD & 10 USD Versand aus, so ist der Redsun RP300 ein durchaus interessantes Gerät! Wer nicht allzu grosse Ansprüche hat, wird mit den RP300 zufrieden sein. Gutes Preis/Leistung Verhältnis.

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Redsun RP2100

Aus China, habe ich mir diesen Weltempfänger, den „Redsun RP2100“ schicken lassen. Eigentlich für den chinesischen Markt gebaut, wurde nun auch eine Version mit englischer Beschriftung, wenn auch nicht ganz Fehlerfrei für den übrigen Markt hergestellt. Er wird in Europa nun als "Elta 3569" angeboten. Der RP2100 ist ein Weltempfänger, hauptsächlich für den Rundfunkhörer. Er beherrscht UKW von 87 – 108Mhz, die Mittelwelle und die Kurzwelle, aufgeteilt in SW1, SW2 und SW3, von 1’711Khz – 30’000Khz. Für jeden Bandabschnitt stehen 10 Speicherplätze zur Verfügung. Im ganzen also 50 an der Zahl. Um es vorneweg zusagen, so eine eigenartige Speichereinteilung habe ich noch nie gesehen. Aber der RP2100 hat noch eine andere Sache, die für einen portablen, günstigen Weltempfänger zurzeit einzigartig ist. Und zwar hat er einen IF- Ausgang. An diesem IF- Ausgang kann man einen noch nicht lieferbaren DRM, SSB- Decoder anschliessen. Das gab es bis jetzt noch nie bei einen so günstigen Empfänger. Er kostet ganze 100$US mit Versand! Nebenbei erwähnt, hat er noch 2 Weckfunktionen, getrennte Höhen und Bass Einstellung, 2 schaltbare Bandbreiten für MW & KW und ein RF-Gain. Alles weitere sieht man auf dem schönen grossen Display. Er hat auch einen Anschluss für eine externe Antenne, allerdings muss man Fernsehstecker verwenden. Auch einzigartig: Der RP2100 kann wahlweise mit zwei Batterietypen betrieben werden. Per Schalter wählbar. Die Verarbeitung des Gerätes ist weitgehend gut und robust. Die Teleskopantenne ist auch von guter Qualität. So als Vergleich: Die Verarbeitung des RP2100 ist besser als die des Sony ICF-SW77. Bei diesem knarrt das Gehäuse ganz schön. Über die Antenne des SW77 will ich mich hier nicht äussern :-(
Wie ist den nun der Empfang: Gut bis sehr gut. In der Empfindlichkeit kommt er nicht ganz an den SW77 heran. Der RP2100 rauscht auch ein klein wenig mehr. Das Grosssignalverhalten ist auch nicht gerade das gelbe von Ei, also nicht besonders. Der obere Frequenzbereich wird irgendwie als Müllhalde benutzt, so kommt es mir vor. Ab ca.25Mhz sind ein Haufen Spiegelfrequenzen und Signalgemische zu hören, mit der Teleskopantenne natürlich. Interessanterweise ist zwischen dem 41m und dem 49m Band fast keine Effekte hörbar. Man beachte aber, die Grosssignalgeschichte ist sehr abhängig vom jeweiligen Standort. Nun aber zum positiven. Der RP2100 hat ganz einfach ein Superklang. Da klingt der SW77 im direkten Vergleich sehr dumpf. Der Klang erinnert mich an ganz frühe Zeiten, als man noch mit den grossen Röhrenradios die Mittelwelle hörte. So etwa klingt der RP2100.
Richtig satt und schön. Es macht richtig Spass durch die Mittelwelle zu kurbeln, weil auch die Abstimmung fast keine Geräusche erzeugt. Da ist der SW77 eine absolute Nervensäge, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Bandbreitenschaltung ist auch sehr gut gewählt. Wenn man auf die schmälere Bandbreite schaltet, so reduziert sich das Rauschen, aber der Klang wird kaum dumpf.
Auf UKW spielt er auch sehr gut, sogar in Stereo über Kopfhörer oder Line-out. Er ist etwas trennschärfer als der SW77 und klingt besser.
Wer einfach gut und gemütlich Radio hören will ohne dafür tief in die Tasche greifen zu müssen, dann ist der RP2100 eine gute Wahl.

 

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Sangean ATS-909X

Der Sangean ATS-909X ist der direkte Nachfolger des bekannten ATS-909W. Dieser neue ATS-909X wurde in ein paar Punkten geändert im Vergleich zum ATA909W. Insbesondere im UKW Empfang. Dieser wird beim 909X digital realisiert. Das macht sich durch die sehr gute Trennschärfe und dem ausgezeichneten Klang bemerkbar. Das RDS, diese Funktion beherrscht der alte 909W auch, scheint beim 909X etwas schneller zu reagieren und beherbergt alle RDS Funktionen, Ja, sogar die interne Uhr wird mittels RDS synchronisiert.
Auf der Kurzwelle scheint sich nicht viel gegenüber dem alten 909W geändert zu haben. Der Empfang ist recht gut, auch das Grosssignalverhalten an der Teleskopantenne ist ok. Übersteuerungen konnten keine festgestellt werden. Allerdings wird auch beim 909X die etwas schwache Empfindlichkeit bemängelt. Dem kann man abhelfen, wenn man von einem Fachmann wie Henry Mohr, Charly Hardt oder Jürgen Martens einen kleinen Antennenverstärker einbauen lässt. Allerdings geht das ein bisschen auf die kosten des Grosssignalverhaltens! Der Empfang auf Langwelle und Mittelwelle ist zufriedenstellend. Der Sony ICF-7600GR empfängt auf LW & MW deutlich besser. Der SSB Empfang von Amateurfunk usw. klappt recht gut. Die Schrittweite von 40Hz in SSB hat sich gegenüber dem alten auch nicht geändert.
Was sich sonst noch gegenüber dem alten 909W geändert hat; die Abstimmung auf LW, MW & KW hat keine Rauschunterbrüche mehr. Es ist jetzt wesentlich angenehmer, ohne diese Rauschunterbrüche durchs Band kurbeln zu können. Was sofort ins Auge sticht, ist das neue Design des 909X. Dieses finde ich sehr gelungen! Auch das schöne und auf Knopfdruck beleuchtbare Display ist erste Sahne! Der 909X besitzt 406 alphanumerische Speicher, der 909W hatte 306. Die Bandbreitenumschaltung für AM ist nicht besonders wirkungsvoll, wie beim alten 909W auch.
Ein kleines, aber doch wichtiges Detail ist beim 909X nicht gelungen! Sangean hat am Drehknopfencoder gespart!! Dieser ist wie beim alten 909W gerastert. Zum einen fällt auf, das dieses Abstimmrad etwas Spiel hat. Dieses Spiel kommt von der billigen Mechanik des Abstimmencoders. Wegen diesem Spiel, wird in gewissen Rasterpositionen die eingestellte Frequenz nicht sauber gehalten. Bewegt man das Abstimmrad innerhalb eines Rasters, verstellt sich die Frequenz um mehrere Schritte! Das darf nicht sein! Bei meinem Gerät waren drei Rastpositionen davon betroffen.
Wer den Kauf des 909X plant, in der Hoffnung auf besseren Empfang auf LW, MW und KW, wird wahrscheinlich enttäuscht werden. Er ist nicht besser und nicht schlechter als der alte 909W! Ausser im UKW Empfang. Hier kann der 909X trumpfen durch den digitalen Empfänger. Der Klang ist generell besser als beim 909W.
Der 909X ist ein sehr schönes Gerät das Spass macht und den gewohnten Empfang des Vorgängers bietet.

Verfasst am 09.03.2012

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Sony ICF-SW55

Der Sony ICF-SW55 ist ein sehr bekannter, wie auch guter Weltempfänger mit etlichen Sonderfunktionen wie 125 alphanumerische Speicher, Timer, Weltzeituhr, SSB, etc., etc. Der Empfang auf KW ist sehr gut zu gebrauchen. SSB Empfang funktioniert auch sehr gut. Doch all zu oft, leistet sich der SW55 grobe Ausrutscher in Sachen Spiegelfrequenzen. Das scheint irgendwie eine allgemeine Krankheit zumindest bei den kleinen Portables von Sony zu sein. Meist sind Stationen um 910Khz neben der eigentlichen Sendefrequenz zu hören, und das mit ziemlichen Signalstärken. Sieht man von dem ab, ist der SW55 ein Topgerät der viele Funktionen auf kleinstem Raum bietet wie kein anderer.
Kleiner Tipp: In Mitteleuropa wo sehr starke Sender einfallen, den SW55 nur mit der Teleskopantenne betreiben. So hat man einen saubereren Empfang (weniger ist mehr).

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Sony ICF-2001D

Eigentlich ohne in gesucht zu haben, bin ich trotzdem über in gestolpert; den Sony ICF-2001D. Nachdem ich rausgefunden hatte, wer der Verkäufer war, musste ich ihn einfach kaufen. Denn, der Eigentümer war mir bekannt und gilt als sehr pfleglich im Umgang mit seinen Geräten. Über den ICF-2001D muss ich an dieser Stelle nicht viel schreiben, gilt er doch als der beste portable Weltempfänger, der bis jetzt gebaut wurde! Da die ICF-2001D mittlerweile in die Jahre gekommen sind, sie wurden in den achtziger Jahren gebaut, ist beim kauf solcher Geräte unbedingt ein Test vor dem Kauf empfehlenswert. Im Laufe der Jahre verändern sich die elektrischen Werte der Bauteile und dies führt zu schlechten Empfangseigenschaften oder gar zu defekten. Zum Glück aber, ist mein ICF-2001D fit. Er war mal bei Jürgen Martens und wurde durchgecheckt. Im gleichen Zug wurde ihm ein hochwertiges Schmalbandfilter, der Murata CFJ455K5, 2.4Khz installiert.
Der ICF-2001D vermag zu begeistern. Sehr guter Empfang auf allen Bändern und das ohne Grosssignalprobleme. Der Synchrondetektor mit schaltbaren Seitenbändern ist sehr wirkungsvolles Werkzeug gegen schwankende Sender. Auch auf SSB spielt der ICF-2001D wunderbar. Seefunk ohne Flugfunk auf KW ist überhaupt kein Problem. Dann habe ich mal den ICF-2001D an die Wellbrook ALA1530S+ angeschlossen und mit meinen stationären Empfängern verglichen. Was mit den stationären gehört werden konnte, konnte auch der ICF-2001D hörbar machen. Zu meinem erstaunen, produzierte der ICF-2001D sehr wenige Übersteuerungseffekte!! Er kann also durchaus mit Leistungsfähigen Antennen betrieben werden. Allerdings sollte man es nicht übertreiben. Er ist ein portabler Empfänger und ist hauptsächlich auf seine Teleskopantenne und auf eher Leistungsschwache Aussenantennen ausgelegt. Der ICF-2001D ist absolut DX-tauglich, aber das wissen ja schon alle. Versuche mit externen Antennen lohnen sich bei diesem Gerät durchaus.
Unterm Strich lässt sich sagen, das der Sony ICF-2001D ein toller Empfänger ist, immer noch! Der Synchrondetektor geniesst nicht ohne Grund grosse beliebtheit. Der ICF-2001D ist einfach zu bedienen und ist robust gebaut. Wer so ein Gerät findet der noch in schönem, funktionsfähigen Zustand ist, der sollte zugreifen.

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Sony ICF-SW77

Der Sony ICF-SW77 war der letzte grosse Weltempfänger von Sony, was eigentlich schade ist. Als direkter Nachfolger vom Sony ICF-2001D musste sich der SW77 viele Vergleichtests über sich ergehen lassen. Mal war der eine, mal war der andere besser…Der SW77 geht von 150khz bis 30’000khz durchgehend in AM, AM Synchron und SSB. UKW beherrscht er selbstverständlich auch, von 87,5 bis 108Mhz, über Kopfhörer in Stereo. Er bietet in der manuellen Abstimmung auf KW Schrittweiten von 1khz und 50hz. Zudem besitzt er 162 Speicher die sich alphanumerisch bezeichnen lassen. Ein Anschluss für eine externe Antenne und ein Line out sind seitlich angebracht. Selbstverständlich sind Timer, Wecker und sonstige Spielereien mit eingebaut. Die Verarbeitung ist mässig. Da macht sein kleiner Bruder, der SW55 eine bessere Figur. Das Gehäuse ist nicht sonderlich stabil. Wenn man es in die Hand nimmt, knarrt es vernehmlich. Auch die Teleskopantenne ist alles andere als stabil. Beim einziehen muss man sehr behutsam vorgehen, sonst verbiegt man sie. Der SW77 hat so viele Knöpfe und Funktionen, dass eine Bedienung ohne Handbuch fast nicht möglich ist, also recht kompliziert. Wie steht es nun mit dem hauptsächlichen? Mit dem Empfang? Im Grossen und Ganzen sehr gut. Als Vergleichsgerät habe ich den Redsun RP2100, der etwa gleich gross ist, genommen. Preislich sind die beiden sehr weit voneinander entfernt. Der SW77 kostete ca. das 8- fache des RP2100. Der SW77 ist etwas empfindlicher als der RP2100. Er rauscht auch etwas weniger. Was sofort auffällt, ist der dünne Klang den der SW77 im Vergleich mit dem RP2100 bringt. Die Tonregler bringen nicht allzu viel. Da ist der RP2100 um Klassen besser, satter, toller Klang. Der SW77 hat zwei schaltbare Bandbreiten, wie der RP2100 auch. Leider sind die Filter des SW77 meiner Meinung nach nicht ideal ausgelegt. Zwar sind sie Trennscharf, klingen aber dumpf. Das kann der RP2100 wieder besser. Der breite Filter des RP2100 lässt in dicht belegten Bändern Interferenzpfeifen durch, der schmale Filter aber ist wirklich super. Wird dieser geschaltet, verschwinden die Interferenzen, aber das Klangbild ändert sich kaum. Beim SW77 klingt das schmale Filter sehr dumpf und ist für AM- Empfang fast nicht zu gebrauchen. Was beim SW77 hingegen sehr gut ist, ist das Grosssignalverhalten, an der Teleskopantenne, wohlverstanden. Übers ganze Kurzwellenband konnte ich praktisch keine Grosssignaleffekte finden. Beim RP2100 hingegen sind einige Störungen auszumachen, auch tagsüber. Für den manuellen Suchempfang eignet sich der SW77 nur schlecht. Warum?? Das Problem liegt bei dem wirklich nervtötenden Abstimmgeräuschen. Ein Audio/ Videobeispiel ist weiter unten. Der Empfänger ist wohl DX- fähig, doch die Rauschunterbrüche in der Abstimmung machen einen Suchempfang zur reinen Nervenprobe! Ich verstehe nicht, warum Sony diesen sehr störenden Effekt bei einem sonst so guten Empfänger belassen hat. Als der SW77 auf den Markt kam, war eine Abstimmung ohne Nebengeräusche schon realisierbar. Der „Billig- Empfänger“ Redsun RP2100 hat eine wesentlich angenehmere Abstimmung mit fast keinen Abstimmgeräuschen.
Aber unter dem Strich ist der SW77 ein sehr guter World Band Receiver mit sehr vielen Möglichkeiten, nicht zuletzt ist der Synchrondetektor eine Supersache.

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Sony CRF-1

Einer der besten Kurzwellenempfänger die Sony je gebaut hat, der keine grosse Verbreitung fand. Vermutlich auch wegen dem Preis. Er kostete bei seinem erscheinen um die CHF 3000.-. Dieser überaus aufwändig gebaute Empfänger wurde dazumal hauptsächlich in der Schweiz und den Niederlanden verkauft. In Deutschland wurde er aus behördlichen Gründen nicht zugelassen. Das Chassis ist komplett aus Alu- Druckguss hergestellt und garantiert sehr hohe Stabilität und Abschirmung. Lediglich der obere Deckel und die Frontplatte sind aus Plastik. Obwohl der CRF-1 als portabler Empfänger konzipiert wurde, haben ihn wohl die wenigsten Portabel eingesetzt. Er wiegt satte 6.5kg! Er empfängt durchgehend von 10khz - 30Mhz in AM, USB, LSB und CW. Die Bedienung ist leider aufwändig und mühsam. Der gesamte Frequenzbereich ist in 100khz Segmenten aufgeteilt. Hat man beim Feinabstimmen das Segmentende erreicht, muss man wieder zurückkurbeln, den Abstimmknopf herausziehen und den folgenden 100khz- Abschnitt anwählen. Dann kann es weitergehen mit der Feinabstimmung. Verglichen mit den Abstimmmöglichkeiten der heutigen Gerätegeneration ist das eine ermüdende Angelegenheit! Der Drake R7 hat eine ähnliche Abstimmmethode. Dessen nicht genug! Will man den Empfänger korrekt auf die Frequenz abstimmen, muss man noch den Preselektor abstimmen. Zum Glück liess sich dieser aber umgehen.

Ich habe den CRF-1 mehrere Tage mit meinem übrigen Gerätepark verglichen. Das sind natürlich modernere Geräte. Der CRF-1 konnte bei korrekter Abstimmung mit den anderen Geräten fast gleichziehen. Klar, man darf einen solchen Vergleich nicht "Schwarz/Weiss" sehen. Der CRF-1 hat sehr breite AM Filter und lieferte dementsprechend Interferenzpfeifen in dicht belegten Bändern. Auch das schmale 4.5khz AM- Filter konnte nicht immer sauber trennen. In SSB waren die Ergebnisse besser. Da passt die Bandbreite von 2.0khz. Die Empfindlichkeit ist gleich gut wie bei den Vergleichsgeräten. Trotz korrekter Einstellung des Preselektors übersteuerte der CRF-1 an der 35m langen Drahtantenne in den Abendstunden. Solche Ausrutscher in der Empfangsleistung darf man nicht zu eng sehen. Wenn man mit so einem Gerät auf Senderjagd gehen will, sollte man die nötige Zeit, Musse und etwas Nachsicht haben. Sonst wird man keine Freude am CRF-1 haben.

Ein wunderbares Stück Radio, kommt aber an die Leistung heutiger Geräte nicht mehr ganz heran. Vor allem beim DX'en sind dicke Abstriche zu machen.

Auch hier muss ich erwähnen; sollte mal jemand ein solches Gerät erwerben, sollte er sich vom Verkäufer die Garantie auf volle Funktionsfähigkeit geben lassen. Nicht selten haben solch alte Geräte defekte Elkos oder benötigen einen Abgleich. Das kann relativ teuer werden.

Besten Dank an Franz für die Ausleihe des CRF-1.

Verfasst am 02.12.2013

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Sony ICF-SW07

Der Sony ICF-SW07, einer kleiner Luxusweltempfänger der es in sich hat! Als Nachfolger des SW100E, hat auch er einen Synchrondetektor eingebaut. So klein und fein das Gerät ist, so gut ist er auch. Der Empfang ist super! Vor allem mit der dazugehörigen Loop- Aktivantenne. Sitzt man in den vier Wänden und der Empfang geht in die Knie, so holt man sich die Loop und höre da, der Empfang ist wieder da!! Der SW07 verfügt über jede Menge alphanumerischer Speicher, so das man übersicht über seine abgespeicherten Sender hat. Im Vergleich mit dem YB80, ist der SW07 mindestens 1 Klasse besser, ausser im Klang. Ach ja, er verfügt natürlich auch über SSB in 100Hz abstimmung.
Ein Portabler Luxus RX der sehr empfehlenswert ist aber auch seinen Preis hat.




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Sony ICF-SW7600GR

Über dieses Radio, das eigentlich jeder Kurzwellenfan kennt, kann man nur schreiben: Sehr guter portabler Empfänger der in etwa dem SW07 in Sachen Empfang gleicht. Die wesentlichen Unterschiede sind: SSB Abstimmung mit BFO (Clarifier) da nur 1khz Schritte verfügbar. Keine alphanumerischen Speicher. Abstimmung etwas träge, und der Klang ist wegen der Grösse besser als beim SW07. Nicht allzu Spiegelfrequenzfest!
Sehr gutes Preis/Leistungs- Verhältnis.

 

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Sony ICF-SW100S

Der Sony ICF-SW100 ist meines Wissens der kleinste Weltempfänger mit wirklich ernst zu nehmenden Empfangseigenschaften. Er überstreicht den Frequenzbereich von 150Khz – 30Mhz durchgehend in den Betriebsarten AM, AMS, USB und LSB. Zudem bietet er UKW Empfang von 76Mhz – 108Mhz. Der ICF-SW100 verfügt über 50 Speicher, die sich alle mit einem 6- stelligen Text beschriften lassen. Auch die üblichen Funktionen wie Wecker, Timer usw. sind eingebaut. Die Bedienung ist recht einfach, so dass man die Bedienungsanleitung nicht immer dabei haben muss. Es ist wirklich erstaunlich, was die Sony- Ingenieure in so ein kleines Gehäuse reingepackt haben! Eine Hand voll Weltempfänger, der sich in Sachen Empfangsleistung vor grösseren Geräten nicht zu verstecken braucht. Die Stärke des SW100 ist der Empfang von Kurzwellensendern, und zwar in der Betriebsart AM Synchron. Diese Funktion funktioniert wirklich super. Wer kennt das nicht: Der eingestellte Sender leidet unter Interferenzpfeifen weil der benachbarte Sender so stark ist, so dass er in die eingestellte Frequenz reindrückt. Man aktiviere den Synchrondetektor, suche sich das weniger gestörte Seitenband, und weg ist das störende Pfeifen. Da der SW100 auch über SBB verfügt, lässt sich auch Amateurfunk und sogar Kurzwellenflugfunk usw. behelfsmässig damit hören. Allerdings ist der SW100 mit der eingebauten Antenne recht taub. Aber das muss nicht unbedingt von Nachteil sein. So übersteuert der SW100 nicht so schnell, wie sonst andere Weltempfänger. Wenn man tiefer in die Kurzen Wellen reinhören möchte, so wird dem Kleinen entweder ein Drahtröllchen (SW100E), oder wie bei meinem, dem SW100S, die selektive Aktivantenne AN-100 angeschlossen. Mit dieser Antenne, die übrigens vom SW100 mit Spannung versorgt wird, bekommt der SW100 grosse Ohren. So lässt sich sogar Fernempfang (DX) betreiben. Durch die Vorwahl von drei Empfangsbereichen, ist eine Vorselektion des Frequenzbereiches gegeben. Das ist gut um Grosssignalstörungen, Spiegelfrequenzen usw. zu unterdrücken.
Im Grossen und Ganzen ein toller Empfänger für die Hosentasche, der Spass macht und verblüfft!

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Tecsun PL-350

Seit Anfang 2005 ist der PL-350 schon erhältlich. Allerdings kam der nicht nach Europa und wurde nur in China angeboten. Natürlich war er mit chinesischer Beschriftung. Doch seit einiger Zeit sind auch PL-350 mit englischer Beschriftung lieferbar. Ich habe den PL-350 aus Hongkong einfliegen lassen. Was ist der Tecsun PL-350 für ein Weltempfänger? Das Ding ist richtig klein: ca. 15x9x3cm (BxHxT). Er besitzt 550 nichtflüchtige Speicher, die in drei Varianten einteilbar sind. Frequenzbereiche: MW: 522 - 1620 oder 520 - 1710 kHz (9kHz oder 10 kHz oder 1kHz Schritte) und 1710Khz – 30Mhz (1khz oder 5khz Schritte), nur in AM. UKW von 76 – 108Mhz, über Ohrhörer in Stereo. Ein dreifach schaltbarer Antennenabschwächer, ein Tonhöhenschalter, Wecker, Timer usw. Ein paar Besonderheiten hat er aber noch: Ein Antennentrimmer ist auch eingebaut. So lässt sich die Antenne immer optimal auf die Frequenz abstimmen. Weil der PL-350 leider nur ein Einfachsuper ist, produziert er Naturgemäss mehr Spiegelfrequenzen als ein Doppelsuper. Doch für dieses Problem hat der PL-350 eine Besonderheit eingebaut: Er besitzt zwei schaltbare Zwischenfrequenzen. Diese sind 455khz und 450khz. Falls auf der Wunschfrequenz Interferenzen auftreten, drückt man einfach den IF- Knopf unten rechts. Und schon schiebt man die Störung um +/-10khz zur Seite und die Frequenz ist frei. Das ist wirklich eine tolle Funktion, die ich noch nie bei einem anderen Weltempfänger gesehen habe. Er hat auch einen so genannten Beleuchtungstimer eingebaut. Zwischen 19 Uhr Abends und 7 Uhr morgens schaltet sich die Beleuchtung bei jeder Tasten oder VFO- Bewegung ein. Natürlich kann man auch in der übrigen Zeit die Beleuchtung per Knopfdruck ein und ausschalten. Als Zugabe hat er noch einen Anschluss für eine externe Antenne und eine Ladeelektronik für NI-MH Akkus. Der Lieferumfang ist komplett: Akkus, Netzteil (Reiseadapter wird benötigt), Drahtantenne, Stereoohrhörer, Schutzbeutel. Die Verarbeitung des PL-350 kann als sehr gut bezeichnet werden. Wie ist der Empfang?? Ich habe ihn mit dem Eton E5 verglichen. Was mit dem E5 zu hören ist, hört man auch mit dem PL-350. Auf Mittelwelle ist der E5 eindeutig überlegen. Er bringt die Sender einfach besser und verständlicher. Auf Kurzwelle sind die Unterschiede nicht gross. Der PL-350 klingt etwas dünner, was natürlich auch mit der Grösse des Gerätes zu tun hat. Er rauscht auch ein bisschen mehr als der E5. Der PL-350 hat aber die IF- Shift Funktion, die der E5 nicht bietet. Und das ist ein Riesenvorteil. Wie wir ja wissen, sind zwischen 6200khz – 6700khz, Spiegelfrequenzen zu hören. Das sogar mit Stationsempfängern. Hört man z.b. Mystery Radio auf 6220khz, so kommt es vor, das vom 41m Band her, Sender zu hören sind auf 6220khz. Mit dem E5 hat man keine Chance diesen Interferenzen zu entgehen. Mit dem PL-350 schon! Man drücke die IF-Shift Taste, und schon schiebt man die Spiegelfrequenz um +/-10khz bei Seite und hat sauberen Empfang. Die Abstimmung des PL-350 ist so wie beim E5; ein quasi analoges Abstimmgefühl. Wer es aber mit Abstimmgeräuschen (kleine Rauschunterbrüche) mag, kann dies umprogrammieren. Da kann man nur sagen: Super!! Die Filterbandbreite ist meiner Meinung nach gut gewählt. Ab und zu treten Interferenzpfeifen auf den dicht belegten Bändern auf. Auf UKW kann der kleine auch überzeugen. Gute Trennschärfe, guter lauter Klang. Kommt aber nicht an den E5 heran. Im Grossen und Ganzen ein richtiger Spassmacher, vor allem bei dem Preis inkl. Versand: ca. 90CHF oder 60Euro.

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Tecsun PL-600

Der PL-600 ist im europäischen Ausland nur über wenige Funkfachhändler erhältlich, auch unter einer anderen Marke. Sonst ist er über Ebay bei chinesischen Händlern zu beziehen, wo ich ihn auch her habe. Für ca. 70 US Dollar inkl. Versand, bekommt man ein Gerät, das fast alle Wünsche eines Radiohörers erfüllt. Was ihm lediglich fehlt, ist der Synchrondetektor für den AM- Empfang. Alles andere kann sich sehen lassen.
Wichtigste Eigenschaften:
Frequenzbereich: 100Khz – 30Mhz , 76 – 108Mhz (Stereo über Kopfhörer)
Betriebsarten: AM, SSB über einen Clarifier (BFO) abstimmbar, WFM bei UKW
Doppelsuper
1Khz & 5Khz Abstimmschritte auf KW, 1Khz, 9 Khz & 10Khz auf MW
Dreistufiger Abschwächer
2 Schaltbare Bandbreiten: 6Khz & 3Khz
Anschluss für Aussenantenne
600 nichtflüchtige Speicher
Geräuschlose Abstimmung
Guter Klang
Robust gebaut
Kommt komplett mit Schutztasche, Akku’s, Ladegerät, Ohrhörer, Wurfantenne

Wie ist der Empfang mit dem Tecsun PL-600?
Wie praktisch alle portablen Radiogeräte leidet der PL-600 auch unter dem „Virus“ Grosssignalstörungen! Ober- und unterhalb vom 49m und dem 41m Band sind praktisch zu jeder Tageszeit diese lästigen Störungen zu hören. In Mitteleuropa ist der Betrieb mit einer externen Antenne also mit Vorsicht zu geniessen. Nicht jedes empfangene Signal ist ein „echtes“ Signal…
Aber der PL-600 hat zum Glück mehr positives als negatives an sich!
Ich habe ihn mit dem neueren Degen DE1106 verglichen. Beide Radios sind über weite Strecken gleich Empfindlich und in etwa gleich Trennscharf. Am frühen Morgen im 60m Band, war Radio Rebelde, der auf 5025Khz sendet, mit gleicher Signalstärke zu empfangen. Der Degen DE1106 war aber in der Signalbeeinflussung flexibler, und konnte mit seinem Synchrondetektor einen RTTY- Sender im unteren Seitenband sehr gut ausblenden. Auch die sehr helle Wiedergabe des Degen konnte das Signal verständlicher bringen. Mit dem PL-600 konnte der Sendeinhalt zwar verstanden werden, aber das RTTY Signal war auch gut zu hören und störte. Ein umschalten auf SSB um den Sender in „ECSS“ zu empfangen, brachte nichts, weil der PL-600 für diesen Empfangstrick nicht geeignet ist. Die Audio klingt nicht sauber. Was sehr gut gefällt ist die geräuschlose Abstimmung mit dem VFO- Knopf. Zudem läuft er seidenweich. DX- Empfang ist mit dem PL-600 ein Stück weit möglich, wenn in der Nachbarschaft des Signals keine Störer vorhanden sind. Gegen vier Uhr früh, war sogar Radio Clube do Para aus Brasilien zu empfangen. Und das mit der Teleskopantenne! Aber da stiess der PL-600 an seine Grenzen, weil er AM- Signale in SSB mehr schlecht als recht wiedergeben kann. Das funktioniert beim DE1106 sehr gut!
Im UKW- Band spielt er sehr gut. Trennscharf und sehr guter Klang, über Lautsprecher und erst recht über Kopfhörer. Für den Preis bekommt man wirklich einen sehr guten Weltempfänger der auch in Sachen Verarbeitungsqualität überzeugt.

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Tecsun PL-880

Der Tecsun PL-880 schlug hohe Wellen bei seinem erscheinen! Ein Taschenempfänger mit mehreren schaltbaren DSP- Bandbreiten, DSP- Demodulation, Synchrondetektor, und einige andere interessante, versteckte Funktionen. Das gab unheimlich viel Gesprächsstoff und Debatten in den Internetforen. Hauptsächlich wurde wegen der versteckten und nicht dokumentierten Funktionen gerätselt. Weil ich nicht jedes Gerät kaufen kann, war ich auf einen Spender angewiesen, der mir einen PL-880 zu Verfügung stellte. Nach einiger Zeit fand sich jemand! Harald Denzel stellte mir sein PL-880 zur Verfügung, wofür ich ihm herzlich Danke.

Der PL-880 hatte Vorgänger, die früher schon für Aufsehen sorgten. Das wäre der PL-600, PL-660 und jetzt aktuell der PL-880. Die Vorgänger waren allesamt Analog und eine echte Bereicherung im Taschenempfänger- Markt. Beim PL-880 kommt die digitale Signalverarbeitung (DSP) zum Einsatz. Mit der DSP wird die Demodulation und die Filterbandbreiten realisiert. Alles andere im Empfangsteil ist Analog.

Die wichtigsten Eckdaten:

-- Frequenzbereich: 100Khz - 30Mhz & 64Mhz - 108Mhz, konfigurierbar
-- Betriebsarten: AM, AM Synchron, LSB, USB & WFM für UKW
-- Bandbreiten für AM: 2.3Khz, 3.5Khz, 5.0Khz, 9.0Khz
-- Bandbreiten für SSB: 0.5Khz, 1.2Khz, 2.3Khz, 3.0Khz, 4.0Khz
-- Bandbreite für UKW: ca. 200Khz
-- Abstimmschritte LMK: 10Hz, 50Hz, 1Khz, 5Khz, 9Khz, 10Khz (Betriebsartenabhängig)
-- Abstimmschritte UKW: 10Khz, 100Khz
-- Synchrondetektor mit wählbaren Seitenbändern, aber kein DSB.
-- 3- facher Abschwächer (Local - Normal - DX)
-- Speicher: 3050 in 25 Speicherbänke aufgeteilt
-- 3.7V Li-ion Akku
-- USB Ladeanschluss
 
Lieferumfang
-- PL-880
-- Schutztasche aus braunem Kunstleder
-- 3.7V Li-ion Akku
-- USB Ladekabel

Beim PL-880 ist Tecsun einen unkonventionellen Weg bei der Stromversorgung gegangen. Das Gerät besitzt nur ein Mini- USB Anschluss für die Stromversorgung. Über diesen Anschluss wird auch der 3.7V Li-ion Akku geladen, der leider eine nicht gängige Grösse hat. Daher lassen sich keine normalen Batterien verwenden. Ein grosser Nachteil, wenn der Akku kein Saft mehr haben sollte und man ohne Lademöglichkeit unterwegs ist . Wenn man das Gerät mit externer Stromquelle betreiben möchte, steht man vor einem allenfalls ernsten Problem! Man kann das Gerät nur an einem PC oder an einen 5V- Schaltnetzteil anschliessen. Und was das bedeutet, können wir uns denken. LMK- Empfang verträgt sich nicht mit Schaltnetzteilen und Computern, weil beides den Empfang empfindlich stören können. Der PL-880 kann also nur im Akku- Betrieb für den ernsthaften LMK- Empfang eingesetzt werden.

Eine Signalstärkeanzeige in dBμ & dB ist sehr ungewöhnlich in dieser Geräteklasse! Eine für normale Radiohörer nichtssagende Anzeige. Erst mit Tabellen und etwas Fachkenntnis lassen sich diese ominösen Werte in die herkömmlichen S-Werte umrechnen. Solche Anzeigen kommen vornehmlich in der Profiwelt vor.

Hier eine kleine Hilfstabelle für die Umrechung von dBµ* auf S-Werte. (dBµ ist richtigerweise dBµV = Spannung)*

dBμ              >>

-14 -8 -2 4 10 16 22 28 34 44 54 64 74 84 94

S-Wert        >>

1 2 3 4 5 6 7 8 9 9+10dB 9+20dB 9+30dB 9+40dB 9+50dB 9+60dB

Der dB- Wert steht für das S/N. Entspricht dem SNR = Signal/Rauschabstand. Je grösser dieser Wert, umso besser die Verständlichkeit. Theoretisch jedenfalls.

Die Verarbeitung des PL-880 ist hochwertig. Die Bedienelemente sind gut platziert und gestatten somit eine leichte Bedienung des Gerätes. Eine Neuheit bei einem Taschenempfänger sind die zwei Abstimmdrehknöpfe. Eines ist für die grobe Abstimmung, das andere kleinere, für die Feinabstimmung bis min. 10Hz. Damit kann man leicht und ohne Umschalten der Abstimmschritte die Sender anfahren und fein abstimmen. Gute Lösung! Die Abstimmung auf LMK erfolgt ohne Rauscheinbrüche, also ein absolut analoges Abstimmgefühl. Der PL-880 besitzt einen externen Antennenanschluss für die Kurzwelle. Leider nicht für LW & MW. Einen Line-out und einen Stereo- Kopfhöreranschluss sind ebenfalls vorhanden. Als voll ausgestatteter Weltempfänger ist natürlich auch UKW empfangbar. In Stereo über den Kopfhöreranschluss. Die Abstimmung im UKW Band hat Rauscheinbrüche, die sich aber in Grenzen halten. Zudem sind all die üblichen Funktionen wie Wecker, automatische Speicherfunktionen usw. vorhanden. Darauf will ich aber nicht eingehen.

Wie hör sich der Tecsun PL-880 an?

Ich habe den PL-880 mehrere Wochen betrieben und habe ihm auf den Zahn gefühlt. Als Vergleichsgerät habe ich ein Sony ICF-SW7600GR hinzugezogen. Der PL-880 empfängt sehr Rauscharm und hat einen sehr guten, schon fast basslastigen Klang. Prasselstörungen und Rauschen waren weniger wahrnehmbar mit dem PL-880 als mit dem ICF-SW7600GR. Wo mich der PL-880 überraschte war auf LW & MW. Die meisten bisherigen Chinaradios waren in diesen Bereichen recht taub, was man vom PL-880 nicht behaupten konnte. In diesen Bereichen schlug der Tecsun den Sony ohne Probleme. Empfindlichkeit, Rauschverhalten und nicht zuletzt die gute DSP- Trennschärfe verhalfen dem PL-880 zu sehr gutem Empfang. Ein Wermutstropfen gibt es aber dennoch. Der Sagenumwobene Synchrondetektor des PL-880 konnte nicht überzeugen. Weder bei schwachen noch bei stark einfallenden Sendern vermochte der Synchchrondetektor den Empfang zu verbessern! Dieser "blubberte" oft vor sich hin und verlor sehr schnell die Synchronisation. Dieser war schlicht nicht brauchbar. Vielleicht wird dieses Manko bei späteren Modellen mittels Firmwarekorrektur ausgebügelt. Jedenfalls war der Synchrondetektor des Sony ungleich besser.

Die guten Empfangleistungen wurden auf Kurzwelle fortgesetzt. Der Rauscharme und angenehme Empfang konnte auch hier überzeugen. Der Empfang mit der eingebauten Teleskopantenne gab nie Anlass zur Kritik. Übersteuerungen habe ich keine feststellen können. Der Sony hingegen leistete sind Abends ein paar Ausrutscher. Gelegentlich waren Geisterstationen zu hören unterhalb stark belegter Rundfunkbänder.

Zum Testzeitpunkt hatte ich die Innenraumantennen Reuter RLA3A und die Grahn GS5-SE/ML3 im Vergleich und nutzte die Gelegenheit, den Tecsun mit diesen beiden Antennen zu versuchen. Mit der Grahn- Antenne kam der PL-880 sehr gut klar! Der Empfang wurde wesentlich verbessert. Übersteuerungen konnte ich keine feststellen. Mit der Reuter- Antenne klappte es nicht so gut. Der Empfangspegel wurde wohl erhöht, allerdings auf kosten des Signal/Rauschabstandes. Übersteuerungen machten sich zeitweise auch bemerkbar.

Der SSB Empfang funktionierte gut, wobei hier der Sony eindeutig besser klang. Die Audio des PL-880 hatte einen kratzigen Klang was auf eine nicht optimale Verstärkungsregelung (AGC) zurückzuführen ist. Zudem war die Audio recht dumpf. Dafür war die Abstimmung mit den zwei Drehknöpfen allererste Sahne. Bei langsamen drehen des kleinen Abstimmkopfes erfolgt die Abstimmung in 10Hz- Schritten. Dreht man schneller, aktiviert sich ein Schwungradeffekt und die Schritte werden auf 50Hz erhöht.

Auf UKW gab es nichts auszusetzen; schöner Klang, exzellente Trennschärfe und gutes Grosssignalverhalten überzeugten auf Anhieb. Schade hat man hier nur eine Bandbreite realisiert. Bei so einem technisch hochstehendem Gerät hätte ich mir noch RDS gewünscht. Der Sony ging in der Disziplin "UKW" abgeschlagen durchs Ziel. Bei diesem waren einige Übersteuerungseffekte festzustellen und er kam nicht an das Klangniveau des Tecsun heran.

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Versteckte Funktionen

Leider konnte ich nicht herausfinden, wieso Tecsun die folgenden Funktionen versteckt hat, oder nicht deaktiviert hat. Ein paar Funktionen davon sind sicher brauchbar, andere hingegen scheinen nicht ausgereift zu sein. Diese Funktionen lassen sich durch einen langen Druck auf diverse Tasten aufrufen. Diese Funktionen sind mir zur Zeit bekannt:

Bei eingeschaltetem Gerät
 
Die hier aufgeführten Vorgehensweisen wurden im Internet recherchiert.
Achtung! Anwenden der untenstehenden Anleitung erfolgt auf eigene Gefahr! Schäden am Gerät können nicht ausgeschlossen werden.
 
Synchrondetektor
Taste USB oder LSB 3 Sekunden drücken.
 
Rauschunterdrückung beim Abstimmen
Taste "9" 3 Sekunden drücken und mit Drehknopf den Wert einstellen. Noch mal die Taste 9 drücken um den Wert zu speichern.
 
Rauschunterdrückung beim Empfang
Taste "6" 3 Sekunden drücken zum ein/ausschalten.
 
De-Emphasis für UKW umschalten
Taste "5" 3 Sekunden drücken dann kann man zwischen 50 oder 75 auswählen. 50μS ist für Europa, 75μS ist für die USA. Funktioniert nur im UKW Betrieb.
 
Frequenzkalibration für LW & MW
Auf Mittelwelle einen starken Sender einstellen und auf USB oder LSB schalten. Sender mit dem kleinen Abstimmknopf fein einstellen bis Zero Beat erreicht ist. Snooze oben auf dem Gerät 3 Sekunden drücken und warten bis die Korrektur im Display angezeigt wird. Snooze noch mal drücken zum speichern.
 
Bei ausgeschaltetem Gerät
 
Displaykontrolle, Firmware Nummer und Herstellungsdatum
Taste AM BW gedrückt halten für Displaykontrolle. Loslassen und nochmals drücken für Firmware Nummer. Noch mal drücken für das Herstellungsdatum.
 
Line-out Level
Taste "7" 3 Sekunden drücken und dann mit dem Drehknopf Wert einstellen. Noch mal Taste "7" drücken zum speichern.
 
Sekundenanzeige aktivieren
Taste "8" 3 Sekunden drücken bis die Sekundenanzeige aufleuchtet.
 
Abschaltschwelle bei schwacher Batterie
Taste "4" 3 Sekunden drücken, Wert mit Drehrad einstellen. Empfehle 3.5V
 
Betriebszeit seit letzter Akku- Aufladung
Taste "VF/VM" 3 Sekunden drücken.
 
Speicher sortieren
Taste "M" 3 Sekunden drücken.
 
 

Fazit:

Der Tecsun PL-880 ist für den günstigen Preis ein hervorragender Taschenweltempfänger mit DSP- Technik. Er stellt sein Konkurrent in fast allen Belangen in den Schatten. Enttäuscht hat der SSB Empfang und der Synchrondetektor. Der Synch. vermochte den Empfang in keiner Situation zu verbessern. Der Empfang wurde durch diesen sogar verschlechtert. In AM klingt der PL-880 hervorragend und macht den Synch. überflüssig. Auf UKW macht der PL-880 einen ausgereiften Eindruck.

Der PL-880 hat noch ein paar Kinderkrankheiten, die vielleicht mit Firmwareupdates geheilt werden können. Ob sich Firmwareupdates über die USB- Buchse einspielen lassen, entzieht sich meiner Kenntnis.

Einen zwiespältigen Eindruck hinterliessen die versteckten Funktionen. Entweder man macht das vorhandene ohne grosse Sucherei verwendbar oder deaktiviert diese Funktionen....

Empfehlenswertes Gerät!

Verfasst am 18.10.2014

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Empfänger Bausätze

Junior 1 von Stampfl

Heinz Stampfl (HB9KOC), bekannt durch seine Handgefertigten Präzisions- Morsetasten, hat auch ein Herz für Empfänger. Seit geraumer Zeit werkelt Heinz an diversen Empfängerkonzepten die er auch auf seiner Webseite unter Projekte vorstellt. Ziel ist es, diese Projekte einmal als Bausätze anbieten zu können. Leider erweist sich das konkrete Umsetzen als keine einfache Angelegenheit. Zum einen müssen genügend Bausätze produziert werden, damit es sich lohnt so ein Projekt auf die Beine zu stellen. Zum anderen muss man genügend Abnehmer finden. In der heutigen Zeit, wo alles fixfertig gekauft kann, ist ein solches Unterfangen mit grossem finanziellen Risiko verbunden.

Trotz dieser Risiken möchte Heinz Stampfl nun, einen kleinen Bausatz anbieten. Den Junior 1.

Beschreibung des Bausatzes Junior 1 (Zitat aus der Beschreibung von Heinz Stampfl)

Junior 1 ist ein schnell und einfach aufzubauender Kurzwellen-Empfänger in Doppelsuper-Technik. Es sind weder Abgleicharbeiten notwendig noch sind spezielle Messmittel oder Kenntnisse der Hochfrequenz erforderlich. Junior 1 ist gedacht als ein kleines Projekt für Jugendliche und Junggebliebene die sich für Radiotechnik interessieren.
Als Herz dient ein AM/FM-IC aus der ehemaligen DDR (A4100D) das speziell für batteriebetriebene Geräte entwickelt wurde. Laut Datenblatt zeichnet sich der A4100D durch ein besonders günstiges Signal/Rauschverhältnis des AM- und FM- Teils aus und benötigt nur eine geringe Aussenbeschaltung.
Als Frontendmischer und Oszillator kommt der bewährte NE612 zum Einsatz. Es besteht die Möglichkeit, z.B. einen Dipol niederohmig über eine Koppelwindung einzuspeisen. Tests bei Dämmerung an einer G5RV zeigten zur Überraschung kaum Übersteuerung. Soll der Junior 1 portabel genutzt werden, so genügt ca.1,5m Litze am hochohmigen Antenneneingang.
Das 1. ZF-Filter (10,7 MHz) wurde aus Kostengründen mittels Keramikresonator realisiert. Da dieser wegen der hohen Bandbreite nichts zur Nahselektion beiträgt, wurde in der 2. ZF nicht gespart. Der Umsetzoszillator (10,245 MHz) ist als monolithischer und abgleichfreier Baustein ausgeführt.
Wer experimentierfreudig ist, kann seinen bevorzugten Empfangsbereich durch Ändern des Eingangs- und des Oszillatorkreises selbst realisieren. Als Feldstärke-Indikator ist eine LED vorgesehen. Über einen entsprechenden Vorwiderstand lässt sich auch ein µA-Meter anschließen.
Eingangs- und Oszillatorkreis sind im Originalzustand mit Schwerpunkt auf das 49m/41m Rundfunkband dimensioniert. Für das 40m-Amateurfunkband erlaubt ein Überlagerungsoszillator (BFO) den SSB-Empfang. Ich weise aber ausdrücklich darauf hin, dass bedingt durch die hohe 1. ZF und die Kapazitätsdioden-Abstimmung des LO der SSB-Empfang etwas abenteuerlich ist, sicher nichts für routinierte DX’er. Aber spannend für den, der noch nie Amateurfunk mitlauschen durfte.
Der Stromverbrauch liegt im Versorgungsspannungsbereich von 7.5 bis 16 Volt bei ca. 70 mA. Ein LM380 in Verbindung eines 4 Ohm Lautsprechers, sorgt für kräftigen Empfang.
Zusammenfassend ist der Junior 1 für das sehr einfach gehaltene Konzept ein leistungsfähiger Empfänger, der sich durch gute Audioqualität, hohe Selektivität, hohe Empfindlichkeit und gleichzeitig gute Signalverträglichkeit auszeichnet.
Die Gehäuseschale ist aus Blau- eloxiertes Aluminium. Die Beschriftungen sind mit Laser graviert.
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Heinz Stampfl war so freundlich und stellte mir den Junior 1 für Versuche zur Verfügung. Allerdings wollte ich ein Fertiggerät, weil mir einfach die Zeit fehlte, um es selbst zusammenzubauen.

Wie auf dem Bild unten ersichtlich, trägt das Gerät die Seriennummer 001. Es ist das erste Gerät das den Weg in die Öffentlichkeit findet.

Den Junior 1 hatte ich über einen Monat lang auf dem Tisch und hörte bei jeder Gelegenheit in den Äther mit ihm. Betrieben habe ich den Junior 1 hauptsächlich über meine Aussenantennen. Um dies zu ermöglichen, habe ich dem Bausatz eine BNC- Buchse hinzugefügt. Der Grund dafür war, den Störungen im Haus zu entgehen und um das effektive Potenzial des Bausatzes zu testen. An der Front des Bausatzes kann man ein Stück Draht mittels Bananenstecker als Antenne anschliessen. Auch ein Erdungsanschluss ist vorhanden. Um allfälligen Übersteuerungen entgegenzuwirken, habe ich einen schaltbaren Abschwächer benutzt. Weil der Junior 1 nicht für Hochleistungsantennen gebaut ist, habe ich etwa mit 10-20dB Signaldämpfung gearbeitet. Interessanterweise übersteuerte er nicht sonderlich. Geisterstationen waren kaum zu hören. Wenn, dann nur  sehr schwach in den Abendstunden. Da es sich um ein einfaches Selbstbauprojekt handelt, braucht der Junior 1 nach dem Einschalten etwas "Anwärmzeit", weil der Oszillator in der Zeit etwas driftet. Er lässt sich entweder mit einer 9V Batterie oder mit einem externen Netzgerät mit 7.5V bis 16V betreiben.

Wegen fehlender Frequenzanzeige, war die Frequenzabstimmung etwas Abenteuerlich. Ausgehend vom Linksanschlag des Drehreglers muss dieser 5x gedreht werden um ans 40m Amateurfunkband zu gelangen. Ist dieser erreicht schaltet man auf SSB und dreht mit dem grossen Abstimmknopf behutsam durchs Band bis eine Station zu hören ist. Anschliessend wird die Feinabstimmung mit dem linken Knopf -0+ vorgenommen, bis die Station klar zu hören ist. Mit etwas Übung und Geduld, klappt es letztendlich recht gut. Erstaunlich ist das geringe Rauschen und die helle, verständliche Audio. Die Trennschärfe reicht aus, um SSB Signale im 40m Band gut empfangen zu können. Dreht man den grossen Knopf weiter, erreicht man das 41m Rundfunkband. Dann schaltet man zurück auf AM und kann dem Rundfunk lauschen. Vergleiche mit den vorhandenen Geräten zeigten eine recht hohe Empfindlichkeit. Sehr schwache Stationen auf freier Frequenz kamen erstaunlich gut und verständlich. Klar, der Junior 1 ist keine DX Maschine, aber für das bisschen Radio empfängt er recht ordentlich.

Fazit:

Heinz Stampfl hat den Schritt gewagt, ein interessantes Selbstbauprojekt auf die Beine zu stellen. Für Jugendliche Neueinsteiger mit Interesse am Selbstbau eines Radios, ist der Junior 1 der ideale Bausatz. Aber auch für die alten Füchse, die seit Jahren Radio hören, wäre so ein Bausatz sicher etwas Interessantes. Voraussetzung für den Zusammenbau ist vor allem Interesse und etwas Löt- Erfahrung. Bleibt zu hoffen das der Junior 1 Erfolg hat. So wird vielleicht mal ein Bausatz erscheinen, den Heinz auf seiner Webseite eindrucksvoll präsentiert...

Der Bausatz Junior 1 ist ab sofort bei Stampfl Morsetasten für den Preis von CHF 72.- erhältlich.

Verfasst am 22.11.2014

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